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Wetterinformationen von Vaihingen
KW 43/16

Es wird immer leerer

Liebe Kunden/innen,

draußen wird es immer leerer. Diese Woche haben wir den letzten Zuckermais geerntet. Jetzt steht noch ein wenig Paprika, Spinat und Mangold auf den Feldern. Wenn Sie aufmerksam über das Land fahren, sehen sie noch vereinzelt Mähdrescher auf den Feldern. Hier wird Körnermais gedroschen, so wie auch auf unserem Hof diese Woche. Nach dem Dreschen muss der Körnermais getrocknet werden um ihn einlagern zu können. Dann wird er nach und nach übers Jahr gemahlen und zu Geflügelfutter für unser Biofreilandgeflügel, in einer Mischung mit weiteren Getreidearten, verarbeitet. In den nächsten Wochen werden die abgeernteten Felder gegrubbert, gepflügt, geeggt um sie für die Aussaat des Wintergetreides vorzubereiten. Man unterscheidet die Getreidearten grob in Wintergetreide und Sommergetreide. Der Unterschied liegt darin, dass das Wintergetreide einen Kältereiz benötigt um aus der vegetativen Phase in die generative Phase zu wechseln. Einfacher gesagt: Ohne Kältereiz gibt es keine Ähre und somit kein Korn. Von vielen Getreidearten gibt es sowohl Winter-, als auch Sommersorten. Im Biologischen Landbau ist der Wechsel zwischen Winter– und Sommergetreidearten auch eine Maßnahme die Unkräuter zu bekämpfen, da viele Unkräuter bevorzugt entweder im Herbst oder im Frühjahr keimen. So kann man zum Beispiel Herbstkeimer durch den Anbau von Sommergetreide, das im Frühjahr gesät wird, durch eine Bodenbearbeitung im Frühjahr bekämpfen. Unkräuter die dagegen bevorzugt im Frühjahr keimen werden durch den Anbau von Wintergetreide im Frühjahr unterdrückt.

In unseren Gewächshäusern ist nun etwas Ruhe eingekehrt. Noch stehen die Tomaten, aber bis in zwei Wochen ist auch hier die Saison zu Ende. Auf die Tomaten folgt dann Feldsalat. Den schon vor drei Wochen gepflanzte Feldsalat können wir wohl schon übernächste Woche ernten.

Und draußen in der Welt will die Regierung die Schulen mit 5 Milliarden € digitalisieren. Obwohl in unserem Betrieb Computer, Server, Netzwerke, e-shop und Software verschiedenster Art den Betriebsablauf bestimmen, denke ich das brauchen die Schulen am wenigsten. Wer lesen kann und Bücher liest, wer sich der Lyrik nicht ganz verschließt und eine Rechenaufgabe mit drei ineinander verschachtelten Dreisätzen lösen kann, wer die Grundlagen von Physik und Chemie einigermaßen beherrscht und dazu vielleicht noch ein Musikinstrument spielt, kann auch Digital. Bei Dummheit hilft auch Excel nicht.

Ich wünsche Ihnen eine schöne sonnige Herbstwoche.
Michael Braun

Tel.: 07042 9 20 64

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