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Biohof Braun
71665 Vaihingen Aurich
Tel.: 07042 9 20 64
Fax. : 07042 9 23 72
eMail info@biohof-braun.de
www.biohof-braun.de

Auf den Bildern sehen Sie Familie Burger beim Möhrenwaschen

Dinkelbackfermentbrot

 gebacken aus Dinkelvollkorn, Meersalz ,Maisbackferment Lieferung nur Di.

1000g 4,05€
Roggenbrot
gebacken aus Roggenvollkornschrot, Maisbackferment, Meersalz, Hefe
1000g 3,80€
500g 2,20€
Saatenbrot
Roggenvollkornschrot, Weizenvollkornschrot, Roggensauerteig, Sesam, Leinsaat, Sonnenblumenkerne, Meersalz, Hefe
1000g 3,80€


Liebe Kunden/innen KW 03_2010

Diese Woche am Montag wurde unser Betrieb für seine über 30 jährige Zugehörigkeit zum Biolandverband geehrt. Stellvertretend für unsere Eltern habe ich diese Ehrung entgegengenommen. Rückblickend auf das Jahr 1972 als unsere Eltern unseren Betrieb auf den ökologischen Landbau umstellten, möchte ich hier drei Punkte anmerken wie ich als Kind seinerzeit diese Zeit erlebte.

Zum Einen gab es zu dieser Zeit, Anfang der 70er Jahre wohl fast keinen Tag an dem ich den Biolandverband nicht verfluchte. Neidvoll schaute ich auf die Nachbarfelder auf denen kein Unkraut wuchs, während wir wochenlang mit Unkraut jäten, Distel stechen und Ampfer ausgraben beschäftigt waren. Zum Anderen kamen in diesen ersten Jahren der Umstellung noch enorme finanzielle Einbußen durch drastische Ertragsrückgänge hinzu. Es gab keine Beratung und auch der Markt für Produkte aus ökologischer Landwirtschaft war erst in den Anfängen, so dass unsere Eltern in den Anfangsjahren viele ihrer Erzeugnisse konventionell vermarkten mussten.

In Erinnerung blieb mir aber auch der zu dieser Zeit sehr große Zusammenhalt der Bioland-Landwirte und Bioland-Gärtner. Es war wie eine kleine Familie, in der man sich Beistand und auch gegenseitig half. Keine Information und auch kein Wissen wurde zurückgehalten. Ca. 50 Biolandmitglieder gab es damals im gesamten Bundesgebiet. Heute sind es mehrere Tausend.

Rückblickend bewundere ich unsere Eltern heute für Ihre Entscheidung, die bestimmt manches Mal verzweifelt ob der Probleme waren, aber sich trotzdem nie von ihrem Ziel abbringen ließen.

Mit den Worten von Andre Kabakov lässt sich diese damalige Situation vielleicht am Besten beschreiben.
„Wenn du wissen willst ob du ein Schicksal hast, riskiere es.
Springe aus der Höhe in die Tiefe
Ohne dich umzudrehen und dich um irgendetwas zu bekümmern.
Wenn dir dann im Fluge Flügel auf dem Rücken wachsen, weißt du dass sich jemand um dich sorgt.“


Liebe Kunden und Kundinnen. Jahresrundbrief 2009

Ein Jahr Wirtschaftskrise haben wir hinter uns. Heute gebe ich zu, dass ich des öfteren  Angst hatte vor der Zukunft und da die Dinge, die geschahen, ja nicht ursächlich mit dem eigenen Handeln zusammenhingen, ist man in solchen Situationen manchmal geneigt in eine Schockstarre zu verfallen, unfähig zu einer angemessenen Reaktion. Aber zum Glück waren das nur sehr seltene Momente. Dank Ihnen liebe Kunden. Ich weiß es sehr wohl zu schätzen, dass trotz Kurzarbeit und auch evtl. drohender Arbeitslosigkeit Sie auch in diesem Jahr unsere Produkte, die natürlich etwas teuerer sind als konventionelle Lebensmittel, gekauft haben.

Heute, nun fast am Jahresende, vergleiche ich  dann wie jedes Jahr immer wieder, das am Jahresanfang gewünschte mit dem am Jahresende erreichte, und stelle mit Erstaunen fest, dass alles mal wieder ganz anders ist, als man es sich gewünscht oder auch vorgestellt hat.

Wir wollten in diesem Jahr unsere alte Packhalle umbauen um darin Gemüse verarbeiten zu können.  Doch schon kurz nach dem Beginn der Bauarbeiten, stellte sich heraus, dass der Umbau sich aufwendiger gestaltete als angenommen. Auch waren durch die Konjunkturprogramme des Bundes die Baufirmen so stark ausgelastet, dass wir auf Ausschreibungen zum Teil keine oder nur sehr überteuerte Angebote bekamen. Daher stellten wir diese Umbaumaßnahme  zurück auch weil sich zwischenzeitlich zur Jahresmitte ein anders Projekt anbot.
Unser Kollege Markus Arzt aus Heimerdingen, er bewirtschaftet einen großen auf Ruccola und Feldsalat spezialisierten Gemüsebaubetrieb, bot uns an sein Gemüse-Abo an das Unsere anzugliedern.

Bei Marcus Arzt wird seit der Betriebsgründung 1989 biologisch angebaut. Auf einem Lehrgang über den biologischen Landbau bei Dr. Hans Müller, dem Begründer des organisch- biologischen Landbaus, auf der Bauernschule Möschberg in der Schweiz, lernten Markus Arzt und ich dann das Prinzip des Gemüse-Abos  kennen. Nach der Rückkehr entschlossen wir uns, das Gemüse-Abo auch zwischen Neckar und Enz zu etablieren und konnten schon nach kurzer Zeit viele begeisterte Kunden gewinnen. Um möglichst regional und mit kurzen Fahrstrecken unsere Kunden zu erreichen, teilten wir seinerzeit unsere Liefergebiete auf. Wir vom Biohof Braun versorgte den Enzkreis, Markus Arzt war in Ludwigsburg, Stuttgart und auf den Fildern aktiv.
Aber in zwanzig Jahren entwickelt sich natürlich auch ein Bauernhof weiter. Marcus Arzt spezialisierte sich in den letzten Jahren stark auf den Gemüseanbau in Gewächshäusern. Heute ist er einer der größten Bio-Rucola- und Feldsalatanbauer im Süddeutschen Raum. Außerdem wachsen auf 10 Hektar Land Kürbisse und Salate. Neben der Vermarktung durch den Lieferservice wird in großem Umfang der Handel bedient. Marcus Arzt wird und will sich noch stärker als bisher auf den Anbaubetrieb und die Vergrößerung der Gewächshausflächen konzentrieren, während wir vom Biohof-Braun, neben unserem vielfältigen Anbau, den Lieferservice weiterentwickeln wollen.

Nach anfänglichem Zögern, nahmen wir das Angebot an und beliefern seit dem ersten August nun auch den Stuttgarter Raum. Wir mussten dann auf einen Schlag 30% mehr Kunden bewältigen. Wir mussten neue Mitarbeiter einstellen, neue Fahrzeuge kaufen, und was am schwierigsten war, die Touren in Stuttgart komplett neu zu zuschneiden. Dank unserer hervorragend motivierten Mitarbeiter/innen haben wir aber das Alles, nach einem etwas holprigen Anfang, ganz gut auf den Weg gebracht. Geholfen hat uns dabei der Umstand, dass wir vor zwei Jahren eine neue Packhalle gebaut haben, in der wir genügend Kapazitäten haben auch noch mehr Kunden zu bedienen.

Heute am Jahresende bin ich froh, diesen Schritt gewagt zu haben, wohl wissend, dass mehr Kunden nicht unbedingt mehr Einkommen oder auch mehr Glück versprechen. Heute weiß ich auch rückblickend, dass eine optimale Betriebsgröße eine sehr sensible Angelegenheit ist, an die man sich herantasten muß um die Grenze zu erkennen die vor dem Abgrund ist. Froh bin ich aber deshalb, da wir nun in der Lage sind unsere Produkte aus unseren Gewächshäusern zu 100% direkt über unseren Lieferservice verkaufen zu können.

Das Gemüsebaujahr war abgesehen von dem doch sehr kalten Frühjahr und dem trockenen Herbst ein gutes Jahr. Der trockene Herbst hat uns beim Radies- und Spinatanbau eine Strich durch die Rechnung gemacht und auch der erste Frost Mitte Oktober hat unsere Pepperoni vernichtet. Dafür war es ein sehr gutes Tomatenjahr und auch der Feldsalat in unseren Gewächshäusern steht so gut wie kaum in den Jahren zuvor. Neu im Anbauprogramm hatten wir in diesem Jahr Auberginen im Freiland und Artischocken. Beide Kulturen waren erfolgreich und werden wir im nächsten Jahr voraussichtlich auch ausdehnen. Neu ins Programm aufnehmen wollen wir im nächsten Jahr wieder Paprika im Freiland und wir wollen auch Eschen ansäen als Test inwieweit sie sich als Energiepflanzen eignen. Wenn wir dann noch genügend Zeit und Muse haben wollen wir noch ein Gewächshaus zur Topfkräuterproduktionsfläche umbauen.

Auch unsere Feilandgeflügelhaltung war dieses Jahr wieder erfolgreich, aber auch hier stehen in mehreren Bereichen Veränderungen an die Investitionen erforderlich machen. Zum Einen müssen wir unsere Hofmetzgerei entsprechend den geforderten EU-Normen umbauen, und zum Anderen machen wir uns Gedanken darüber, wie wir die Freilandhaltung noch weiter verbessern können. Aus den Erfahrungen der letzten Jahren haben wir erkannt, dass es notwendig sein wird die Felder auf denen wir die Tiere halten mit Pflanzen zu möblieren um den Tieren einen ganzjährigen Schutz sowohl vor Greifvögel als auch vor extremen Witterungseinflüssen zu bieten. Denn wenn das Geflügel ein entsprechendes Alter hat braucht es nicht unbedingt einen Stall, wenn die Umgebung einen Schutz durch Bepflanzung bietet. Gedanken machen wir uns auch über Anzuchtställe für unser Geflügel. Da die Freilandhaltung eine  Mobilität dieser Ställe erforderlich macht die notwendig ist um den Nitrateintrag ins Grundwasser und um Krankheiten zu vermeiden, ist deren Konzeption gar nicht so einfach. Die auf dem Markt angebotenen mobilen Ställe für diesen Zweck beschränken sich auf Flächen die sehr eben sind. Da wir diese ebenen Flächen bei uns nicht vorfinden müssen wir diese Ställe selbst entwickeln.

Für unseren Lieferservice wollen wir nächstes Jahr endlich unsere alte Packhalle umbauen, um Ihnen dann ein noch umfangreicheres Sortiment anbieten  zu können. Wir denken hier an die einfache Vorverarbeitung unseres Gemüses zu kleineren Einheiten um auch hier auf den demografischen Wandel unserer Gesellschaft zu reagieren. Wir wissen, dass immer mehr kleinere 1 bis 2 Personenhaushalte Probleme mit unseren oft zu großen Gemüseportionen haben. 

Wir werden in diesem Jahr zwei Wochen Betriebsferien machen. Es ist die Woche nach Weihnachten und die erste Woche im neuen Jahr. Wir freuen uns darauf und freuen uns auch darauf, Sie wieder ab der 2. Woche im neuen Jahr beliefern zu dürfen.

Bitte beachten Sie, wenn Sie nur alle 2 Wochen beliefert werden und Ihre letzte Lieferung in diesem Jahr in der Weihnachtswoche bekommen ist Ihre erste Lieferung im neuen Jahr erst in der 3. Kalenderwoche. Wenn Sie schon in der 2. Kalenderwoche beliefert werden wollen lassen Sie uns dies bitte wissen.

Bitte beachten Sie auch unsere geänderten Liefertermine in der Weihnachtswoche. Wir werden alle Touren bis am Mittwoch vor Weihnachten ausliefern.

Wie schon die letzten Jahre gibt es auch dieses Jahr kein Weihnachtsgeschenk von uns. Dafür geht ein entsprechender Betrag an das Hilfswerk terre des hommes .

Wir wünschen Ihnen, Ihren Familien und Ihren Freunden ein schönes Weihnachtsfest. Für das nächste Jahr wünschen wir Ihnen Gesundheit, inneren Frieden, Gelassenheit und einen sichern Arbeitsplatz.

Michael Braun und alle Mitarbeiter/innen vom Biohof-Braun


 

Liebe Kunden/innen/ KW 50

Warum ist die Milch so billig? Weil es zu viel Milch gibt! Ich denke vor dieser Antwort und der Verantwortung die sich daraus ergibt, kann sich kein Milchbauer drücken. Natürlich spielt auch die Konzentration im Lebensmitteleinzelhandel eine entscheidende Rolle. Wenn 5 Abnehmer einigen hundert Molkereien entgegenstehen ist es ein leichtes die Molkereien in Zeiten der Überproduktion gegeneinander auszuspielen. Als Gemüseanbauer ist einem allerdings der Protest der Milchbauern etwas befremdlich. Wenn ein Gemüsebauer seine Kosten durch die Verkaufspreise nicht mehr decken kann wird die Gemüsekultur gefräst und eine solche Erfahrung lässt einen dann im folgenden Jahr vielleicht etwas vorsichtiger planen. Natürlich, so werden Sie jetzt einwenden, kann man Kühe nicht einfach unterfräsen, aber man kann weniger Kühe halten, oder man kann weniger Kraftfutter füttern. Eine Preisgarantie, wie sie von vielen Milchbauern jetzt gefordert wird, hätte eine Fortsetzung der Milchkontingentierung so wie sie 1984 eingeführt wurde zur Folge. Die Milchkontingentierung hat tatsächlich den Milchpreis seit ihrer Einführung bis vor zwei Jahren weitgehend, allerdings auf einem niedrigen Niveau, stabil gehalten. Allerdings hat auch sie, und das wollen viele Milchbauern nicht wahrhaben, den Strukturwandel in der Milchviehhaltung nicht stoppen können. Einer der größten Fehler bei der Einführung der Milchkontingente war, dass dieses Recht eine bestimmte Menge Milch produzieren zu dürfen in das Eigentum der Milchbauern überging und auch frei Handelbar war. Betriebe die mehr Milchkühe halten wollten mussten daher Milchquoten von Kollegen kaufen, die ihre Milchproduktion aufgaben. Die Preise die für diese Rechte bezahlt wurden betrugen noch bis vor wenigen Jahren oft die hälfte dessen was an Investitionen für einen Milchkuhplatz notwendig war. Diese Zahlungen, verursacht durch die Kontingentierung belasten viele Milchbauern noch heute. So gesehen hat die Milchkontingentierung den heute verbleibenden Milchbauern keinen großen Vorteil gebracht. Diejenigen die Ihre Milchproduktion aber aufgaben konnten bis vor zwei Jahren, durch den Verkauf der Kontingente, noch sehr hohe Gewinne realisieren. Heute nachdem klar ist, dass die Quote voraussichtlich 2015 abgeschafft wird, tendieren die Quotenpreise gegen Null.
Aus diesen Erkenntnissen könnte man nun argumentieren, dass die Milchbauern ohne Milchkontingentierung mittelfristig ein besseres Einkommen zu erwarten hätten. Wenn wir nun allerdings auf diese Bereiche der Tierhaltung schauen in denen es keine Mengenregulierung durch den Staat gibt, fällt einem sofort auf, dass hier Massentierhaltung, oft im industriellen Maßstab betrieben wird. So soll zum Beispiel in den Neuen Bundeslädern eine Zuchtsauenanlage für 10 000 Muttersauen entstehen, die jährlich 250 000 Ferkel erzeugen. Und eine niederländische Fa. plant eine Schweinemastanlage für 90 000 Mastschweine.
Nur so kann man ein Schnitzel für 3 €/kg erzeugen. Bei Hühnern und Mastgeflügel ist es nicht anders. Und das so behaupte ich ist auch politisch so gewollt. Nahrungsmittel als Inflationsbremse auf dem Rücken der Tiere ausgetragen.

Zurück zu den Kühen. In der Milchkuhhaltung sehe ich heute schon tendenzen die in die gleiche Richtung gehen. Hier spielt weniger die Bestandesgröße die entscheidende Rolle, als vielmehr die Milchmenge, die eine Milchkuh pro Jahr geben muß. Milchmengen pro Kuh von 9000 bis 10000 l pro Jahr sind heute keine Seltenheit und werden auch von vielen Betrieben natürlich angestrebt. Durch die Fortschritte in Züchtungstechniken und Züchtungspraktiken können auch diese Leistungen heute von vielen Betrieben erreicht werden. Nur was sagt die Kuh dazu. Die Kuh sagt in der Regel bei diesen Leistungen nach 3 Laktationsperioden gar nichts mehr, weil ihr Körper und ihr Stoffwechsel diesen Leistungen nicht dauerhaft standhält. Fruchtbarkeitsstörungen und durch Stoffwechselanomalien  und Euterentzündungen sind häufige Gründe dafür. Egal ob die Milchpreise hoch oder niedrig sind geht die Entwicklung in diese Richtung. Bei hohen Milchpreisen wird diese Entwicklung noch forciert, da der Grenzgewinn von dem letzten Liter Milch, den ich für das letzte von der Kuh gefressene Kraftfutter erhalte, die Milchleistung nach oben verschiebt.

Sie sehen, liebe Kunden/innen, dass es selbst mir sehr schwer fällt hier zu richtigen Entscheidungen zu gelangen.

Wir im ökologischen Landbau versuchen durch eine Zucht auf Lebensleistung hier einen anderen Weg zu gehen. Der Zuchtwert einer Milchkuh bemisst sich hier nicht an den kurzfristigen jährlichen Leistungen, sondern an der Milchmenge die eine Milchkuh in Ihrem ganzen Leben gibt. Nur das dauert, da der Zuchtwert einer Milchkuh die 10 Jahre alt wird, natürlich erst auch dann entgültig ermittelt werden kann. Das Ergebnis sind allerdings robuste Langlebige Milchkühe.

Sie können auch diese Entwicklung ganz persönlich unterstützen. In unserem angebot finden Sie Milch und Milchprodukte vom Biolandbetrieb Blessing. Familie Blessing iost ein führender Betrieb der Zucht auf Langlebigkeit. Die Milch von 50 Milchkühen wird in der hofeigenen Käserei zu Frischmilch, Quark, Joughurt Sahne  und Käse verarbeitet. Probieren Sie mal die Frischmilch. Die Milchflaschen sind zugegebenerweise etwas gewöhnungsbedürtig, aber sie schmecken hier auch den Lauf der Jahreszeiten. Sie schmecken im Winter das Heu und die Silage und im Frühjahr und Sommer das frische Gras.

Bitte beachten Sie in der nächsten Woche auch unsere Bestellliste für das Weihnachtsgeflügel und unseren Weihnachtswein. Bestellen Sie bitte das Geflügel frühzeitig.

 

Liebe Kunden/innen. KW 47

Warum bauen wir nicht mehr Produkte selbst an. Wenn Sie unsere Artikelliste durchsehen werden Sie feststellen, dass speziell im Winter und auch im frühen Frühjahr relativ wenige Produkte von unserem Betrieb sind.
Aber diese Feststellung täuscht über die wirklichen Tatsachen hinweg.

Übers Jahr bauen wir ca. 50 bis 60 verschiedene Gemüsekulturen in unseren Gewächshäusern und im Freiland an. Das sind keine Alibikulturen von wenigen m² wie sie mache andere Abobetriebe vortäuschen, sondern ein professioneller gärtnerischer Anbau.  Jede dieser einzelnen Kulturen, Ob Tomate, Paprika, Aubergine oder Feldsalat hat seine eigenen Ansprüche und Besonderheiten denen man, soll die Kultur erfolgreich sein, auch gerecht werden muss. In unseren Gewächshäusern pflanzen wir Tomaten, Paprika, Schlangengurken, Salate, Radies, Kräuter und Feldsalat. Im Freiland beschränken wir uns zur Zeit auf Kulturen die ohne künstliche Beregnung  auskommen. Das sind hauptsächlich Wurzelgemüsearten und Lauch. Daneben wachsen auf unseren Feldern auch noch Getreide, Mais und Feldfutter. Landgockel und Puten, die wir das ganze Jahr über halten und Enten und Gänse zu Weihnachten runden unser Angebot ab.

Neben Anbau und der Tierhaltung haben wir noch eine Hofladen, eine Hofmetzgerei für unser Freilandgeflügel und unseren Lieferservice.
Sie sehen das ist alles sehr komplex und eine ganze Menge Arbeit für viele Menschen, und trotzdem versuchen wir uns jedes Jahr wieder an einer neuen Kultur oder an einem neuen Verfahren. Dieses Jahr probierten wir Artischocken im Freiland aus. Im nächsten Jahr wollen wir uns damit beschäftigen wie wir die Freilandhaltung unseres Geflügels verbessern können. Wir denken hier über ein abgewandeltes Agroforstingsystem nach.  Das heißt wir wollen Gehölze auf die Felder pflanzen unter denen unser Geflügel Schutz vor Witterung und Raubvogel hat. Gleichzeitig sollen diese Gehölze auch nach ein 10 bis 20 Jahre Jahren verwertbar sein und zwischen den Gehölzen soll  wegen dem Fruchtwechsel auch noch Ackerbau betrieben werden können.

Neben unserem eigenen Anbau und unserer Geflügelhaltung haben wir uns in den letzten 20 Jahren ein Netzwerk von Lieferanten aufgebaut zu denen wir Vertrauen haben und die in ihrem Bereich zum Teil hoch spezialisiert sind. Obwohl wir das Eine oder Andere auch selbst machen könnten, tun wir es nicht, weil diese Betriebe sich auf uns verlassen, dass wir ihre Ware abnehmen und weil sie in der Regel, auch ihre Produkte preiswerter produzieren als wir es je könnten. Diesen Preisvorteil geben wir natürlich an Sie weiter.

Wir wollen Ihnen nun in einer kleinen Reihe diese Betriebe vorstellen.
Heute stellen wir Ihnen die Familie Burger aus Nussdorf vor. Dieser Biolandbetrieb beliefert uns mit Möhren.
Familie Burger hat vor über 20 Jahren auf den ökologischen Landbau umgestellt. Damals bauten sie, auch wie wir, ein breites Spektrum an Wurzelgemüse an. Heute haben sie sich neben dem Getreideanbau  auf den Möhrenanbau spezialisiert. Der Möhrenanbau in unserer Gegend mit den schweren Böden ist nicht einfach, aber die Möhren die auf diesen Böden wachsen sind die Besten und nicht zu vergleichen mit Möhren die auf leichten Sandböden wachsen. Drei Fragen waren hier zu beantworten. Wie bekommt man die Unkrautbekämpfung nach der Aussaat in den Griff, wie bekommt man die Möhren im Herbst aus dem schweren Boden und wie kann man die Möhren bis ins Frühjahr ohne größere Verluste lagern. Es hat mehr als 10 Jahre gedauert bis diese Fragen einigermaßen zufriedenstellend beantwortet waren, aber heute so kann ich behaupten ist der Betrieb der Familie Burger einer der besten Biomöhrenanbaubetriebe in Deutschland. Durch eine ausgewogene weitgestellte Fruchtfolge und durch den Einsatz moderner Hacktechnik und Abflammtechnik wurde das Unkrautproblem gut gelöst. Durch den Anbau auf großen Dämmen können heute die Möhren auch im Herbst unter schwierigen Witterungsbedingungen geerntet werden, und durch  moderne Kühlanlagen und durch eine ausgefeilte Wasch- und Aufbereitungsstraße kann Familie Burger bis ins nächste Frühjahr hervorragende Möhren liefern.

Liebe Kunden/innen KW 45

Weihnachten steht zwar noch nicht vor der Türe, aber am 24.12. ist es dann wirklich zu spät über das Geschenk für den oder die Liebsten nachzudenken,  geschweige denn es noch zu besorgen. Deshalb haben wir für Sie nachgedacht und legen Ihnen bei Ihrer nächsten Lieferung einen Geschenkgutschein in die Kiste. Den Geschenkgutschein können Sie uns direkt zukommen lassen oder Ihre Beschenkten können ihn bei uns einlösen. Auf dem Geschenkgutschein ist auch noch Platz für eine persönliche Nachricht für Ihre Beschenkten.
Aber das Schönste und Beste kommt jetzt. Für jeden Geschenkgutschein der durch Sie bei uns eingereicht wird, bekommen Sie ein Geschenk von uns. Darüber können Sie sich dann freuen.

Auf unseren Feldern sähen wir zur Zeit das Wintergetreide ein und in den Gewächshäusern wurde diese Woche der letzte Endivie geerntet.


Liebe Kunden/innen_KW_41

Zur Zeit werden unsere Gewächshäuser mit Feldsalat bepflanzt. Nach dem Losbinden der Tomaten- oder Paprikabestände werden diese mit einer Maschine fein zerkleinert. Anschließend wird der Boden mit der am Traktor angebauten Fräse zerkleinert und eingeebnet. Mit einer Handwalze werden dann die Pflanzlöcher für die Feldsalatjungpflanzen markiert. Der Feldsalat wir von Hand gepflanzt, er wird dabei einfach in die vormarkierten Pflanzlöcher gestellt. Wir pflanzen 100 Pflanzen/m². Nach dem Pflanzen wird kräftig beregnet. In den 4 bis 6 Tagen darauf wir werden die Jungpflanzen jeden Morgen kurz beregnet um ein austrocknen der Presstöpfe zu verhindern. Wenn der Feldsalat fest in die Erde eingewurzelt ist wird nur noch selten, und wenn, dann auch nur in den Morgenstunden beregnet, denn nur so ist gewährleistet, dass die Feldsalatbestände schnell abtrocken. Das ist wichtig, damit sich die Schadpilze nicht im Feldsalat ausbreiten. Gegen diese Pilzkrankheiten sprühen wir vorbeugend alle 4 bis 6 Tagen eine Mischung aus Fenchelöl und Backpulver. Das Fenchelöl kräftigt die Pflanzen und das Backpulver verändert den Ph-Wert auf der Blattoberfläche so, dass sich die Schadpilze nicht darauf ansiedeln können.
Die Jungplfanzen beziehen wir von der Biolandgärtnerei Natterer aus Vaihingen. Wenn Sie mit dem ICE von Stuttgart nach Mannheim unterwegs sind, können sie diese große Jungpflanzengärtnerei aus der Vogelperspektive bei der Überquerung den Enztales sehen.


Liebe Kunden/innen_KW_34

Nun hat die Krise auch die Bios erreicht. Nach den Boomjahren zwischen
2003 und 2008, in welchen viele immer wieder von Umsatzzuwächsen im
zweistelligen Bereich berichtet wurde, wird dieses Jahr ein
Umsatzrückgang im einstelligen Bereich erwartet.

Rückblickend muß man sich die Frage stellen, war der Bioboom ein Boom
oder war er nicht in Wirklichkeit ein von den Marktteilnehmnern
überschätztes Büümle.

Bei einem Marktanteil der Bioprodukte am gesamten Lebensmittelumsatz
von vier bis fünf Prozent, bedeutet ein Wachstum von 20 Prozent eine
Steigerung des Marktanteiles um nicht einmal  ein Prozent.

Das ist die eine Seite, die zweite ist, daß viele Marktteilnehmer,
manchmal vielleicht auch ganz unbewusst diese Situation ausnutzen und
sie es sich, da die Ware immer knapp war, sich bequem machten.

Bei einem Gespräch mit einem unsere Großhändler im Fruhjahr 2007, als
er mir mal wieder von seinen gigantischen Umsatzzuwächsen erzählte,
sagte ich ihm, er solle doch mal nachprüfen ob er auch im Vergleich
zum Vorjahr wirklich mehr Ware verkauft hat, oder ob die
Umsatzzuwächse nicht aus Preissteigerungen resultierten. Ein paar Tage
später schickte er mir das Ergebnis. Es war ernüchternd. Er hatte im
ersten Quartal 2007 trotz 3% weniger verkaufter Ware einen
Umsatzzuwachs von knappen 10%.  Dieses Ergebnis so denke ich, kann man
über die gesamte Branche legen. Der Bioboom hat ohne Zweifel die Ware
am Markt verknappt. Diese Situation nutzten viele der Marktteilnehmer
aus und erhöhten ihre Verkaufspreise, während andere wiederum ihre
Handelsspannen ausdehnten. Ich denke heute, daß  der Multiplikation
dieser beiden Faktoren (höhere Einkaufspreise plus höhere
Handesspannen) ein großer Teil des Biobooms geschuldet ist. Jetzt im
Abschwung und in der Krise rächt sich natürlich dieses Verhalten vierfach.
Die Mengen werden weniger, das Angebot größer, die Preise günstiger
und durch den Konkurenzdruck müssen auch die Handelsspannen reduziert werden.
Das sind vier Faktoren, deren Ergebnis in der Multiplikation zur Zeit
manche in einen tiefen Abgrund schauen lassen.

Schade ist nur, daß es hier wie so oft mal wieder zuerst die falschen
erwischt, jene die mit großem Engagement Bio zu dem gemacht haben was
es heute ist. Lidl Aldi und Co werden vorausichtlich wie immer
gestärkt aus dieser Krise  hervorgehen.

Wir sind in den letzten Jahren moderat mit einigen Rückschlägen gewachsen.
Den ersten Umsatzrückgang mussten wir hinnehmen als die New Economy
Blase platzte, den zweiten Umsatzrückgang erlebten wir zwischen 2006
und 2007 als der Lebensmitteleinzelhandel sein Biosortiment massiv
erweiterte und die Biosuppermärkte an jeder Ecke aus dem Boden schossen.
Die Wirtschaftskrise mit Ihren Folgen wie Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit hat sich bei uns, zu unserem Erstaunen, bisher noch nicht bemerkbar gemacht. Das, so wissen wir, kann sich aber sehr schnell ändern, wenn die
Menschen von der Kurzarbeit in die Arbeitslosigkeit gehen.

Da wir all diese Dinge aber nicht beeinflussen können, sähen wir
hoffnungsvoll unseren Spinat und unsere Radieschen für die Herbst und Winterernte.

Wir wünschen Ihnen erholsame Ferien und ein sonniges aber nicht zu
heißes Wochenende.


Das Problem: Die Un“Fairness” des neoliberalen Handelsregimes.

Es ist wichtig zu verstehen, warum Fairer Handel überhaupt notwendig ist. Die klassische Freihandelstheorie, die auf Adam Smith’s und David Ricardo’s Theorie des komperativen Vorteils beruht, behauptet, dass Länder davon profitieren, wenn sie sich spezialisieren und das exportieren, was sie relativ gut herstellen können und das importieren, was sie nicht genügend selbst produzieren. Da es zum Beispiel aufgrund des Klimas in Deutschland nicht möglich ist Kaffee anzubauen, und da in Bolivien die Infrastruktur und der technologische Fortschritt nicht ausreichen um Autos zu produzieren, werden beide Länder davon profitieren, ihre Märkte für gegenseitigen Handel zu öffnen. Der Theorie nach ist freier Handel eine win-win Situation aus der jeder Nutzen zieht und in der niemand etwas verliert (in absoluten Zahlen, wobei verhältnismäßige Verluste eingeräumt werden). Aber die soziale Realität beweist das Gegenteil: internationaler Handel ist (neben anderen Dingen) für die gegenwärtige Situation verheerender Armut eines Großteils der Menschheit verantwortlich (McMichael, 2004). Anstatt den Wohlstand beider Handel treibender Parteien zu verbessern, können die Beziehungen zwischen Produzenten und Konsumenten, zum Beispiel auf dem konventionellen Kaffee- oder Bananenmarkt, als ein „perverser Transfer von Reichtum, durch einige Supermarktketten, von den Bauern und Landarbeitern der Entwicklungsländer zu den Konsumenten der entwickelten Länder“ beschrieben werden. Lesen Sie mehr ... http://www.dreigliederung.de/essays/2007-01-001.html

Ab der KW 13 bieten nun auch wir fair gehandelten Kaffee der jungen Firma „Allende Kaffee“  an. Dieser Kaffe ist natürlich wesentlich teuerer als normaler konventioneller Kaffe. Aber er ist fair gehandelt  und  biologisch erzeugt.
„Allende Kaffee“ ist ein junges Familienunternehmen, das sich zur Aufgabe gemacht hat, besonders hochwertigen Bio-Kaffee und Bio-Espresso, aus fairem Handel anzubieten.
Die Rohkaffeebohnen für den Kaffee und Espresso kommen aus der Region Caldas in Kolumbien. Er wird in den gemäßigten Höhenlagen (etwa 1400 m) der Kordilleren von verschiedenen
Kleinbauerngenossenschaften angebaut. Von dort wird der Rohkaffee über einen lizenzierten Importeur  Röster bezogen.
In der Rösterei in Mainaschaff werden die Kaffeebohnen in einem schonenden Langzeitverfahren bei nur 200 Grad bis zu 20 Minuten geröstet. So lösen sich unverträgliche Säuren und Bitterstoffe, und die Kaffeebohnen können ihr besonderes Aroma perfekt entfalten. Sowohl die Kleinbauern, die Rösterei und die Vertriebsfirma „Allende Kaffe“ sind nach den EU-Richtlinien Bio-Zertifiziert........lesen Sie hier mehr

Bestellen können Sie wie immer unter www.biohof-braun.de