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Frisch geerntet: Gurken

Unsere Gurkenpflanzen fühlen sich im warmen Gewächshausklima wohl und haben sich dementsprechend ins Zeug gelegt. Mitte Mai haben wir sie gesetzt und können uns, schon einen guten Monat später, an den langen, grünen Kürbisgewächsen erfreuen. Kürbis? Sie dachten es geht hier um die Gurke? Beides richtig. Die Gurke gehört zur Familie der Kürbisgewächse (Cucurbitaceae) und dort in die Gattung Gurke. Andere bekannte Vertreter aus der Reihe der Kürbisgewächse sind verschiedene Melonenarten, also Honig- oder Zuckermelone, Wassermelone und natürlich die Gattung der Kürbisse wie Hokkaido und Zucchini. Aber zurück zur Gurke. Die Gurkenpflanze wächst niederliegend und kletternd. Sie bildet Rankhilfen aus mit denen sie sich dabei seitlich und nach oben hin festhalten kann. Die Frucht wird als Panzerbeere bezeichnet. Sie heißt so, weil die Gurke botanisch gesehen eine Beere mit verhärteter Außenschicht/Schale (Panzer) darstellt. Zusammen mit der Wassermelone steht sie ganz oben auf dem Treppchen in Sachen Wassergehalt. 96 % Wasser enthält das Sommergemüse. Damit ist sie ein echter Fitmacher und Durstlöscher und liegt noch vor den Salaten, Tomaten und Rettichen. Neben reichlich Wasser enthält die Gurke ein Hauch von Kohlenhydraten, Eiweiß und Fett. Im Wasser gelöst sind viele Vitamine und Mineralstoffe die unseren Stoffwechsel ankurbeln. Der Biss in die Gurke tut uns im Sommer also rundum gut.

 

Seit ca. 15 Jahren, als wir mit Gewächshauskulturen begonnen haben, pflanzen wir in den Sommermonaten Gurken an. Dabei ist die empfindliche Gurkenpflanze auf einer robusten Kürbis-Unterlage (-Wurzel) veredelt. Daraus ergibt sich folgender Vorteil: Dadurch, dass die Pflanzen kräftigere Wurzeln bilden, können sie die Nährstoffe aus dem Boden besser aufnehmen. Sie sind damit leistungskräftiger und bringen mehr Ertrag.

 

Die veredelten Bioland Jungpflanzen beziehen wir von der Bioland Gärtnerei Natterer (Gärtnerei im Täle) eine Ortschaft weiter von uns in 71665 Vaihingen Enz – Enzweihingen.


Als Sorten haben wir die milde, zarte, lang und schlanke Schlangen- oder Salatgurke und die kräftig, geschmacklich intensivere Land- oder Vespergurke.

 

Der Gesundheitszustand unserer Pflanzen ist dieses Jahr sehr gut. Mit Krankheiten haben wir an den Gurkenpflanzen, trotz des tropisch-feuchtwarmen Klimas und vielen Regens, so gut wie keine Probleme. Gegen kleinere Aufkommen von Pilz-Krankheiten wie dem Mehltau gehen wir mit in Wasser gelöstem Backpulver vor. Dieses wird leicht auf die Blätter der Gurkenpflanzen gesprüht und hindert den Pilz an seinem Wachstum.

 

Die Bestäubung der Gurkenblüten erfolgt durch Insekten. Bis jetzt waren noch die wild fliegenden Bienen und Hummeln ausreichend zur Bestäubung der ersten Blüten. Ab morgen kommen dann zugekaufte Hummelkästen in die Gewächshäuser um für eine ausreichende Bestäubung der Fülle an Blüten zu sorgen.

 

In der Küche: Wenn es um die Gurke geht, hat der Herd mal Sende- bzw. Sommerpause. Am besten isst man Sie roh z.B. als Salat oder zu einer Brotzeit. Ein unschlagbares Paar stellt die sie in Kombination mit Dill und etwas Sahne oder Joghurt dar. Ebenfalls sehr lecker ist etwas dünngehobelte Gurke in einem schwäbischen Kartoffelsalat.

 

Schale ja oder nein? Ich lasse die Schale bei der Gurke immer ganz oder halb dran. Das heißt, ich schäle abwechselnd immer eine Bahn runter, lass dann eine Bahn stehen und schäle wieder eine Bahn. Das sieht schön aus und wichtige Nährstoffe bleiben erhalten. Generell empfiehlt es sich die Schale lieber dranzulassen. Sie besteht aus wichtigen Ballaststoffe die satt machen, den Verdauungsapparat anregen und direkt unter der Schale sitzen viele gesunde Vitamine und Mineralstoffe die beim Schälen meistens zum großen Teil verloren gehen. Vor der Zubereitung die Gurke gründlich abwaschen, trocken tupfen und dann in dünne Scheiben schneiden oder hobeln ist die beste und müheloseste Vorgehensweise. Auch vom Entwässern der Gurke mit Zucker oder Salz würde ich eher abraten. Auch hier fallen dem zusätzlichen Verarbeitungsschritt viele wertvolle Inhaltsstoffe zum Opfer und werden weggespült. Falls Sie dennoch nicht das ganze Gurkenwasser im Salat haben wollen oder das Schwimmen des Salates verhindern möchten, können Sie die Gurkenscheiben nach dem Schneiden oder Hobeln mit etwas Zucker, Salz und Pfeffer würzen, durchkneten, 10 Minuten stehen lassen und den entstandenen Sud dann abgießen - aber dabei auffangen. Den Sud können Sie dann einfach so trinken oder für einen grünen Smoothie verwenden.

Dressing für einen klassischen Gurkensalat – Passt immer gut zum Grillen oder auf ein Gartenfest.

1 EL Zitronensaft

1 EL Zucker

1 EL Weißweinessig

1 Schalotte oder kleine Zwiebel fein gewürfelt

1/2 Bund Dill frisch und fein gehackt

200 ml Sahne, Joghurt, Crème fraîche oder Sauerrahm; oder eine Mischung aus diesen je nachdem was Sie gerade dahaben.  

Salz und frisch gemahlenen Pfeffer


Alle Zutaten zu einem glatten, homogenen Dressing verrühren und über den Gurkensalat geben.



 

 

Tel.: 07042 9 20 64

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