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Wissenswertes über Bärlauch

Ob als feines Pesto, als grüne Frühlingssuppe oder würzigen Quark - Bärlauch findet man jetzt auf vielen Speisekarten in ganz Baden-Württemberg. So lecker er auch ist, immer wieder hört man von Schreckensmeldungen, bei denen das Bärlauchessen im Krankenhaus oder sogar tödlich ausgegangen ist. Was Sie bei der Zubereitung von Bärlauch beachten sollten, woher unser Bärlauch stammt und was wir dafür tun, damit die Gefahr einer möglichen Vergiftung durch Fremdpflanzen verhindert wird, erfahren Sie nachfolgend in unserem FAQ rund um das Thema Bärlauch.  

Worin besteht die Gefahr, beim Bärlauchessen eine Vergiftung zu erleiden?

Der Bärlauch selbst ist nicht giftig. Er sieht jedoch giftigen Pflanzen wie Maiglöckchen, Herbstzeitlose und kleinem Aronstab zum Verwechseln ähnlich. Da Bärlauch häufig aus Wildsammlung stammt, besteht die Gefahr, dass eben solche Giftpflanzen versehentlich mitgeerntet werden.

Woher bezieht der Biohof Braun seinen Bärlauch?

Der Bärlauch den wir Ihnen anbieten, stammt aus Bioland zertifizierter Wildsammlung von Eberhard Landes aus 74229 Oedheim (Landkreis Heilbronn).

Was tut Eberhard Landes, um die Gefahr einer Kontamination durch Giftpflanzen zu verhindern?

Die Waldgebiete, in denen der Bärlauch gepflückt wird, werden jedes Jahr Mitte Mai (wenn die Maiglöckchen blühen) mit dem Förster zusammen auf Maiglöckchen hin untersucht. Wenn eine Maiglöckchenpflanze entdeckt wird, bedeutet dies ein KO-Kriterium für das gesamte Gebiet zur Bärlauch-Ernte.

Herbstzeitlosen wachsen nicht in Waldgebieten, sondern auf Wiesen. Sie bevorzugen andere Böden als Bärlauch. In Wiesengebieten wird kein Bärlauch gepflückt.

Was sehr selten passiert, aber vorkommen kann, ist das ausversehen die Blätter des kleinen Aronstabs mitgepflückt werden. Dies passiert aber wirklich nur sehr sehr selten, da sich der kleine Aronstab am meisten der drei Giftpflanzen vom Bärlauch unterscheidet. Er ist eigentlich gut zu erkennen und hebt sich vom Bärlauch etwas ab. Wenn bei der Bärlauch-Ernte ein kleiner Aronstab entdeckt wird, wird dieser sofort gekennzeichnet, damit er nicht ausversehen mitgeerntet wird.

Gearbeitet wird außerdem nach dem Vier-Augen-Prinzip: Einer erntet den Bärlauch und ein anderer bündelt den Bärlauch. Dadurch, dass der Bärlauch von zwei unterschiedlichen Personen angeschaut wird, können Fremdpflanzen, die nicht in die Bärlauch-Ernte hineingehören, besser erkannt werden.

Wird eine Fremdpflanze in einer Ernte entdeckt, wird die ganze Ernteeinheit weggeschmissen.

Was können Sie zuhause tun, um auszuschließen, dass sich in Ihrem Bärlauchbund eine Giftpflanze befindet?

Schauen Sie die Blätter Ihres Bärlauchbundes genau an. Sollte ein Blatt dabei sein, das von den anderen Blättern abweicht und beim anschneiden keinen typischen Knoblauchgeruch von sich gibt, dann verwerfen Sie den gesamten Bund und waschen Sie Ihre Hände und das Ganze Arbeitsmaterial (Messer und Brett) gut ab. Die Geruchsprobe ist das beste Merkmal, um zu erkennen, ob es sich um Bärlauch handelt und im Umkehrschluss um Giftpflanzen auszuschließen.

Wenn Sie selbst auf Bärlauchsuche gehen möchten, informieren Sie sich bitte gut über die Verwechslungsmöglichkeiten und Pflanzenmerkmale von Bärlauch und Giftpflanzen, mit denen der Bärlauch verwechselt werden kann, bevor Sie losziehen.

Was tun, wenn Ihnen nach dem Verzehr von Bärlauch schlecht wird oder sie ein taubes Mundgefühl haben?

Wenn Ihnen übel wird oder Sie erbrechen müssen kann es sich um eine Vergiftung durch Herbstzeitlosen oder Maiglöckchen handeln. Bitte rufen Sie dann umgehend die Vergiftungs-Informations-Zentrale in Freiburg (24-Stunden-Service) an 0761 19240

Stellt sich nach dem Verzehr von Bärlauch ein taubes Mundgefühl ein (wie nach der Betäubung beim Zahnarzt) so deutet das auf den Verzehr eines kleinen Aronstabs hin. Bitte auch hier an die Vergiftungs-Informations-Zentrale in Freiburg (24-Stunden-Service) 0761 19240 wenden.

Eberhard Landes und sein Team ernten jedes Jahr ca. 30 Tonnen Bärlauch. Letztes Jahr gab es keinen Fall einer Fremd-/Giftpflanzen-Meldung bei seiner Ernte. Vor zwei Jahren gab es einen Fall bei dem eine Kundin höchstwahrscheinlich ein Blatt eines kleinen Aronstabs entdeckt hat.

Falls Sie noch weitere Fragen haben, melden Sie sich gerne jederzeit bei uns unter der 07042 92064 oder info(at)biohof-braun.de

Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Kochen und Genießen

Ihre Rosemarie Braun

Tel.: 07042 9 20 64

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