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KW 43/17

Diese zur Schau gestellte Hilflosigkeit

Liebe Kunden/innen,

was bleibt vom Sommer, nicht viel mehr als ein Haufen abgeernteter Tomatenpflanzen und Paprikapflanzen vor dem Gewächshaus. Pünktlich zum Beginn der Winterzeit haben wir die letzten Sommerkulturen aus den Gewächshäusern geräumt. Noch gab es keine Frostnächte und die Herbstsommertage der letzten Woche ließ uns den nahenden Winter fast vergessen. Rückblickend kann man jetzt schon sagen, es war ein gutes Gemüsejahr, abgesehen von den Spätfrösten im Mai. Jetzt sind die Felder aber fast leer. Diese Woche ernteten wir den allerletzten Zuckermais und nur noch ein wenig Mangold steht einsam auf dem Acker. In unseren Gewächshäusern herrscht jedoch Hochbetrieb, die Sommerkulturen müssen entfernt werden und wöchentlich pflanzen wir nachfolgend Feldsalat, Winterkresse und Postelein. Von den Frühherbstpflanzungen stehen noch Endivie, Ampfer, Asiasalate, Ruccola, Hirschhornwegerich, sowie Petersilie und Schnittlauch in den Gewächshäusern.

Und draußen in der Welt wundert man sich über das Verschwinden der Insekten. 75% weniger in 10 Jahren. Unser Ministerpräsident Herr Kretschmann ist darüber besorgt. Mich besorgt, warum jemand besorgt ist, der Macht und Möglichkeiten hätte dies zu ändern. Diese zur Schau gestellte Hilflosigkeit macht mich ärgerlich. Was könnte er tun! Die Straßenränder nur noch einmal mähen, die landeseigenen Felder und Wiesen nur noch an Biobetriebe verpachten, die Förderprogramme des Landes für die Bauern dahingehend ändern, dass keine Herbizide und Insektizide eigesetzt werden und daß die Wiesen erst im Juli geschnitten werden dürfen. Auf den Punkt gebracht, er muss das Ländle zum Erblühen bringen.

Diese schleichenden langsamen Veränderungen sind gefährlich, weil sie uns zu schnell das Vergangene vergessen lassen. Wir gewöhnen uns so schnell an das Gegenwärtige. Ich habe noch Rebhühner und Fasanen gesehen. Wo sind sie geblieben. Sie sind einfach weg. Nahezu ausgerottet. Und niemand erinnert sich an sie. Seit zwei Jahren sind die Hornissen und die Wespen ausgeblieben, in fünf Jahren sind sie vergessen. Doch nicht nur in diesem Bereich sind wir Vergesslich und zu gegenwärtig, auch unsere Sprache ändert sich. Früher waren die Fremden zwar uns fremd, aber willkommen. Heute wird so selbstverständlich gehasst.

Bitte beachten Sie, dass wir in der nächsten Woche wegen den beiden Feiertagen am Dienstag und Mittwoch an diesen beiden Tagen nicht ausliefern. Die Lieferungen von Donnerstag und Freitag kommen einen Tag später.

Ich wünsche Ihnen eine schöne erholsame Woche.
Grüße
Michael Braun

Tel.: 07042 9 20 64

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