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KW 29/19

Ökologische Schädlingsbekämpfung

Laus gegen Laus - so werden auf dem Biohof Braun die Gurkenblattläuse bekämpf

Blattläuse stellen ein ernstes Problem für die Landwirtschaft dar. Während die Schädlinge in konventionellen Betrieben mit chemischen Mitteln bekämpft werden können, muss man in der ökologischen Landwirtschaft auf andere Methoden zurückgreifen. Im Idealfall lässt man sich von den natürlichen Feinden der Schädlinge helfen. Aber wie stellt man sicher, dass zur richtigen Zeit auch genügend Helfer zur Stelle sind? Der Biohof Braun greift dafür auf die sogenannte Offene Zucht zurück.

Besonders Gurkenpflanzen sind von Blattläusen, den Gurkenläusen, gefährdet. Um rechtzeitig, schon vor dem Befall durch die Schädlinge, einen ausreichenden Bestand von Nützlingen sicherzustellen, werden diese gezielt gezüchtet. Vier Wochen vor dem Auspflanzen der Gurken wird eine mehltauresistente Getreideart (Gerste oder Weizen) ausgesät. Nachdem das Getreide herangewachsen ist, werden darauf Getreideläuse ausgesetzt. Diese dienen dem Blattlausfeind, der Schlupfwespe, unserem Nützling, später als Wirtstiere.

Zwei bis drei Wochen nachdem die Getreideläuse ausgebracht wurden, haben diese sich ausreichend vermehrt. Nun werden die Schlupfwespen auf dem Feld freigelassen. Mit Hilfe ihres Legestachels legen sie ein Ei in die Getreidelaus, aus dem ca. zwei Tage später eine Larve schlüpft. Diese ernährt sich von ihrem Wirt und durchläuft, im Innern der Getreidelaus mehrere Larvenstadien. Schließlich verpuppt sie sich und schlüpft als erwachsenes Tier durch ein kreisrundes Loch aus. Mit etwas Glück haben sich die Schlupfwespen, bis die Gurkenläuse einfliegen, so stark vermehrt, dass sie alle Schädlinge sicher und komplett bekämpfen können.

Tel.: 07042 9 20 64

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