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Was tun, wenn die Kartoffel Triebe hat?

Jetzt, Ende Mai, haben wir noch einen kleinen Restbestand an Lagerkartoffeln in unserer Halle. Diese letzte Partie ist in ihrer Qualität nicht mehr ganz einwandfrei. Eventuell müssen Sie die Kartoffeln etwas ausschneiden und vor der Zubereitung schälen. Um Ihnen diesen Wertverlust zu erstatten, bieten wir die Kartoffeln in den nächsten Tagen preisreduziert als Sonderangebot an. Danach wird es Frühkartoffeln aus neuer Ernte geben (ab Anfang Juni).

Was ist jetzt zu tun, wenn die Kartoffeln schon ausgetrieben sind? Besonders wenn man immer wieder liest, dass die ausgetriebenen Kartoffeln giftig sind?

Das stimmt zum Teil. Grundsätzlich ist es so, dass jede Kartoffel Solanin in sich trägt. Die Menge nimmt durch Lichteinwirkung zu. Denken sie nur einmal an die Lagerung der Kartoffeln im Supermarkt. Dunkle Lagerung ist bei Kartoffeln also das A und O. Der menschliche Organismus wird mit Mindestmengen an Solanin gut fertig. Getreu dem Motto: Die Dosis macht das Gift. Vergiftungen durch Solanin können erst ab einer Konzentration von 1 mg/kg Körpergewicht auftreten. Dafür müsste man an einem Tag über 2 kg Kartoffeln essen, was mehr als 10 Portionen entspricht. Zudem befindet sich der größte Teil des Solanins bei der Kartoffel in der Schale. Durch pellen bzw. schälen kann Durchschnittlich 75% bis sogar 90 % des Solanins entfernt werden. Ob die Kartoffel vor oder nach dem Kochen geschält wird spielt dabei keine Rolle. Kartoffeln mit erhöhtem Solaningehalt haben in der Regel einen bitteren Geschmack und werden deshalb nur in den seltensten Fällen verzehrt. Auch die Festigkeit der Kartoffel ist ein gutes Indiz.

In diesem Zusammenhang müssen Sie folgende Unterscheidung treffen: Es gibt weiße "Dunkelkeime" und es gibt grüne "Lichtkeime". Die grünen "Lichtkeime" sind gefährlich und lagern Solanin in die Kartoffel ein – Sie sind also tatsächlich ein Anzeichen dafür, dass die Kartoffel viel Solanin in sich trägt. Kartoffeln mit grünen Trieben sind daher fraglos zu entsorgen. Generell gilt alles was GRÜN bei der Kartoffel ist zeigt Solanin an und vom Verzehr ist dringend abzuraten. Besonders die Gruppe der YOPIs ("Young", "Old", "Pregnant" und "Immunosuppressed) müssen hier achtgeben. Das heißt alle junge (insbes. Säuglinge, Kleinkinder), alte Menschen, Schwangere und Menschen mit einem angeschlagenen Immunsystem - also Risikogruppen in Bezug auf Krankheit und Ernährung.

Kartoffeln mit den weißen, dicken "Dunkeltrieben" können verzehrt werden solange die Triebe kurz sind.  Die Triebe natürlich bitte nicht mitessen. Diese sind zum Verzehr nicht geeignet. Brechen („Bobbeln“) Sie die Triebe ab. Das geht ganz problemlos mit einer kleinen Bürste oder von Hand und schälen sie diese Kartoffeln vor den Verzehr.

Tel.: 07042 9 20 64

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