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Wetterinformationen von Vaihingen
KW 34/18

...daß es mol wiedr so richtich regort.

Liebe Kunden/innenSeit meinem letzten Rundmail hat sich nicht viel an dem Wetter geändert. Ab und zu ein Regenschauer, der aber letztlich nur bewirkte, dass es bei der zurzeit anstehenden Bodenbearbeitung nicht staubt. Doch selbst darüber ist man schon dankbar. Seit über dreißig Jahren mache ich nun diese Arbeit und zählt man die Jungendzeit dazu, noch 15 Jahre mehr. Es gab in dieser Zeit nasse Jahre und trockene Jahre. Beide hinterließen Spuren, die weit in die Folgejahre reichten. Dass die Erinnerung trügerisch ist, ist mir bewusst, doch habe ich noch nie ein Jahr wie dieses erlebt. Der zweite und dritte Schnitt von den Wiesen fällt total aus, die Getreideernte wurde so früh wie nie eingebracht, die Silomaisernte für das Milchvieh und für die Biogasanlagen begann in der ersten Augustwoche und wird voraussichtliche bis Ende August abgeschlossen sein. Das ist 6 Wochen früher als in den Jahren zuvor.Auf unseren Feldern stehen noch Zuckermais, Kürbis, Zucchini, Mangold und Buschbohnen. Diese Woche habe ich den Mangold umgebrochen, in der nächsten Woche werde ich die Buschbohnen umbrechen. Den Zuckermais lasse ich noch eine Weile stehen, aber auch hier zeichnet sich ein 100%iger Totalausfall ab. Begreifen Sie diese Mail nicht als Klage, das ist eine Zustandsbeschreibung der jetzigen Situation. Unser Betrieb verkraftet das relativ gut, da wir mehrere Standbeine haben auf denen wir stehen.

Zudem hatten wir in unserer Region noch das Glück, dass wir ein sehr regenreiches Frühjahr hatten. Die Getreideernte war gut, selbst die Kartoffelernte und die Kürbissernte sind von der Trockenheit noch so nicht sehr betroffen, hier erwarten wir mittlere bis etwas unterdurchschnittliche Erträge. Für alle anderen Kulturen. die üblicherweise im September und Oktober geentet werden und nicht künstlich bewässert werden konnten, wird es problematisch. Das betrifft insbesondere den Mais, Zuckerrüben, Möhren, Pastinaken etc.

Am schlimmsten sind jedoch die milchviehhaltenden Betriebe im Norden und Osten von Deutschland betroffen, sofern sie sich nicht für 1,5 bis 2 Jahren mit Grundfutter aus den letzten Jahren bevorratet haben.

In unseren Gewächshäusern ist die Situation etwas entspannter. Tomaten Gurken und Paprika stehen in vollem Ertrag. Die Läuse halten sich zurück und die Pilzkrankheiten, wie Krautfäule an Tomaten, oder Mehltau an Gurken, treten bisher nur vereinzelt auf.

Und draußen in der Welt will unser Ministerpräsident den schwäbischen Dialekt retten. Das ist populistisch peinlich, als ob es nichts Wichtigeres zu tun gäbe.

I wensch Ihne schene Sommorferia, on mir wensche, daß es mol wiedr so richtich regort. (geht doch noch)Michael Braun

Tel.: 07042 9 20 64

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