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MHD vs. Verfallsdatum

In Zeiten in denen unsere Meere vor Plastik überquellen und Konsumenten zu einer Wegwerfgesellschaft geworden sind, sollte man sich wieder mehr auf seine Sinne verlassen und Lebensmittel nicht immer sofort und leichtfertig wegwerfen. Als unnötige Vorsichtsmaßnahme wandern jährlich viele Lebensmittel in den Müll, die noch gut hätten verzehrt werden können.
Das ist nicht nur „rausgeworfenes“ Geld, sondern auch ein ethisches und ökologisches Problem. Ein Drittel der Lebensmittel werden produziert, verarbeitet, verpackt, transportiert und gelagert – und dann vernichtet. Dies führt zu einer Verschwendung von Rohstoffen und einer unnötigen Verknappung was die Preise in die Höhe treibt.
Viele der verfrüht weggeworfenen Lebensmittel haben erst gar kein MHD, dazu gehören zum Beispiel Obst und Gemüse, sowie Brot. Ein Apfel mit einer winzigen verfärbten Stelle ist immer noch genießbar und gehört nicht auf den Müll. Anstatt immer nur mit perfekten Produkten zu werben ist es an der Zeit das Bewusstsein der Verbraucher durch Information und Überzeugung zu fördern und somit die Verschwendung einzudämmen.

Das Verbraucherministerium gibt an, dass über die Bedeutung des auf den meisten Produkten abgedruckten MHD häufig Unsicherheit besteht. Es ist im Prinzip nix anderes als eine Qualitätsgarantie des Herstellers und gibt an bis zu welchem Tag das Produkt die versprochenen Eigenschaften auf jeden Fall behält. Nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums ist die Genießbarkeit der Produkte meist noch gegeben und sollte sensorisch, also mit Augen, Nase und Mund überprüft werden. Dadurch lässt sich sehr schnell feststellen ob Lebensmittel sich noch zum Verzehr eignen.
Als Verbraucher kann man so ein Stück seiner Mündigkeit zurückerlangen, in dem man sich nicht durch einen Aufdruck auf der Verpackung dirigieren lässt. Weil, seien wir mal ehrlich, dient nicht alles was auf den Verpackungen abgedruckt wird irgendwie der Verkaufsförderung und entspricht nur der halben Wahrheit? Warum sollte es also mit dem MHD anders sein?

Es ist also nicht wie von vielen angenommen mit dem Verfallsdatum gleichzusetzen. Das Verbrauchsdatum oder auch Verfallsdatum gilt für besonders empfindliche Lebensmittel, wie zum Beispiel Hackfleisch. Es zeigt den Zeitpunkt an, an dem die Verwendungsfrist eines Lebensmittels abläuft und der „Verfall“ eines Produkts einsetzt. Produkte mit abgelaufenem Verbrauchsdatum/Verfalldatum sollten nicht mehr verzehrt werden und gehören in den Müll.
Bezüglich des MHD sollte man sich als Verbraucher der Bedeutung „Mindestens haltbar bis“ und nicht „tödlich ab“ wieder mehr bewusst werden.

Tel.: 07042 9 20 64

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