Biokäse ist Landschaft, ist der Boden auf dem die Pflanze wächst, die die Kuh frisst um dann die hervorragende Biolandmilch zu geben.
Im biologischen Landbau spielen Milchkühe die zentrale Rolle: Zur bedarfsgerechten Fütterung bauen Biobauern für ihre Tiere Kleegras und Luzerne an. Diese Pflanzen können von Wiederkäuern besonders gut verwertet werden. An den Wurzeln dieser Futterpflanzen siedeln sich Knöllchenbakterien an, die den Stickstoff aus der Luft im Boden binden und damit als Pflanzennährstoff zur Verfügung stehen. Damit tragen die natürlichen Stickstofflieferanten wesentlich zum Aufbau und Erhalt der Bodenfruchtbarkeit bei und machen die synthetischen Stickstoffdünger der konventionellen Landwirtschaft überflüssig.
Dies erklärt, warum Leguminosen wie Kleegras und Luzerne immer Bestandteil der im Biolandbau charakteristischen Fruchtfolge sind. Milchkühe wandeln Gras und Klee in Milch um. Als "Neben"-Produkte liefern sie Fleisch, hochwertigen Dünger für Acker- und Grünland sowie Biogas zur Stromerzeugung. Mehr als die Hälfte der Wertschöpfung in der deutschen Landwirtschaft wird mit Milchkühen erzielt. Zudem trägt die Milcherzeugung zum Erhalt wertvoller Kulturlandschaften bei. Pro Liter Biomilch können 4,5 m² Weidefläche ökologisch bewirtschaftet werden.