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Wetterinformationen von Vaihingen
KW 14/16

Wochenbrief KW 14/2016

Wenn der Schwarzdorn blüht, dann...

Liebe Kunden/innen

Was für den Japaner die Kirschblüte, für den Pfälzer oder Elsässer die Mandelblüte, das ist für uns die Schwarzdornblüte. Es ist jedes Frühjahr ein faszinierendes Schauspiel, wenn der mit zartem frühlingsgrün schwarzgrau hinterlegten Landschaft, die Schwarzdornblüte eine neue Farbe hinzufügt, die wiederum nur kurze Zeit später von einem kräftigen dunkelgrün übermalt wird. Dann ist wirklich Frühling.

Auf unseren Feldern zeigt das vor drei Wochen ausgesäte Sommergetreide die ersten zarten Keimblätter an der Erdoberfläche, während das im Herbst gesäte Wintergetreide schon das ganze Feld begrünt. Bisher zeigt sich das Wetter von seiner guten Seite, Anfang März war es eine kurze Zeit trocken genug um das Sommergetreide zu säen und um die Böden für die weiteren nachfolgenden Kulturen vorzubereiten. Danach hat es genügend geregnet um die Saat ordentlich keimen zu lassen und um auch die Unkräuter auf den noch nicht besäten Feldern zum Keimen anzuregen. Diese Unkräuter werden in den nächsten Tagen, sofern es die Bodenverhältnisse zulassen, mit der Egge bekämpft. Ein hartes Wort, aber wer schon mal von Hand Unkraut gejätet hat, kann diese Ausdrucksweise nachvollziehen. Nach dieser Maßnahme folgt in den nächsten Wochen die Aussaat von Körnermais, Zuckermais, Kürbis, Zucchini und Bohnen.

In unseren Gewächshäusern wachsen die Kulturen jetzt sehr gut. Letzte Woche ernteten wir den letzten, noch im Herbst gepflanzten, Postelein. Nächste Woche wird auch die Winterkresse zum letzten Mal geschnitten. Nach diesen Kulturen werden Eiszapfen in das Gewächshaus gesät. In den nächsten Wochen gibt es dann auch schon Petersilie, Schnittlauch, Asiasalat, und Schnittsalat. Darauf folgen Kopfsalate, Kohlrabi und Mangold.

Bestimmt haben auch Sie in den letzten Wochen den Streit um die erneute Zulassung des Herbizides Glyphosat verfolgt. Nachdem dieses Herbizid nahezu allgegenwärtig nachgewiesen wird und die WHO von einer weiteren Zulassung und Verwendung abrät, sieht das Bundesamt für Risikobewertung hier keine Probleme. Das Bundesamt für Risikobewertung stützt sich bei der seiner Bewertung hier allerdings weitgehend auf die Studien der Hersteller von Glyphosatprodukten. Was der Öffentlichkeit in diesem Zusammenhang verschwiegen wurde, ist dass diese Studien nichtöffentlich sind und auch den Entscheidungsträgern, die über die Zu- oder auch Nichtzulassung des Mittels entscheiden müssen, nicht zugänglich sind. Für alle die nicht wissen was Glyphosat ist: Glyphosat ist so ein Hauwegmittel. Einmal auf die Felder gesprüht haut es wirklich alles weg was auf dem Acker wächst und keimt. Nach einer kurzen Karenzzeit kann dann die Aussaat der Hauptkultur erfolgen, die zumindest dann im Anfangsstadium keine Unkrautkonkurenz befürchten muss. Selbst der dümmste Bauer kann mit diesem und seinen verwanden Mitteln noch Ackerbau betreiben. Problematischer ist und war allerdings der Einsatz von Glyphosat zur Ernteerleichterung. Hierbei wird das Mittel zur beschleunigten Abreife der Kultur kurz vor der Ernte eingesetzt. Warum dieses Mittel nicht verboten wird hängt auch damit zusammen, dass die sog. Moderne Landwirtschaft von diesem Mittel abhängig ist, wie ein Junkie vom Heroin. Ein Verbot von Glyphosat käme einem kalten Entzug gleich und das ist schmerzhaft. Ich meine teuer, was aber in diesem Zusammenhang auf das gleiche hinausläuft.

Ich wünsche Ihnen eine schöne sonnige Frühlingswoche.

Michael Braun

Tel.: 07042 9 20 64

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