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Biohof Braun
Hohbergstr. 14
71665 Vaihingen Aurich
Tel.: 07042 9 20 64
Fax. : 07042 9 23 72
eMail info@biohof-braun.de
www.biohof-braun.de

Ökokontrollstelle DE-Öko-006

Hofführung Freitag 18. Mai 15 Uhr bis 18 Uhr bitte mit Anmeldung

Liebe Kunden/innen KW 20 2012

Die letzten 7 Tage waren von so extremen Temperaturunterschieden geprägt, die mich manchmal nicht nur wegen der Kälte, zittern ließen

Vor einer Woche am Donnerstag pflanzten wir Tomaten und Gurken in die Gewächshäuser. Obwohl wir jede Pflanze von Hand angossen mussten wir sie am darauffolgenden Freitag wegen der extremen Hitze von oben besprühen und kühlen damit sie nicht eintrockenen, denn trotz der optimalen Wasserversorgung waren die Wurzeln noch nicht so gut entwickelt um der Hitze standzuhalten.

In den Nächten von Sonntag auf Montag und von Mittwoch auf Donnerstag zitterte ich dann um die Zucchini und Kürbisse auf unseren Feldern. Nachdem sich die Frostheiligen in den letzten Jahren nicht mehr zeigten wurde ich ein wenig übermütig und säte jedes Jahr ein paar Tage früher als normal üblich die Kürbisse und Zuccini. In diesem Jahr nutzte ich die schönen Tage Mitte April zur Aussaat dieser Kulturen mit der Folge, daß sie schon Anfang Mai sehr schön aufgelaufen waren. Aber zum Glück waren dann die Nächte in diesen Tagen doch nicht so kalt um diese Pflanzen zu schädigen. Da hatten wir Glück, denn das Thermometer zeigte immerhin minus 1Grad an.

Unsere Freilandaussaaten sind nun so groß, daß wir in der nächsten Woche mit den Handjätearbeiten beginnen können. Das ist eine der beschwerlichsten Aufgabe im ökologischen Landbau. Denn hierbei müssen die Mitarbeiter/innen stundenlang in einer unangenehmen gebückten Haltung bei Wind und Wetter auf den Feldern arbeiten.
 
In den Gewächshäusern sind wir diese und nächste Woche damit beschäftigt die Gurken und Tomaten anzubinden. Bei dieser Arbeit wird die Pflanze mit einer Sisalschur an dem oberen Spanndraht im Gewächshaus befestigt.  Das sind immerhin knapp 1000 Schnüre pro Gewächshaus. Und auch hier alles Handarbeit. Um  diese Schnüre werden die Pflanzen in den nächsten Monaten wöchentlich gewickelt und so nach oben geleitet.

Nächste Woche ernten wir den ersten in diesem Jahr gesäten Freilandspinat.

Neben all den Arbeiten auf den Feldern und in den Gewächshäusern, nutzen wir die wenigen Regentage um auch auf unseren Baustellen voranzukommen. In dieser und in der nächsten Woche  werden wir voraussichtlich unser neues Trockenlager fertig stellen.


Bitte beachten Sie, daß wegen Himmelfahrt, diese  Woche die Lieferungen von Donnerstag und Freitag einen Tag später ausgeliefert werden. Auch an Pfingsten werden wegen Pfingstmontag alle Bestellungen einen Tag später geliefert.

Ich wünsche Ihnen eine schönes sonniges erholsames verlängertes Wochenende.

Grüße
Michael Braun


Liebe Kunden/innen KW 19 2012

Die ersten Frühjahrspflanzungen aus den Gewächshäusern sind weitgehend geerntet. Heute pflanzen wir Tomaten und Gurken. Sowohl die Tomaten als auch die Gurken sind veredelt. Die Tomaten werden auf Wildtomaten veredelt und die Gurken auf Kürbis als Unterlage. Beispielhaft an Tomaten funktioniert die Veredelung folgendermaßen. Wildtomate und die Kulturtomate werden zur gleichen Zeit ausgesät. Wenn beide Pflanzen ca. 10 cm hoch sind werden sie abgeschnitten. Die Kulturtomate wird dann stumpf auf den verbleibenden Stumpf der Wildtomate gesetzt und mit einem Silikonclip fixiert. Im weiteren Verlauf des Wachstums wird dann der Tomate der Haupttrieb entfernt und zwei Seitentriebe als Haupttriebe gezogen. Man spricht hier von zweitriebigen Tomaten. Der Grund für die zweitriebige Erziehung der Pflanzen ist der hohe Aufwand der Veredelung, denn durch die Zweitriebigkeit braucht man nur die Hälfte der Pflanzen.
Der Grund für die Veredelung ist bei Tomaten die Resistenz der Wildtomaten gegen bodenbürdige Krankheiten wie Fusarien oder auch Korkwurzel, bei Gurken spricht für die Veredelung zum einen das bessere Durchwurzelungsvermögen der Kürbisunterlage und hier ebenfalls die geringere Anfälligkeit gegen Krankheiten.
Die Jungpflanzen werden beim Auspflanzen nicht eingegraben, sondern nur ca. 3cm in den lockeren Boden gedrückt, so daß mindestens die Hälfte des Topfballens aus der Erde schaut. Damit soll vermieden werden, daß der Stengelgrund der Pflanzen mit der Erde in Berührung kommt. Denn Krankheiten wie zum Beispiel die Stengelgrundfäule können sich durch den Kontakt des Stengelgrundes mit dem Boden ausbreiten.
Nach dem Pflanzen wird sofort von Hand jede Pflanze angegossen, sozusagen richtig eingeschwemmt. Dann werden die Tropfschläuche gelegt die im weiteren Wachstumsverlauf die Wasserversorgung der Pflanzen übernehmen.

Auf unseren Freilandflächen wächst neben den Kulturpflanzen auch das Unkraut, aber durch die zur Zeit relativ trockene  Witterung können wir aber Dieses ganz gut mit der Maschinenhacke bekämpfen.


Liebe Kunden/innen KW 18 2012

Die fast schon sommerlichen Temperaturen lässt unser Gemüse explosionsartig wachsen. Nächste Woche ernten wir Mangold, Kohlrabi, Salate, Ruccola, Dill und Kerbel.

In unseren Gewächshäusern  beginnen wir übernächste Woche mit den Pflanzungen der Sommerkulturen wie Tomaten, Gurken und Paprika.

Im Freiland keimen schon Rote Beete, Mangold, Möhren, Petersilienwurzel, Lauch und Zuckermais. Wenn die nächsten Tage genügend regnet, können wir in drei Wochen den ersten Spinat ernten. Die Kürbisaussaat haben wir diese Woche abgeschlossen. Alle die Kürbisse mögen dürfen sich auf roten Hokkaido, Pattisonkürbis, Sweet Dumpling, Butternut, Blue Kuri, Rondini und den dicken gelben Zentner freuen.

Auch unsere Baustellen machen Fortschritte, wenn  es auch durch die Arbeiten im Freiland auf den Feldern und in den Gewächshäusern nun etwas langsamer vorangeht. Die Stahlbaufirma hat diese Woche die Halle für die Überdachung unseres Auslieferbereiches Aufgestellt. Das hat mich an die mich Kindheit und das Spiel mit den Märklinbaukästen erinnert.

Hier zur Übersicht unsere Termine für die Hofführungen und unsere Hofinfotage.

Neben den samstäglichen Hofinfotagen, die Sie von den letzten Jahren schon kennen, bieten wir Ihnen in diesem Jahr zusätzlich zwei Hofführungen an. Diese Hofführungen sind freitags von 15 bis 18 Uhr mit Anmeldung.
Hier die Termine:

Hofführung Freitag 18. Mai 15 Uhr bis 18 Uhr bitte mit Anmeldung

Hofinfotag Samstag 30 Juni 11Uhr bis 18 Uhr ohne Anmeldung

Hofführung Freitag 13. Juli 15 Uhr bis 18 Uhr bitte mit Anmeldung

Hofinfotag Samstag 06 Oktober 11Uhr bis 18 Uhr ohne Anmeldung


Ich wünsche Ihnen ein sonniges Wochenende

Michael Braun



Liebe Kunden/innen. KW 17 2012

Nach den doch kalten letzten Tagen freuen wir uns auf die angekündigte etwas sonnigere Zeit.  Wärme brauchen wir vor allem für die Aussaat der Kürbisse und der Zucchinis. Nachdem verschiedene Wetterdienste schon letzte Woche den Wetterumschwung angekündigt hatten, haben wir Im Vorgriff und in der Erwartung, daß dies auch zutrifft, schon letzten Samstag den ersten Zuckermais ausgesät. Weitere Zuckermaisaussaaten folgen jetzt im Abstand von ca 10 Tagen bis Mitte Juni. Ähnlich verfahren wir mit Mangold, Rote Beet, Buschbohnen und Bundmöhren.

In unseren Gewächshäusern sind jetzt auch schon wieder die ersten Gewächshäuser abgeerntet. Diese werden jetzt für die Pflanzungen der  Gurken und der Tomaten vorbereitet. Zuerst wird hierzu das Unkraut abgeflammt. Dann lockern wir den Boden bis auf ca 50 cm. Anschließend düngen wir je nach Bedarf und Bodenvorrat mit Malzkeimen bevor der Boden mit der Fräse zerkleinert wird.

Bedingt durch die Arbeiten in den Gewächshäusern und im Freiland geht es auf unsern Baustellen auf dem Hof etwas gemächlicher zu. Trotzdem hoffen wir nächste Woche, nachdem diese Woche die Bodenbeschichtung fertig wurde, ab nächster Woche unser neues Trockenlager beziehen zu können. Wir werden dann nach und nach auch in diesem Bereich unser Sortiment ausweiten.

Neben den samstäglichen Hofinfotagen, die Sie von den letzten Jahren schon kennen, bieten wir Ihnen in diesem Jahr zusätzlich zwei Hofführungen an. Diese Hofführungen sind freitags von 15 bis 18 Uhr mit Anmeldung.
Hier die Termine:

Hofführung Freitag 18. Mai 15 Uhr bis 18 Uhr bitte mit Anmeldung

Hofinfotag Samstag 30 Juni 11Uhr bis 18 Uhr ohne Anmeldung

Hofführung Freitag 13. Juli 15 Uhr bis 18 Uhr bitte mit Anmeldung

Hofinfotag Samstag 06 Oktober 11Uhr bis 18 Uhr ohne Anmeldung


Ich wünsche Ihnen ein sonniges Wochenende

Michael Braun


Liebe Kunden/innen

Übernächste Woche ist mal wieder, wie jedes Jahr, der 1. Mai. Er fällt dieses Jahr auf den Dienstag. Für Sie bedeutet das, daß abgesehen von den Montagstouren, Sie ihre Lieferung einen Tag später als üblich erhalten.

Noch haben die kalten Nächte der letzten Tage den bisher gesäten und gepflanzten Kulturen nicht  geschadet. Da Zucchini und Kürbis in dieser Hinsicht allerdings echte Mimosen sind, warten wir mit der Aussaat dieser Kulturen noch etwas ab, bis wir weitgehend sicher sind, daß bis nach dem Keimen dieser Pflanzen keine Nachtfröste mehr auftreten, denn diese Pflanzen sind als Keimlinge extrem Frostgefährdet.

Aus unseren Gewächshäusern ernten wir zur Zeit Salate, Ruccola, Dill, Kerbel, Radieschen, und Schnittlauch. Ab übernächster Woche kommen Mangold und Kohlrabi dazu.

Auf unseren Baustellen ist zur Zeit etwas Ruhe eingekehrt. Nächste Woche erwarten wir allerdings den Stahlbauer, der die Überdachung des Auslieferbereiches erstellt.

Obwohl es in den Gewächshäusern schon grünt, blüht und wächst, und auch auf den Feldern im Freiland viele Kulturen bald zur Ernte anstehen, sind in dem Zeitraum von Ende April bis etwa Mitte Mai, sehr wenige eigene oder regionale Produkte verfügbar.  Das hängt damit zusammen, daß es nun immer weniger Lagerware wie Wurzelgemüse oder Kohl gibt, bzw. diese Produkte durch die lange Lagerdauer qualitätsmäßig schon sehr nachlassen, und daß die Freilandkulturen leider noch nicht zur Ernte anstehen. Das wird sich aber schlagartig Mitte Mai ändern, denn dann kommen unsere Biolandkollegen  aus der Pfalz mit den ersten Freilandkulturen, wie Salate, Fenchel, Brokkoli, Blumenkohl, Weißkohl und frischem Rotkohl. Die Pfalz ist klimabedingt zwei bis drei Wochen früher als unsere Region.


Neben den samstäglichen Hofinfotagen, die Sie von den letzten Jahren schon kennen, bieten wir Ihnen in diesem Jahr zusätzlich zwei Hofführungen an. Diese Hofführungen sind freitags von 15 bis 18 Uhr mit Anmeldung.
Hier die Termine:

Hofführung Freitag 18. Mai 15 Uhr bis 18 Uhr bitte mit Anmeldung

Hofinfotag Samstag 30 Juni 11Uhr bis 18 Uhr ohne Anmeldung

Hofführung Freitag 13. Juli 15 Uhr bis 18 Uhr bitte mit Anmeldung

Hofinfotag Samstag 06 Oktober 11Uhr bis 18 Uhr ohne Anmeldung
Liebe Kunden/innen.

Von Woche zu Woche kommt nun mehr Frühling in die Gemüsekiste.
Nächste Woche gibt es voraussichtlich schon die ersten Gewächshaussalate aus unseren Gewächshäusern, dazu kommen Radieschen, Ruccola, Dill und Schnittlauch. Kohlrabi und Mangold brauchen noch etwas Zeit und  Wärme.
 
Draußen auf unseren Feldern hoffen wir auf Regen über Ostern. Zum Einen täte das den bisher gesäten Kulturen natürlich sehr gut, und zum Anderen bringt der Regen die Unkräuter auf den Flächen zum Keimen auf welchen wir noch nichts ausgesät haben. Diese gekeimten Unkräuter können dann vor den nächsten Aussaaten durch einen Eggenstrich zerstört werden. Auch wenn einige Biokollegen die Unkräuter verniedlicht als Beikräuter bezeichnen bleiben diese Pflanzen für uns Unkräuter, denn eine erfolgreiche Unkrautbekämpfung ist im biologischen Gemüsebau ausschlaggebend für den Erfolg einer Kultur. Ich glaube in manchen Nächten träumt auch der überzeugteste Biogärtner von der Möglichkeit die Unkräuter wegspritzen zu können, wenn mal wieder alle Maßnahmen der mechanischen Unkrautbekämpfung versagt haben und das Gemüse von den beikrautigen Unkräutern überwuchert werden.

In unseren Gewächshäusern haben wir mit den Unkräutern weniger Probleme, da wir hier die Pflanzen in sogenannte Mulchvliese pflanzen, die das Unkraut unterdrücken. Lediglich in den Wegen muß das Unkraut von Hand  mit der Hacke entfernt werden.

Sicher haben auch Sie von dem Dioxinskandal in einem Legehennenstall in Norddeutschland gehört und gelesen. Noch weis man nicht wie hier die Kontamination der Eier erfolgte. Über das Futter, über den Boden der Freilaufflächen, über die Futterverteilanlage. Sicher muss man sich im ökologischen Landbau, in den Verbänden und Kontrollstellen die Frage stellen, warum, wenn Skandale auftreten, sie immer oder fast immer in den Bereichen der Geflügelhaltung stattfinden und zwar sowohl in der Geflügelmast wie auch in der Legehennenhaltung. Ein Grund dafür mag der sein, daß auch die Geflügelhaltung im Biobereich, abgesehen von den Auslaufflächen, oft Flächenunabhängig betrieben wird . Das bedeutet, diese Betriebe müssen ihr Futter zu 100% von anderen Betrieben kaufen bzw. sie kaufen das Futter von Futterhändlern und Futtermischbetrieben. Zum Anderen gibt es auch viele Biogeflügelhalter, die die Biogeflügelhaltung als Zweigbetrieb Ihrer konventionellen Geflügelhaltung bewirtschaften. Zudem sind im Bereich der Geflügelhaltung nach den EU Biorichtlinien immer  noch 5% Futter aus konventionellem Anbau erlaubt. Um die Futtermischungen zu optimieren, so sagen hier die Geflügelzüchter wäre dies notwendig. Anders ausgedrückt, damit ein Biohuhn, ähnlich wie ein konventionelles Huhn 300 Eier pro Jahr legt, müssen die Aminosäuren im Futter in einem genau definierten Verhältnis vorliegen. Die hierzu benötigten hochwertigen Eiweißfuttermittel wie zum Beispiel Maiskleber oder Sesam sind leider in biologischer Qualität, wenn überhaupt, dann nicht ausreichend vorhanden. Auf der anderen Seite muss man sich fragen ob es in diesem Zusammenhang sinnvoll ist biologisch angebauter Sesam aus Afrika in das Legehennenfutter zu mischen um die Hennen mit 100%  Biofutter zu füttern. Das sind die Widersprüche mit denen sich die Verbände des ökologischen Landbaues in den nächsten Jahren auseinandersetzen und letztendlich auch beantworten müssen.
Ein Verzicht auf diese 5 % konventioneller Futtermittel wäre durchaus möglich, hier allerdings mit folgenden Konsequenzen: Die Futterverwertung wäre schlechter, das Futter teurer, die Legeleistung niedriger = das Ei teuerer (ca 45 Cent/Ei). Meine Meinung hierzu ist, daß man sich in einem überschaubaren Zeithorizont, der hier durchaus 5 bis 10 Jahre betragen kann, auf die 100% Biofutter im Geflügelbereich zu bewegen muss.


Auch auf unseren Baustellen geht es voran. Diese Woche wurden die letzten Vorbereitungen  für die entgültige Herstellung der Bodenplatte abgeschlossen und auch endlich die Haupteingangstüre eingebaut.

Ich wünsche Ihnen in frohe Ostern.


Liebe Kunden/innen KW 13 2012

Obwohl es etwas zu trocken ist und obwohl wir für unsere Aussaaten dringend Regen brauchen habe ich mir vorgenommen mich zumindest bis Ostern nicht über das Wetter zu beklagen. Das ist mein Beitrag zum Fasten.

Draußen auf den Feldern, in den Gewächshäusern und auf unseren Baustellen geht es in großen Schritten voran.
Auf den Feldern ist das Sommergetreide und der Klee gesät. Der Winterspinat tut sich wegen der Trockenheit noch etwas schwer, während der vor zwei Wochen gesäte Spinat schon die Keimblätter aus der Erde streckt. Petersilienwurzel, Möhren, Mangold, Rote Beete und Lauch wurden diese und letzte Woche gesät und waren nun auf Regen.
In den Gewächshäusern wachsen die Kulturen kräftig und schön. Nächste Woche ernten wir Schnittlauch, Ruccola und Sauerampfer. Wenn wir Glück haben können wir sogar schon Anfang nächster Woche auch Radieschen bündeln. Übernächste Woche steht auch dann schon der Salat, die Asiagreens und evtl. auch schon der Mangold zur Ernte an.

Auf unseren Baustellen wurde diese Woche die Dachsanierung des Wohnhauses und der Mitarbeiterwohnungen abgeschlossen. Das war der vorletzte Abschnitt der Dachsanierungen auf unserem Betrieb. Mit dem letzen Abschnitt der Voraussichtlich in zwei Jahren stattfindet  werden dann auch die letzen Asbestzementplatten von unserem Betrieb verschwunden sein.
Beim Neubau Packhalle beginnen wir diese Woche mit dem  Anbringen der  Holzfassade. Im Innenbereich isoliert die Baufirma den Boden, so daß wir, so hoffe ich, noch vor Ostern die Bodenplatte einbauen können.

Bitte beachten Sie die geänderten Liefertage vor und nach Ostern.
Vor Ostern liefern wir einen Tag früher aus. Die Montagslieferungen vom 02.04.2012 liefern wir allerdings schon am Samstag den 31.03.2012  aus.
Nach Ostern bekommen Sie Ihre Lieferung einen Tag später.

Sonnige Grüße aus Aurich.
Michael Braun


Liebe Kunden/innen KW 12 2012

Die Kampagne unserer Landwirtschaftsministerin Ilse gegen die Verschwendung von Lebensmittel ist ehrenswert. Das erhofft sie sich jedenfalls, als sie öffentlichkeitswirksam erklärte, wie sie die Reste der Woche zu wohlschmeckenden Mahlzeiten zubereitet.
Aber Ilse sagt nichts darüber wie es so weit kommen konnte, daß uns unsere Lebensmittel nichts mehr Wert sind.

Sie sind uns nichts mehr Wert, weil sie nichts mehr Wert sind. Das ist der eigentliche Hintergrund bei der Debatte um MDH und Verschwendung. In keinem anderen Land geben die Menschen weniger Ihres Einkommens für Lebensmittel aus wie in Deutschland.

Die Bauern haben darauf reagiert indem Sie Ihre Produktionsverfahren in einem Ausmaß rationalisiert haben wie wir es vor einigen Jahren nie für möglich gehalten haben. Im Ackerbau drängt die Industrie auf die Einführung der Gentechnik, Mastanlagen für Hähnchen mit 40000 Tieren sind heute Standard, bei Mastschweinen  bewegt man sich heute in Größenordnungen zwischen 3000 und 10000 Tieren pro Stall und obwohl man in der Legehennenhaltung von der Käfighaltung auf die Kleingruppenhaltung umgestellt hat, hat sich an den grundsätzlichen Haltungsbedingungen der Tiere nichts geändert.
Wenn wir schon die Kreaturen nicht wertschätzen, schätzen wir auch den Wert ihrer Produkte nicht. So einfach ist das. Und darüber schweigt sich Ilse aus.

Den Landwirten ist hier allerdings der kleinste Vorwurf zu machen. Bei Gewinnen von weniger als einem Cent/Ei und einigen wenigen Cent/Brathuhn ist diese Entwicklung sozusagen alternativlos für die betroffenen Erzeuger und durch die durch die Politik gesetzten Rahmenbedingungen vorgegeben und sogar so gewollt. Wenn Ilse hier glaubwürdig bleiben will muss sie mehr liefern als ein Resteessen.

Doch auch der ökologischen Landbau hat in diesem Zusammenhang keinen Grund sich selbstgefällig auf die Schulter zu klopfen. Auch hier geht der Trend in der Tierhaltung zu immer größeren Beständen und auch hier versucht man den Tieren eine immer größere physiologische Leistung abzuverlangen. Auch hier wird ein Legehuhn nur ein Jahr alt, weil es danach ausgelaugt ist und auch die Brathähnchen werden kaum älter als acht Wochen. Der ökologische Landbau muss sich die Frage stellen: ist in dem Maße wie ökologisch erzeugtes Fleisch zur Zeit nachgefragt wird eine den Richtlinien entsprechende Haltung langfristig möglich. Hier geht es um die Verfügbarkeit der Flächen, die für die Freilandhaltung notwendig sind und zukünftig in noch viel größerem Maße notwendig wären und um die Verfügbarkeit der Futtermittel, insbesondere um das Futtergetreide für  Hühner und Schweine, das  in direkter Konkurrenz zur menschlichen Nahrung steht.
Auch muss darüber geredet werden, ob es richtig ist Düngemittel im ökologischen Landbau zu verwenden, die aus Schlachtabfällen hergestellt werden, die als Nebenprodukte bei der Schlachtung  von Tieren aus der Massentierhaltung anfallen.
 Im Biolandverband wird zur Zeit eine sogenannte Leitbilddiskussion geführt, in der unter anderem auch diese Fragen erörtert werden.

Nächste Woche packen wir in die Obstkiste Äpfel mit kleinen Macken die durch einen leichten Hagel im Sommer des letzten Jahres verursacht wurden. Die Äpfel sind von der inneren Qualität her allerdings sehr gut.
Bei den Orangen haben wir zur Zeit sehr große Qualitätsunterschiede.  Diese Woche war eine Partie, die äußerlich hervorragend aussah im innern strohig und trocken, während die Blutorangen, die zugegebenermaßen sehr fleckig sind eine hervorragende innere Qualität aufweisen.

Nachdem wir letzte Woche das Sommergetreide gesät haben, werden wir diese Woche Klee und Gras aussäen. Auf diesen Kleegrasflächen darf dann im Sommer und Herbst unser Freilandgeflügel weiden. Gleichzeitig ist der Klee und das Gras wie ein Urlaub für die Ackerflächen. Sie erholen  sich in diesen ein bis zwei Jahren der Weidenutzung von den Strapazen der Ackerbaulichen Verwendung.
 
Auf unseren Gemüsefeldern werden wir diese Woche Bundmöhren, Mangold, Lauch, und Petersilienwurzel aussäen.

Nächste Woche dürfen Sie sich auf den ersten Bärlauch in diesem Jahr freuen.

Ich wünsche Ihnen ein schönes sonniges Wochenende.


Liebe Kunden/innen KW 11 2012

Super Wetter für alles was gerade zu tun ist, und das ist viel, aber mit der Sonne im Gesicht geht’s leichter.

Im Freiland sind die Felder hervorragend abgetrocknet. Die Felder, die für die Getreide und Maisaussaat vorgesehen sind haben wir diese Woche zum Ersten Mal abgeeggt. Bei diesem Arbeitschritt wird der Boden eingeebnet und gleichzeitig werden dabei auch schon gekeimte Unkräuter zerstört. Am Freitag werden wir dann das Sommergetreide (Hafer, Gerste und Sommerweizen) aussäen. Eine Erklärung zur Begriffsbestimmung: Obwohl alle Getreidearten im Sommer geerntet werden, unterscheidet man zwischen Wintergetreide und Sommergetreide. Wintergetreide wird im Herbst gesät und Sommergetreide im Frühjahr. Das Wintergetreide braucht um überhaupt fruchtbare Ähren ausbilden zu können einen länger anhaltenden Kältereiz. Würde man Wintergetreide im Frühjahr aussäen, würde es wachsen wie Gras.
Diese Woche sind auch noch die Dicken Bohnen zur Aussaat vorgesehen. Allerdings werden die dicken Bohnen mit der Pflanzmaschine ausgesät, da die Bohnenkörner sprichwörtlich auch für die größte Sämaschine zu dick sind.

In unseren Gewächshäusern wurde diese Woche der zweite Satz Radies gesät und nächste Woche werden die letzten noch freien Gewächshäuser mit Salat und Kohlrabi bepflanzt.

Auch auf unseren Baustellen ist das Frühlingserwachen ausgebrochen. Auf der einen Seite renoviert der Zimmermann ein altes Asbestdach. Auf der anderen Seite dichten die Flachdachbauer das Dach der Halle ab und darunter plagen sich die Betonbauer mit dem genauen setzen der Edelstahlrinnen ab. Kurz gesagt es geht voran.

Bitte beachten Sie die Liefertagsverschiebungen vor und nach Ostern.
Vor Ostern beliefern wir Sie einen Tag früher als üblich. Die Montagslieferungen werden allerdings schon am Samstag zuvor ausgeliefert.
Nach Ostern ist es genau andersherum, dann liefern wir einen Tag später als üblich.

Ich wünsche Ihnen eine sonniges Wochenende


Liebe Kunden/innen KW 10 2012

Sich den Zumutungen selbst auszusetzen die man jahrelang von anderen forderte, ist das zuviel verlangt von einem ehemaligen Bundespräsidenten. Ich denke das wäre das mindeste.

Langsam wird es in den Gewächshäusern grün. Salat, Mangold, Kohlrabi, Asiasalat, Rucola, Dill, Petersilie und Kerbel sind gepflanzt und die letzte Woche gesäten Radieschen strecken die ersten Keimblätter, noch sehr vorsichtig und zurückhaltend, aus der Erde. Nächste Woche pflanzen wir den zweiten Satz Salat und säen nochmals Radies.

Im Freiland warten wir darauf, daß die Felder noch etwas abtrocknen. Dann werden Dicke Bohnen, Spinat und Mangold gesät. Zuckermais, Kürbis und Zuccini brauchen eine etwas wärmere Bodentemperatur und werden erst in 4 bis 6 Wochen gesät. Auch bei Petersilienwurzel, Rote Beete und Pastinaken warten wir noch zwei bis drei Wochen um vor der Aussaat die bis dahin aufgelaufenen (gekeimten) Unkräuter mechanisch (mit der Egge) bekämpfen zu können.

Ich wünsch Ihnen ein schönes sonniges Wochenende.


Liebe Kunden/innen KW 09 2012

Mit der Sonne kommt Bewegung in das Leben und in den Betrieb.
Man mag es gar nicht mehr wahr haben, daß wir bis vor wenigen Tagen noch Temperaturen im zweistelligen Minusbereich hatten. Da frieren nicht nur Wasserleitungen ein, ein wenig friert auch das Leben ein und man kann sich dann auch vorstellen, warum es manche Tiere vorziehen bei solchen Temperaturen einen Winterschlaf zu halten. Es gab Tage in diesem Winter da wünschte auch ich ein Bär im Winterschlaf zu sein.
Diese Woche kamen die Zimmerleute und haben die Halle für den Neubau aufgeschlagen. Durch die Vorfertigung geht heutzutage  so etwas überraschend schnell. In zwei Tagen stand die Halle mit dem Dach. Zugegeben noch ohne Fenster und Türen und auch ohne die Dachisolierung und Dachabdichtung. Im Gegensatz zum Tiefbau haben die Zimmermänner (es waren wirklich nur Männer) den Vorteil, daß sie sehr schnell etwas Sichtbares Großes bewirken, während die Tiefbauer ihre  Arbeit ihr ganzes Wirken und Schaffen unter einer Betonplatte verstecken (müssen). Das ist ein wenig ungerecht.
Wir hoffen, daß diese Woche noch die Dachdeckerfirma das Flachdach Wetterfest macht.
In unseren Gewächshäusern haben wir diese Woche Salat, Mangold und Kohlrabi gepflanzt. Am Freitag sähen wir noch Radieschen und nächste  Woche pflanzen wir Kräuter.
Noch immer beobachte ich Blutampfer und Winterkresse, denn der Frost war hart. Zwar zeigen diese Pflanzen einen ungehörigen Überlebenswillen in einem ersten zarten Grün, aber ob sie es wirklich schaffen ist fraglich.
Auf den Feldern tut sich zur Zeit noch nichts, noch ist der Boden zu feucht um ihn bearbeiten zu können, aber ein paar sonnige warme Tage kann an dieser Situation sehr schnell etwas ändern.  Wir stehen in den Startlöchern für die Frühjahrsaussaaten.




Liebe Kunden. KW 08 2012

Nach oben buckeln und nach unten treten. Nicht nur Arbeitnehmer auf allen Hierarchienstufen kennen dieses Problem. Auch im Handel wird dieses Prinzip des Fahrradfahrens angewendet und hat einen großen Anteil an der Verschwendung  von Lebensmittel hier insbesondere im Obst- und Gemüsebereich.
Sie als Kunde erwarten einwandfreie Ware. Wenn Sie etwas, aus welchen Gründen auch immer, bei uns reklamieren, ist das für uns ein Erkenntnisgewinn und ärgerlich zugleich. Da wir die Ware beim Erzeuger oder auch beim Zwischenhändler sofort weiter reklamieren, bleiben wir auf den Kosten der Reklamation  nicht sitzen. Der Großhändler seinerseits reklamiert dann die von Ihnen bei uns reklamierte Ware bei dem Erzeugerbetrieb der letztendlich die Kosten für Ihre Reklamation zu tragen hat. Da wir selbst Erzeuger und Händler sind kennen wir alle Stufen dieser sich nach unten fortsetzenden Kette.  Als Erzeuger versucht man nun durch einen höheren Sortieraufwand und ein evtl. besseres Qualitäts- und Hygienemanagement die Reklamationen zu vermeiden. Das geht zwangsläufig, hier schon auf Erzeugerebene, mit einem höheren Ausschuss einher. Kein Landwirt lässt zum Beispiel freiwillig 30% der Kartoffeln auf dem Feld liegen, weil sie zu klein sind. Oder er vernichtet auch nicht freiwillig den Grünkohl nur weil 5% der Blattmasse etwas gelb sind. Nach dem Kochen würde man das nicht mehr bemerken, aber unverkäuflich ist der Grünkohl trotzdem.
Auf Groß- und Einzelhandelsebene geht dieses Reklamationsverhalten sogar soweit, daß wenn nur ein kleiner Teil der Partie den äußeren und inneren Qualitätsvorstellungen nicht entspricht die ganze Partie reklamiert und vernichtet wird, weil es oft billiger ist zu vernichten anstatt zu sortieren da man nach unten durchreklamieren bzw. ,bildlich gesprochen, treten kann.

Nicht, daß ich Sie jetzt von Reklamationen abhalten will, wir in unserem Betrieb haben ganz wenig Reklamationen, obwohl die Birnen manchmal runzlig sind, die Kiwis und die Avokados nicht weich werden und die Mangos bevor sie reif sind von innen faulen.
Wenn Sie meinen, etwas ist nicht in Ordnung, reklamieren Sie die Ware, denn für uns steht der Erkenntnisgewinn im Vordergrund, da wir nicht jedes Produkt jeden Tag probieren, und auch nicht in die Produkte hineinsehen können. Auch, weil wir Erzeuger sind, ist eine solche Rückmeldung von Ihnen an uns wichtig und notwendig.

In unseren Gewächshäusern hat der Frost doch größere Schäden angerichtet als wir angenommen haben. Der Feldsalat, der Asiasalat und der Postelein ist erfroren oder so frostgeschädigt, daß es sich nicht mehr lohnt diese Kulturen zu ernten.  Auch bei Kresse, Wegerichsalat und Blutampfer müssen wir wohl mit einem Totalausfall rechnen. 
Diese Woche bereiten wir die schon freien Gewächshäuser für die ersten Frühjahrspflanzungen in der nächsten Woche vor. Die Gewächshäuser werden gedüngt und gefräst, anschließend wird ein Mulchvlies auf dem Boden fixiert. Entsprechend der jeweiligen Kultur sind in das  Mulchvlies  Löcher eingestanzt.
Durch diese Löcher werden dann die Pflänzchen in die Erde gesetzt. Das Mulchvlies unterdrückt die Unkräuter, verhindert eine übermäßige Wasserverdunstung und es verhindert auch eine Verschmutzung  der Pflanze mit Erde bei der Ernte.

Ich wünsche Ihnen ein sonniges Wochenende.


Liebe Kunden/innen. KW 07 2012

In diesen Tagen findet in Nürnberg die weltgrößte Biofachmesse statt. Die Presse berichtet von einem nahezu 10%igem  jährlichem Zuwachs von Bioprodukten. Die Branche feiert sich selbst und bedauert zugleich sehr öffentlichkeitswirksam, daß sie um den Bedarf zu decken, sehr viel Ware aus dem Ausland importieren muss.
Hier stellt sich natürlich der Verbraucher die Frage, warum in einem solch günstigen Marktumfeld nicht mehr Landwirte und Gärtner ihre Betriebe auf den ökologischen Landbau umstellen. Um diese Frage zu beantworten, muss man voranstellen, daß es sich bei dem ökologischen Landbau immer noch um einen Nischenmarkt handelt. Nach „aid Infodienst“ wurden in Deutschland 2011 nur 6% der landwirtschaftlichen Fläche ökologisch bewirtschaftet. Das entspricht  ungefähr 1 Mill. ha. Eine Steigerung um 2% auf insgesamt 8% der landwirtschaftlich genutzten Fläche sind eben relativ gesehen auf die bisher ökologisch bewirtschafteten Fläche 33% mehr Fläche und  Ware. Selbst in einem Wachstumsmarkt, wie dem für ökologische Lebensmittel, sind solche Wachstumsraten so schnell nicht realisierbar. Das ist einer der Gründe, warum ein vermeintlich geringer prozentualer Zuwachs der ökologisch bewirtschaften Fläche, relativ gesehen auf die bisher bewirtschaftet Fläche sich nicht so einfach bewerkstelligen lässt.
Ein weiterer Hinderungsgrund für die Umstellung auf den ökologischen Landbau ist die zur Zeit sehr günstige Erlössituation der konventionellen Landwirtschaft und der ungebremste Zubau von Biogasanlagen der hiermit im Zusammenhang steht. Zu beobachten ist auch, daß wenn umgestellt wird, dies hauptsächlich auf Grenzertragsstandorten und in Grünlandgebieten, wie im
Schwarzwald oder dem Algäu, geschieht. Auf diesen Standorten ist die Ertragsminderung, durch die Umstellung auf den ökologischen Landbau nicht so hoch wie dies auf besten Ackerböden ist. Außerdem gibt es in diesen Gebieten auch nicht die Alternativen zum Anbau von Mais oder Zuckerrüben, die bislang im konventionellen Anbau noch die besten Erträge abwerfen.  Das bedeutet, daß obwohl wir im ökologischen Landbau einen Flächenzuwachs haben, dies nicht auf den Flächen geschieht die notwenig wären, um die Produkte anzubauen die nachgefragt werden, wie Gemüse, Kartoffeln, Obst oder auch Futtergetreide für die Tierhaltung.

Insbesondere den letzteren Punkt müssen wir im ökologischen Landbau jedoch kritisch betrachten. Durch die negative Berichterstattung über die konventionelle Tierhaltung ist die Nachfrage nach Fleisch und Eiern aus ökologischer Tierhaltung in den letzten Jahren sprunghaft gestiegen. Aufgrund der geringeren Erträge im ökologischen Landbau ist aber eine, wie von vielen gewünschte, flächendeckende ökologische Landwirtschaft nur durch einen weitgehenden Verzicht auf tierische Produkte möglich, wenn das Futter dieser Tiere in Konkurrenz zu Lebensmitteln steht, die dazu geeignet wären Nahrungsmittel herzustellen die für den menschlichen Verzehr geeignet sind.
 
Auch eine wie von vielen Marktteilnehmern geforderten stärkeren staatlichen Förderung des ökologischen Anbaues und die Umstellung auf diesen, halte ich nicht für Zielführend. In den letzten 40 Jahren, seit dem wir unseren Betrieb  ökologisch bewirtschaften, erlebten wir einige solcher Maßnahmen, die immer zur Folge hatten, daß der Markt kurze Zeit später zusammenbrach. Wie ich vorher dargelegt habe, wirken sich eben in Nischenmärkten, kleine relative Steigerungen massiv auf die bisher absolut erzeugte Menge aus.
Der Markt muss vom Verbraucherverhalten heraus wachsen.
Wünschenswert, wäre auch, daß der Gesetzgeber mehr Mut hat restriktiv einzugreifen, anstatt zu fördern. Z.B. beim Antibiotikaeinsatz in der Tierhaltung. Man bekommt ja auch keinen Zuschuss, wenn man in der Tempo 30 Zone 30km fährt, im Gegenteil, man wird bestraft wenn man schneller ist.

Auf unserem Hof taut langsam alles wieder auf, zum Glück gab es keine Wasserrohrbrüche. Wie unsere Gewächshauskulturen die lange kalte Kälte überstanden haben  wird sich in den nächsten Tagen zeigen. Zuallererst müssen wir, wenn der Boden bis in 15 cm Tiefe aufgetaut ist, die Kulturen gründlich bewässern . Denn Kälte trocknet nicht nur die Haut aus.

Wir wünschen Ihnen aus dem pietistischen Aurich einen fröhlichen feuchten Fasching.



Liebe Kunden/innen. KW 06 2012

Diese Kältewelle haben wir nach den doch vergangenen milden Wochen nicht mehr erwartet. Kalt war es auch in den vergangenen Jahren, im letzten Jahr war es sogar sehr lange sehr kalt. Von November 2010 bis Mitte März 2011, aber so kalt wie jetzt war es schon sehr  lange nicht mehr. Ich kann mich nicht daran erinnern, daß in den letzten 15 Jahren der Diesel in unseren Lieferfahrzeugen versulzte. Ich hoffe das ist kein Vorgeschmack auf noch kältere Winter in den kommenden Jahren, wie uns das manche Wetterforscher prophezeien. Die abschmelzenden Polkappen sollen für dieses Phänomen verantwortlich sein. Nun denn, wenn es so kommt und man weis es, kann man sich ja darauf vorbereiten. Wir werden unsere Baupläne dahingehend ändern, daß wir nun auch die Verladezone frostfrei planen.
Gut tut der Frost den Böden, denn der Frost hinterlässt eine herrliche Frostgare und außerdem ist jetzt auch der letzte Senf und die letzte Ackerbohne, die wir im Herbst als Gründüngung gesät haben, abgefroren. Und so leid es mir auch um die Mäuse tut, hoffe ich trotzdem, das die Kälte deren Population ein wenig verringert.
Auch unsere Gewächshäuser hat die Kälte fest im Griff. Alles schläft den Kälteschlaf. Es ist immer wieder erstaunlich, wie Feldsalat, Postelein, Petersilie, Schnittlauch und Co diesen Tiefschlaf fast unbeschadet überstehen. Petersilie und Schnittlauch frieren natürlich ab, aber sie treiben im Frühjahr wieder aus den Wurzeln neues Grün. Einzig bei unserem Asiasalat habe ich bedenken, daß er die Kälte der vergangenen Tage überlebt hat.

Überleben sollte natürlich auch Ihr Gemüse und Obst, wenn es bei Ihnen ankommt. Ungeschützt ist Ihre Lieferung innerhalb von kurzer Zeit steinhart gefroren. Obwohl mir eine Kundin diese Woche begeistert erzählte, wie sie gefrorenen Salat in der Pfanne zubereitete, empfehle ich Ihnen trotzdem unsere Kundenisokiste. In diese isolierte Kiste kann unser/e Fahrer/in Ihre Lieferung geschützt deponieren. 2 unserer hohen Pfandkisten haben darin Platz. Die Kiste besteht aus einem sehr hochwertigem Styropor und ist abwaschbar. Da sie viel besser isoliert als jede Kühltasche kann man sie auch als Solche verwenden. Sie können die Kundeniosokiste per Telefon oder über unseren e-shop bestellen.

Auf unseren Baustellen tut sich zur Zeit überhaupt nichts. Aber die Zimmerleute und die Metallbauer nutzen diese Zeit um in Ihren Werkstätten die bestellten Gewerke so vorzubereiten, daß bei etwas besserem Wetter die Bauarbeiten zügig vorangehen.

 
Liebe Kunden/innen KW 05 2012

Eine ideale Wetterlage nennen Meteorologen die zur Zeit vorherrschenden Luftdruckverhältnisse, die für die beisende Kälte verantwortlich sind. Aber was für einen Meteorologe in seiner der warmen Kammer ideal erscheint, ist für uns immer wieder eine Herausforderung, die mit viel Arbeit und Aufwand verbunden ist.

Wenn Sie Ihre Lieferung nicht persönlich entgegen nehmen können, legen Sie bitte zu dem von Ihnen bereitgestellten Leergut eine Decke. Unser Fahrer wird dann mit dieser Decke Ihre Lieferung schützen und einpacken. Alternativ bieten wir Ihnen unsere Kundenisobox an. Das ist eine große isolierte Kiste aus EPP, einem sehr stabiles Styropor, abwaschbar und stoßfest. In diese Box, die bei Ihnen verbleibt, kann der Fahrer zwei unserer großen Pfandkisten deponieren. Die Box kostet einmalig 40 €. Wenn Sie Interesse daran haben rufen Sie uns bitte an, oder senden Sie uns eine e-mail

Auf unseren Feldern konnten wir am Anfang der Woche noch einige Felder pflügen, nun sind allerdings durch den anhaltenden Frost die Böden dermaßen durchgefroren, daß  keine Bodenbearbeitung mehr möglich ist. Positiv an den Minustemperaturen ist, daß manche Schädlinge Schaden nehmen. So können zumindest die an der Bodenoberfläche sich befindlichen Schneckeneier erfieren. Und zuletzt spielt natürlich auch die Frostgare für die Frühjahrsaussaaten eine wichtige Rolle. Wenn das in den Bodenzwischen- und Bodenhholräume sich befindliche Wasser einfriert, sprengt das entstehende Eis durch die räumliche Ausdehnung den Boden. Das ist eine kostenlose ideale Bodenvorbereitung

Unsere Gewächshäuser liegen im Tiefschlaf. Zum Glück konnten wir am Montag noch genügend Postelein, Feldsalat und Wegerich ernten. Auch nächste Woche wird laut Wetterbericht keine Ernte möglich sein.

Auch die Bauarbeiter auf unseren Baustellen kapitulierten vor der Kälte. Am Montag betonierten sie noch fleißig Fundamente für die Abwasserrinnen. Der Beton war am Dienstag zugegebenermaßen fest. Erst nach einer Tauperiode wird sich herausstellen, ob er wirklich fest oder nur festgefroren ist.

Ich wünsche ihnen ein schönes sonniges nicht zu kaltes Wochenende. 



Liebe Kunden/innen  KW 04 2012

Trotz  der kalten Nächte  werden wir in den Gewächshäusern Winterkresse, Postelein, Asiasalat und Feldsalat ernten. Die schon abgeernteten Gewächshäuser bereiten wir zur Zeit für die ersten geplanten Pflanzungen und Aussaaten Ende Februar vor.

Auf unserem Hof sind die Tiefbauarbeiten für  die  neue Halle weitgehend abgeschlossen. Alle Abwasserrohre liegen tief, fest und hoffentlich auch dicht in der Erde unter 40 cm Mineralbeton. Der Mineralbeton ist abgerüttelt und verdichtet und mit einer Splitauflage als Untergrund für die Bodenisolierung versehen. Nachdem der Zimmermann die Halle aufgestellt hat, werden die Abflüsse und Bodenrinnen auf den hierfür hergestellten Fundamenten fixiert. Erst dann wird die Bodenplatte hergestellt.

Auch unsere Fahrer und Fahrerinnen haben Urlaub und können krank werden. Obwohl unsere Ersatzfahrer wirklich ihr Bestes geben und trotz moderner Navigationsgeräte, brauchen sie in der Regel 2 bis 4 Stunden länger für eine Tour.


Liebe Kunden/innen KW 3 2012

Draußen auf den Feldern und drinnen in den Gewächshäusern tut sich gerade witterungsbedingt nicht viel.  Den Frost der letzten Tage haben wir für die Bodenbearbeitung unserer Freilandflächen genutzt. Diese Arbeiten sind nun auch weitgehend abgeschlossen. Der Wegerichsalat und der Blutampfer in den Gewächshäusern hat doch mehr unter dem Frost gelitten wie ich angenommen habe. Wir werden diese Kulturen nächste Woche abschneiden damit sie wieder frisch und neu ins Frühjahr treiben können. Und dieses, dieses Frühjahr, ist gar nicht mehr so weit entfernt wie man bei dem jetzigen Wetter oft glauben mag.
Und auf unseren Baustellen, auch hier wird seit heute wieder gearbeitet. Noch sind die Arbeiter, es sind wirklich keine Arbeiterinnen dabei, mit dem verlegen der Entwässerungsrohre beschäftigt. Nächste Woche werden sie die Einläufe für die Entwässerungsrinnen und die Entwässerungsabläufe fixieren und anschließen die Bodenisolierung verlegen. Dann ist erst mal Schluss mit dem Tiefbau, denn bevor die Bodenplatte eingebaut wird muss der Zimmermann die Halle aufstellen. Auf der anderen Seite, hier nicht Bildlich gemeint, warten wir darauf, daß der Stahlbauer das Vordach aufbaut und der Fensterbauer die Haupteingangstüre einbaut. Auch warten gehört zum Bauen.


Liebe Kunden/innen KW 50 2011 unser Jahresrundbrief

Dieses Jahr haben wir uns viel vorgenommen, viel erreicht und das was wir nicht umsetzen konnten nehmen wir ins neue Jahr mit.

Neben den ganz normalen Tätigkeiten, dem Tagesgeschäft, war das Jahr geprägt von unseren geplanten Baumaßnahmen. Schon im September 2010 begannen wir mit der Planung und hofften im September dieses Jahres die Baumaßnahmen abschließen zu können. Obwohl wir schon viel gebaut haben, eigentlich immer am Bauen, Umbauen und renovieren sind, war dieser Bauabschnitt sehr viel komplizierter. Komplizierter, nicht von unserer Seite, kompliziert wurde er, weil sich mit der Einreichung des Bauantrages plötzlich eine mir bislang unbekannte Anzahl von Behörden und Ämtern für diesen Vorgang interessierten. Gewerbeaufsichtsamt, Vetrenäramt, untere Naturschutzbehörde, das Landwirtschaftsamt, das Wasserwirtschaftsamt, und die Baurechtsbehörde der Stadt Vaihingen an der Enz mit der Zuständigkeit für den Brandschutz.  Mitte September dieses Jahres bekamen wir endlich die Baufreigabe. Am problematischsten war der Brandschutz. Diese Auflagen verteuern die geplanten Maßnahen erheblich.

Aus einem  viehhaltenden Landwirtschaftsbetrieb haben wir uns in den lezten 25 Jahren zu einem viehlosen Gemüse- und Ackerbaubetrieb entwickelt, etwas später begannen wir mit dem Lieferservice, dann kam mit dem Einstieg von Familie Jungclausen die Geflügelhaltung und die Geflügelschlachtung dazu. Alles hat sich sehr langsam entwickelt. Und so verschachtelt wie die Zuständigkeiten entwickelten, so verschachtelt entwickelte sich auch die räumliche Aufteilung. Das Ziel unserer Baumaßnahmen ist die Verschachtelung zu entwirren. Hierzu haben wir ein Raumkonzept geplant das durch eine Trennung der Arbeitbereiche Erzeugung, Verapacken und Kommissionierung , auch zukünftigen hygienischen Anforderungen gerecht wird. Konkret bauen wir folgendes: Eine Überdachung der Auslieferungszohne. Ein Neubau in welchem Fleisch und Käse verpackt wird mit den dazugehörigen Kühlhäusern für Käse und Fleisch. In diesem Neubau ist auch das Anlieferungskühlhaus und der Bereich Gemüseverpackung und -Verarbeitung untergebracht. Im Bestand verlegen wir das Auslieferungskühlhaus in die direkte Nachbarschaft zur Packhalle in welcher  die Gemüsekisten gepackt werden und das Trockenlager verlegen wir in das aufgegebene Kühlhaus und aus dem Trockenlager werden die Umkleiden für unsere Mitarbeiter.



Aus der Sicht des Gärtners war das Jahr von 2 Extremen geprägt. Das war zum einen die sehr lange, bis in den Frühsommer anhaltende Trockenheit und die in diesen Tagen endende Trockenheit von Oktober bis Anfang Dezember. Während die letztgenannte Trockenheit uns weniger zusetzte, waren unsere Nerven im Frühjahr und Frühsommer oft bis zum zerreisen gespannt. Na ja, es gibt eben keine Gewähr dafür, daß es am nächsten Tag oder in der nächsten Woche regnet. Trotzdem und zu unserer großen Überraschung entwickelten sich unsere Gemüsekulturen und Feldbestände, nach den dann doch einsetzenden Regenfällen, überraschend gut. Natürlich waren die Erträge etwas geringer, aber nach einem erwarteten Totalausfall war das  was wuchs ein großer Gewinn für uns. Manche Kulturen, wie zum Beispiel Mais, hatten sogar außerordentlich gute Erträge. Es stand auf Messers Schneide, noch zwei bis drei Wochen Trockenheit im Frühsommer und wir hätten bei vielen Kulturen im Freiland einen Totalausfall erlitten. Das ging Gott sei Dank noch mal gut. Die Trockenheit im Herbst war und ist nicht so dramatisch. Die meisten unserer Kulturen waren reif und schon abgeerntet. Für die Aussaat des Wintergetreides war zum Ende der Herbstrockenheit die Bodenbearbeitung etwas erschwert, da solch trockene Böden nur mit einem großen Aufwand und Maschinenverschleiß bearbeitet werden können.
Da  wir in unseren Gewächshäusern künstlich bewässern war natürlich dieser Betriebszweig nicht von der Trockenheit betroffen. Hier war es eher so, daß durch die Trockenheit der Krankheitsdruck auf die Pflanzen geringer war.  Je trockener die Luft ist, je weniger Probleme gibt es mit Pilzkrankheiten im Gewächshaus.
Wir sind, dank Ihnen, in der glücklichen Situation, daß wir fast 100% unserer Ernte aus dem Gemüsebau über unseren Lieferservice vermarkten können. Theoretisch könnten wir Ihnen noch viel mehr Produkte aus eigener Erzeugung anbieten, aber zum einen sind wir mit unseren Gebäuden, Lagerflächen und Arbeitskräften an der Kapazitätsgrenze und zum anderen haben wir auch Verpflichtung gegenüber den Kollegen/innen mit denen wir schon seit vielen Jahren vertrauensvoll zusammenarbeiten. Wie zum Beispiel der Biolandbetrieb Betzler, der uns mit Äpfel beliefert, oder der Biolandbetreib Burger von dem wir unsere Möhren beziehen, der Biolandbetrieb Seemann erzeugt Erdbeeren und vom Biolandbetrieb Dillmann bekommen wir Himbeeren. Dieses Netzwerk funktioniert, es entlastet uns und es ist sicher, da wir alle Erzeuger persönlich kennen. Insbesondere vor dem Hindergrund des gegenwärtigen Bioskandal in Italien finden wir den persönlichen Kontakt zu unseren Lieferanten, die regionale und eigene Erzeugung wichtiger den je.
In einem kleinen Umfang werden wir uns im nächsten Jahr wieder an neue Produkte und Nischenprodukten heranwagen. Voraussichtlich werden wir eigene Petersilienwurzel und Honigmelonen anbauen. Probieren wollen wir außerdem im kleinen Umfang den Anbau von Okra

Auch unser Lieferservice entwickelt sich dank Ihnen, unseren Kunden, sehr gut. Wir wachsen langsam, kontinuierlich und sehr organisch. Das ist gut so. Was uns besonders freut ist, daß wir die meisten unserer Neukunden  durch eine Empfehlung unserer  Altkunden gewinnen können. Hier sage ich einfach mal Danke. Im Lieferservice planen wir im nächsten Jahr keine durchgreifende Veränderungen. Durch unsere begonnenen Um- und Neubaumaßnahmen vollen wir ihnen allerdings umfangreicheres Angebot im Trocken-, Käse- und Fleischbereich anbieten.

Wie in diesem Jahr wollen wir Sie auch im Jahr 2012 zu unseren Hofinfotagen einladen. Die genauen Termine erfahren Sie über unsere Rundmail. Auf diesen Hofinfotagen können Sie einen Einblick in unsere Arbeit auf unserem Hof erlangen. Im Gegensatz zum letzen Jahr werden wir nur 2 Hofinfotage veranstalten. Einer im frühen Frühsommer und den anderen im Herbst. Dazwischen wollen wir allerdings noch kleinere Führungen anbieten

Dieses Jahr hatten wir 4 Jubiläen: Vor 50 Jahren erbauten unsere Eltern unseren Hof, vor 40 Jahren stellten Sie den Betrieb auf den ökologischen Landbau um. Vor 25 Jahren übernahm ich den Betrieb und wurde in diesem Jahr 50. Und vor 20 Jahren begannen wir mit unserem Lieferservice. Zu jedem dieser Jubiläen könnte man einige Seiten schreiben, da das jedoch den Umfang des Jahresrundbriefes sprengen würde, werde ich ihnen darüber im nächsten Jahr das wichtigste mitteilen.

Die rechte Hand sollte zwar nicht wissen was die Linke tut, trotzdem hier zur Info.: Wir werden wie jedes Jahr keine Weihnachtsgeschenke an Sie verteilen. Statt dessen spenden wir einen entsprechenden Betrag an Terre des homes für Projekte in Burkina Faso.

Für das neue Jahr wünschen wir uns ein etwas ausgeglicheneres Wetter für unseren Anbau. Für unseren Lieferservice wünschen wir uns viele neue Kunden.
Ihnen wünschen wir ein glückliches Jahr 2012.

Nach Weihnachten machen auch wir eine kleine Pause. Vom 24 Dezember 2011 bis zum 07.01.2011 machen wir Betriebsferien. Ab dem 05.01.2012 sind wir telefonisch wieder für Sie erreichbar und werden ab diesem Zeitpunkt auch wieder Ihre Nachrichten die Sie uns per e-mail zukommen lassen beantworten.

Bitte beachten Sie in diesem Zusammenhang, daß wenn Sie im 14-tägigen Rhythmus beliefert werden und Sie in der KW 51 2011 (das ist die Weihnachtswoche) beliefert werden, dann bekommen Sie Ihre nächste Lieferung erst in der KW 3 2012. Wenn Sie schon in der KW 2 2011 beliefert werden wollen, lassen Sie uns das bitte wissen.

Ich wünsche Ihnen einen schönen 3.Advent.


Grüße
Michael Braun

Unter: http://www.das-leben-ist-kein-biohof.de/
können sie mir Ihre Meinung hierzu schreiben und Fragen Stellen.
hier finden sie auch unser Bautagebuch.

Liebe Kunden/innen KW 49 2011

Und wieder ein Bioskandal. Dieses mal in Italien.
(Taz)"Die italienische Polizei hat einen der größten Skandale um angebliche Biolebensmittel in Europa aufgedeckt. Ein Fälscherring habe von 2007 bis 2010 für insgesamt 220 Millionen Euro 703.000 Tonnen konventionelle Nahrungsmittel als teurere Ökoware unter anderem nach Deutschland verkauft, sagte der Kommandeur der Finanzpolizei in der Provinz Verona, Bruno Biagi, am Mittwoch der taz. Sieben Verdächtige seien verhaftet worden, darunter ein Regionalchef der größten italienischen Biokontrollstelle."

Jetzt soll niemand sagen das kommt nur in Italien vor. Ja, vor nicht all zu langer Zeit hatten auch wir in Deutschland einen großen Bioskandal in den der größte Bioputenmäster und Geflügelschlachter Deutschlands verwickelt war. Der Unterschied zu dem italienischen Skandal ist allerdings dieser, daß in Deutschland die hierfür zuständige Kontrollstelle den Betrug aufgedeckt hat, während in Italien die Kontrollstelle selbst an dem Betrug verwickelt war. Das ist ungefähr so als wenn die Polizei für  die Einbrecher Schmiere steht. Dann wird es  sehr schwer diese zu fassen.
Und inwieweit sind wir betroffen, bzw. Sie unsere Kunden. Für eine richtige Antwort ist es jetzt noch zu früh. Unser Großhändler, die Fa. Ecofit aus Stuttgart teilte uns mit, daß die Ware die er aus Italien importiert nicht davon betroffen ist. Bei dem Betrug handelte es sich überwiegend um Ware für die Lebensmittelverarbeitung. Frischgemüse und Obst wären davon nicht betroffen, so die Aussage von Herr Schlosser von der Fa. Ecofit.
Und was tun wir? Wir gehen konsequent unseren Weg. So viel wie möglich selbst erzeugen, regional zukaufen und einen persönlichen Kontakt zu unseren Lieferanten und Kollegen pflegen.
So lange der Preisunterschied zwischen Bio- und Konventioneller Ware so hoch ist wie zur Zeit, wird es immer wieder Skandale geben.  Nicht weil einem hier der Betrug leicht gemacht wird, sondern weil man hier am Betrug reich werden kann. Aber es hat sich auch in den letzten Jahren gezeigt,  daß wenn die Kontrollen streng und konsequent durchgeführt werden, der  Betrug und die Fälschungen aufgedeckt werden. In Italien war es übrigens die Finanzverwaltung die den jetzigen Biobetrug aufgedeckt hat. Die Betrüger hatten um die Herkunft der Ware zu verschleiern, fiktive Transporte abgerechnet und es hierbei etwas übertrieben.

Auf unserem Hof freuen wir uns über die immer noch sehr milden Temperaturen und den endlich einsetzenden Regen. Die Stürme der letzten Tage haben allerdings unseren Gewächshäusern etwas zugesetzt.
Wenn das Wetter mitspielt beginnen wir nächste Woche mit den Fundamentarbeiten für den Neubau unsere Käse- und Fleischpackhalle.

Sollten Sie für Ihr Weihnachtsessen noch Geflügelfleisch benötigen bestellen Sie es bitte rechtzeitig. Wir haben noch Gänse, Enten, Puten und Landgockel im Angebot. Auch Schweine- und Rindfleisch von unserem Bioland-Kollegen Fauser  können Sie noch bis ende dieser Woche bestellen.

Ich wünsche Ihnen einen schönen 3.Advent.


Grüße
Michael Braun

Unter: http://www.das-leben-ist-kein-biohof.de/
können sie mir Ihre Meinung hierzu schreiben und Fragen Stellen.
hier finden sie auch unser Bautagebuch.

Liebe Kunden/innen KW 48 2011

Ganz ehrlich, über die derzeitigen Temperaturen sind wir nicht unglücklich. Wohl am meisten freuen sich darüber unsere Fahrer/innen. Nur Regen brauchen wir jetzt dringend, das spät gesäte Wintergetreide keimt bei der derzeitigen Trockenheit nicht.
Auf unseren Feldern beginnt jetzt die Grundbodenbearbeitung für die Frühjahrsausaat. Jahreszeitlich bedingt ist es auch in und um unsere Gewächshäuser ruhiger geworden. Feldsalat ernten und pflanzen ist hier zu Zeit unsere Hauptbeschäftigung.

Auf dem Hof haben wir mehrere Baustellen. Zum einen wächst eine Brandschutzwand auf 6 m Höhe. Diese Baustelle wird diese Woche abgeschlossen. Daneben werkeln die Kühlhaustechniker und bereiten den Umbau und Umzug unseres Kühlhauses am Wochenende vor.
Und auf der Baustelle Neubau Käsepackhalle bereiten die Bauarbeiter den Baugrund für die Fundamente vor.

In drei Wochen ist Weihnachten. Die Temperaturen lassen es uns zur Zeit manchmal fast vergessen, deshalb hier die Erinnerung. Sie erleichtern uns erheblich unsere Arbeit vor Weihnachten wenn Sie ihr Geflügelfleisch rechtzeitig bestellen. Sie können noch Gänse, Puten, Miniputen, Enten und Landgockel bestellen. Als Besonderheit bieten wir dieses Jahr Weihnachtsgockel an. Das sind etwas schwerer Landgockel mit einem Gewicht von 2,5kg bis 3,0kg


Liebe Kunden/inne KW 47 2011

Auf die Frühjahrstrockenheit folgte die Trockenheit im Herbst. Sowohl im Frühjahr wie auch jetzt kann ich mich an solche Extreme nicht erinnern. Im Gegensatz zur Trockenheit im Frühjahr schadet die jetzige Trockenheit den Kulturen noch nicht. Im Gegenteil, das trockene Wetter war für die Ernte der Herbstkulturen und die Aussaat des Wintergetreides ideal. Allerdings leidet das in diesen Wochen gesäte Wintergetreide etwas an der Trockenheit.
Wie trocken der Boden ist merkt man erst richtig bei der Bodenbearbeitung. Wir beginnen zur Zeit mit dem Umbruch der im Sommer gesäten Gründüngung. Die Gründüngung wird zuerst mit einer Maschine zerkleinert und anschließend flach in den Boden eingearbeitet. Der Boden ist hier nicht nur trocken, er ist steinhart. Nicht nur die fehlenden Niederschläge sind hier ursächlich verantwortlich, sondern hinzu kommt, daß die Gründüngungspflanzen dem Boden das Restwasser fast komplett entzogen haben.
In unseren Gewächshäusern wächst es nun etwas langsamer. Dafür machen wir auf unserer Hofstelle eine Baustelle nach der anderen auf.
Diese Woche beginnen wir mit den Fundamenten der Brandschutzwand an der die Halle die den Auslieferbereich überdacht, angedübelt wird. Im neuen Kühlhaus wird zur Zeit die Bodenbeschichtung nachgebessert. Nächste Woche wird, falls die Bodenbeschichtung hält, die Technik eingebaut. In der Anlieferungszone haben wir eine Wand demontiert um mehr Platz für unser Leergut zu bekommen. Zusätzlich wollen wir durch eine Zwischenwand den Anlieferungsbereich besser vom Packbereich trennen. Auf der Baustelle „Neubau Packhalle“ werden wir am Samstag noch einige alte Betonplatten entfernen, die überraschend unter einer 40 cm dicken Mineralbetonschicht aufgetaucht sind.

Folgende Produkte haben wir neu in unser Sortiment aufgenommen: Saftmöhren, das sind Möhren in Übergröße, Orangen im 5kg Gebinde und Clementinen im 3kg Gebinde. Die Orangen und Clementinen im Gebinde sind wesentlich günstiger als im Einzelverkauf. Ideal für die Saftpresse.

In unserem Blog können Sie uns Ihre Meinung mitteilen außerdem haben wir hier unser Bautagebuch
http://www.das-leben-ist-kein-biohof.de/

Grüße
Michael Braun


Liebe Kunden/innen KW 46 2011

Diese Woche hatten wir die ersten Nächte mit relativ strengem Frost.
Minus 5° C überlebt jetzt nur noch Wirsing, Grünkohl, Rosenkohl, Spinat und Pastinake.
Alle anderen Kulturen die jetzt noch im Freiland auf den Feldern ohne Schutz durch eine Folie oder ein Vlies stehen, erfrieren bei diesen Temperaturen.  Das hat natürlich auch Auswirkungen auf unser Angebot  für Sie. Freilandsalate, Bundzwiebel, Fenchel, Kohlrabi, Blumenkohl, Brokkoli sind regional bzw. aus Deutschland nicht mehr verfügbar. Trotzdem verfügen wir zur Zeit noch über ein der Jahreszeit angemessenes umfangreiches Sortiment aus eigenem und regionalem Bioanbau. In unseren Gewächshäusern wächst Kresse, Wegerich, Blutampfer, Postelein und Feldsalat. Im Freiland steht noch erntefähiger Spinat, den wir wenn es nicht sehr viel kälter wird in ein bis zwei Wochen ernten können. Auch der Mitte Oktober im Freiland gesäte Spinat verträgt Temperaturen bis Minus 20°C. Dieser Spinat ist zur Ernte im Frühjahr 2012 vorgesehen. In unserem Lager haben wir Kübisse eingelagert.  Neben der eigenen Ware, beziehen wir ein umfangreiches Sortiment von unseren Kollegen, die sich auf die Einlagerung von Wintergemüse spezialisiert haben, oder auch über moderne heizbare Gewächshäuser verfügen. Kräuter und Kohl beziehen wir von der Biolandgärtnerei Landes aus Heilbronn, Pastinaken von dem Demeterhof Waldbauer aus Hochdorf, Möhren von unserem Biolandkollegen Albert Burger aus Nussdorf.
Manche unserer Kunden fragen uns, warum wir nicht mehr, oder sogar nur auschließlich regionale Bioprodukte anbieten. Zur Zeit wäre das sogar noch möglich, allerdings auch schon jetzt mit erheblichen Einschränkungen was die Vielfalt betrifft. Ab Februar bis Ende April würde sich unser Angebot auf Wurzelgemüse und Kohl reduzieren. Das ist durchaus eine Möglichkeit sich verantwortungsbewusst zu ernähren.
Auf der anderen Seite müssen wir auch bedenken, daß unser derzeitiger Wohlstand sehr exportorientiert ist. Für uns ist es geradezu selbstverständlich, daß wir unsere industriellen Erzeugnisse in alle Welt verkaufen. Der Import von Lebensmittel schafft hier einen gewissen Ausgleich in den Handelsbilanzen. Die Existenz vieler Südeuropäischer Landwirte und Gärtner hängt unter anderem auch davon ab, ob wir im Winter deren Waren kaufen. Auch ist einem Bauer in Togo mehr damit gedient, wenn wir seine Ananas kaufen und essen, als wenn wir im eine Spende geben.
Ich rede hier nicht dem Maßlosen Import von Lebensmittel das Wort. Wir handeln nach folgendem Grundsätzen bei der Auswahl unseres Angebotes:
Die Lebensmittel müssen aus ökologischer Erzeugung sein.
Erzeugnisse aus eigenem Anbau bevorzugen wir.
Regionale Erzeugnisse habe Vorrang vor einem überregionalen Angebot.
Bei der Abwägung spielt  natürlich auch immer die äußere und die innere Qualität der Ware eine Rolle. Ein regionaler Weißkohl, der 3,5 kg wiegt lässt sich nicht verkaufen. Regionale Äpfel, die durch eine schlechte Lagerhaltung innen braun sind verspielen ihren regionalen Vorteil.
Und letztendlich spielt auch der Preis eine Rolle. Dieser Punkt spielt zum Glück bei uns eine untergeordnete Rolle, da wir mit den meisten Kollegen, von denen wir Ware beziehen eine langjährige Partnerschaft pflegen. Sie können das zum Beispiel an unseren Preisen für Äpfel und Möhren sehen. Solange wir von unseren Partnern diese Produkte beziehen sind die Preise stabil und günstig. Nicht auf Discounter Niveau, aber doch zumeist günstiger als im Biosuppermarkt oder im Lebensmitteleinzelhandel. Das Gleiche gilt natürlich auch für die Produkte die  wir auf unserem Betrieb selbst erzeugen.

Nächste Woche packen wir in unsere Gemüsekisten: Wegerichsalat, Feldsalat, Kürbis (diese Produkte sind aus eigener Erzeugung) dazu kommen, Lauch und Rote Beete (Otto Elser aus Hochdorf) und Blumenkohl (Frankreich) und Schwarzwurzel (Holland).
Die Deutsche Blumenkohlsaison ist vorüber, und nach Weißkohl und Schwarzkohl in der letzten und vorletzten Woche, ist Blumenkohl eine kleine Abwechslung im Speiseplan. Schwarzwurzel werden in Deutschland nicht angebaut, da auf den Schwarzwurzelfähigen Flächen die Bauern lieber Spargel anbauen. Wir probierten einmal vor Jahren diese Kultur, aber unsere Böden sind für eine sichere Ernte zu schwer (es ist zu viel Ton im Boden) und zu steinig.

Ich wünsche Ihnen ein schönes nicht zu kaltes Wochenende.

Michael Braun



Liebe Kunden/innen KW 44 2011

Nachdem die Sommerkulturen nun komplett abgeräumt sind füllen sich unsere Gewächshäuser langsam wieder mit den Winterkulturen.
Hier hauptsächlich Feldsalat. Neben Feldsalat wachsen jetzt noch, Petersilie, Schnittlauch, Winterkresse, Hirschhorn- und Spitzwegerich, Postelein und Sauerampfer. Die ungewöhnlich warme Witterung tut das ihre dazu um die Pflanzen für diese Jahreszeit außergewöhnlich gut und schnell wachsen zu lassen. Da wir den ersten Feldsalat sehr spät gepflanzt haben, dauert es allerdings noch 2 bis drei Wochen bis zur ersten Feldsalaternte. Aber da es zur Zeit noch genügend große Mengen Freilandkopfsalate gibt ist das ganz gut so. Den letzten Feldsalat pflanzen wir in der ersten Dezemberwoche. Dieser Feldsalat wird ende Februar zur Ernte anstehen.
Auf unseren Feldern werden wir diese Woche mit der Aussaat des Wintergetreides fertig.
Auch unser Freilandgeflügel  freut sich über die sonnigen Tage und gedeit prächtig. An dieser Stelle will ich Sie nochmals auf unser Frühbucherrabatt für unsere Weihnachtsgänse hinweisen. Wenn wir Ihnen die Weihnachtsgans schon in der KW 48 oder 49 liefern können kostet das kg nur 15,25€ satt 17,25€. Sie müssen die Gans dann allerdings bis Weihnachten einfrieren. Dieses kurzzeitige einfrieren schadet übrigens in keiner Weiser der Qualität des Gänsefleisches.

Nächste Woche packen wir in unsere Gemüsekiste viele Produkte  von unseren Kollegen Achim Bauer und Katja Besselmann, die einen großen Biolandgemüsebaubetrieb in der Pfalz bewirtschaften. Durch die noch mildere Witterung als bei uns, haben sie auch noch jetzt im Dezember ein großes Angebot von Freilandgemüse. Freuen können Sie sich auf Lauch, Schwarzkohl, Sellerie, Fenchel, Radieschen, Batavia-Salat  und Zuckerhut.

Ich wünsche Ihnen ein schönes sonniges Wochenende


Liebe Kunden/innen

Wir bauen auf unserem Betrieb sehr viel selbst an. Es sind bestimmt 40 bis 60 verschieden Kulturen im Jahr. Dazu kommen Landgockel, Puten, Gänse und Enten, die Hofmetzgerei, der Hofladen und der Lieferservice. Um Ihnen ein, über das ganze Jahr hinweg, umfassendes Sortiment bieten zu können, kaufen wir auch sehr viel Produkte von Bioland- und Demeterbetrieben  aus der Region dazu.
Viele dieser Betriebe sind Spezialisten für ein Produkt oder eine Produktgruppe. Jedes Jahr besuchen wir 1 bis 2 dieser Betriebe mit unseren Mitarbeitern um den Produkten die wir von diesen Betrieben beziehen  ein Gesicht zu geben. Vor zwei Wochen besuchten wir in diesem Jahr den Biolandbetrieb Blessing aus Wiernsheim. Von diesem Milchviehbetrieb beziehen wir ein umfangreiches Milch- und Käsesortiment, das  in der kleinen hofeigenen Käserei selbst hergestellt wird.

Lesen Sie hier den Bericht unserer Mitarbeiterin und Käsefachfrau Andrea Essig über die Exkursion in die Käserei beim Biolandhof Blessing

Klein aber Fein !

Ein schöner Spätsommertag und ein paar neugierige Damen vom Biohof-Braun-Team auf dem Weg zur Käseherstellung beim Biohof Blessing in Wiernsheim.

Nach einem herzlichen Empfang durch Regine und Jörg Blessing wurden wir direkt zur Produktionsstätte geschleust. Im Vorraum der Käserei mussten wir uns noch vorschriftsmäßig "verkleiden" d.h. Haarnetz u. Überschuhe anziehen, denn Hygiene ist oberstes Gebot!

In der Käserei erwartete uns bereits eine Mitarbeiterin des Hofes, die zusammen mit Jörg Blessing die Produktion des Käses startete.

In einer riesigen Edelstahlwanne mit 550 liter auf 63 Grad vorgewärmter Milch ( die Milch bleibt eine halbe Stunde bei dieser Temperatur und wird dann auf 40°C abgekühlt ) hatte die Mitarbeiterin schon vor 1 Stunde 140ml Kälberlab und 7 liter eigener Blessing Joghurt der Milch zugeführt. Durch das Lab-Enzym wird der Prozess der Gerinnung (ohne daß die Milch sauer wird) in Gang gesetzt.

Die Milch ist jetzt wie Pudding oder in der Fachsprache die Dickete oder Garlete. Nun muss vorsichtig die Dickete geschnitten werden, dies erfolgt mit einer Käse-Harfe die den Bruch wie die Masse nun genannt wird in kleine oder größere Teilchen schneidet (je kleiner desto fester später der Käse).
 
Jörg Blessing erklärte und zeigte uns wie man aus der großen Menge Bruch nun verschiedene Käsesorten herstellt. Er schöpfte einen Teil der Masse ab und vermischte die Menge in einer separaten Wanne mit z.b. frischen Kräuter oder Kümmel und befüllte die bereitgestellten Käseformen mit der Mischung. - an dieser Stelle durften auch wir in Aktion treten, jede konnte sich eine kleine Käseform befüllen und nach kurzem absetzten also nach Austritt der Molke einmal in der Form drehen - was gar nicht so leicht war.- das Drehen der großen Käselaibe übernahmen Jörg Blessing und seine Angestellte.
 
Nachdem der ganze Käsebruch abgeschöpft ist, bleibt als Nebenprodukt die Süßmolke übrig. Aus 550 liter Milch wird 55 Kilo Käse und der Rest ist die Molke, diese wird bei Blessings an die Schweine verfüttert oder weggeschüttet. In den Verkauf geht nur sehr wenig Molke.
Nach dem ersten Drehen in der Form werden die Käselaibe durch eine Druckmaschine langsam von der Molke befreit - dies dauert mehrere Stunden.
Um die gepressten Laibe haltbar zu machen müssen sie ca. 30 Std. in ein Salzbad gelegt werden. Nach diesem Arbeitsschritt werden die gebadeten Käselaibe in der Reifekammer gelagert und bis zum Verkauf 3x  pro Woche mit Salzwasser abgebürstet.
die kleinen Laibe die wir machen durften kommen nur kurze Zeit ins Salzbad, sind deshalb auch nicht lange haltbar und sollen schnell verzehrt werden – was wir selbstverständlich machen werden!

Nach dieser tollen Käse-Live-Show, zeigt uns Jörg Blessing noch den Hof mit seinen 50 Milchkühen, Jungvieh, Schweinen und seiner hofeigenen Biogasanlage. 

Zum Abschluß dürfen wir noch verschiedene Käse probieren und frische Milch dazu trinken. ein wahrer Genuss.
Nach einem Blick und Einkauf in den Hofladen den Regine Blessing betreibt fahren wir wieder in Richtung Aurich, mit dem guten Gefühl etwas wirklich sehr gutes gegessen und produziert zu haben,
eben - klein aber fein -  !


Vielen dank an Regine und Jörg Blessing, war super informativ und eindrucksvoll! 


Grüße Michael Braun

Liebe  Kunden/innen KW 42 2011

40 Millionen Euro Subventionen will Porsche als Zuschuss für seine Subventionen in Leipzig. Bei einer Investition dieser Summe in Infrastruktur und Gebäude sind das bei einer Abschreibung von 3% und etwas Zinsen 200 000 Euro Kostenersparnis im Jahr. Bei einer Produktion von 100 000 Autos sind das 20 €uro pro Auto. 50  Millionen Euro bekam der ehemalige  CEO Wendelin Wiedeking als Abfindung.  Das passt alles nicht zusammen.

Auch wir bauen. Fast eineinhalb Jahre dauerte die Planung. Als eines der größten Probleme erwies sich der Brandschutz, der uns umfangreiche Umplanungen und kostspielige Gutachten abnötigte. 
Geplant sind eine Überdachung des Auslieferungsbereiches, neue Umkleiden für unsere Mitarbeiter/innen, neue Kühlhäuser für Käse, Fleisch, Anlieferung und Auslieferung. Dazu kommt eine neue Halle für die Kommissionierung von Käse und Fleisch und für die Vorportionierung von Gemüse. Die ersten Umbaumaßnahmen sind fertig, in zwei Wochen werden die Böden für das Auslieferungskühlhaus beschichtet, Mitte November, so hoffe ich, können wir die Fundamente für die Überdachung des Auslieferungsbereiches erstellen, so daß dieser noch vor dem Jahresende fertiggestellt wird. Auf 200 000 Euro bis 250 000 Euro belaufen sich diese Investitionen in unserm Betrieb. Verglichen mit Porsche wären das 20 000 Euro Subventionen. Für uns so viel, wie für Porsche 40 Millionen. Allerdings auf eine Zitrone heruntergerechnet unbedeutend, genau so unbedeutend wie 2 Euro für einen Porsche. Weder die Zitrone noch der Porsche werden billiger durch die Subventionen.

Im Gegensatz zu Porsche bekommen wir keine Subventionen.


Draußen auf den Feldern bricht die Hektik aus. Die ersten Frostnächte haben zum Glück noch keine Schäden angerichtet. Wir konnten die empfindlichen Kulturen wie Paprika und Auberginen noch vorher abernten. In den Gewächshäusern ist die Situation ähnlich. Noch keine Frostschäden bei Tomaten und Paprika. Diese Woche ist bei diesen Kulturen wohl die letzte Ernte. Das ist auch die Ursache dafür, daß sich diese Woche unsere Abokistenplanung  mehrfach geändert hat. Anstatt Rübstiel haben wir an manchen Tagen Auberginen gepackt und anstatt wie ursprünglich vorgesehen Mangold kamen Tomaten in die Kiste. Wer kein Rübstiel bekommen hat, kann dieses Gemüse jederzeit bei uns noch individuell bestellen. So lange es keine zweistelligen Minusgrade gibt, kann  er noch lange auf dem Feld stehen.

Nächste Woche packen wir folgendes in die Gemüsekisten:  Möhren, Butternutkürbis, Lauch, Pepperoni, Chinakohl, Wegerichsalat und Schnittlauch.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende

Michael Braun

Liebe Kunden/innen. KW 41 2011

Im Gegensatz zum letzen Jahr, werden wir  in diesem Herbst hoffentlich vor frühen Frösten verschont. Das ist gut so, denn auf unseren Feldern und in unseren Gewächshäusern stehen viele Kulturen die noch abgeerntet werden müssen. Paprika, Mangold, Auberginen, Peperoni und Rübstiel im Freiland. Tomaten und Paprika im Gewächshaus. Das erste Gewächshaus haben wir diese Woche mit Feldsalat bepflanzt. Wir pflanzen von Hand 100 Pflanzen/m² das sind jeweils 40 000 Pflanzen pro Gewächshaus. Obwohl dieses Verfahren sehr arbeitsaufwändig und teuer ist, ist es der Direktsaat überlegen, weil es sicherer und schneller ist. Während es bei der  Direktsaat zwischen 8 Wochen und 15 Wochen dauert bis man den Feldsalat schneiden kann, sind es beim gepflanzten Feldsalat nur 4 bis 8 Wochen je nach Jahreszeit. Des Weiteren haben wir beim gepflanzten Feldsalat sehr viel weniger Probleme mit der Verunkrautung, da in der Regel der Wachstumsvorsprung des Feldsalates ausreicht, damit die Unkräuter nicht zum Problem werden.

Nächste Woche kommt in manche Gemüsekisten Rübstiel.  Obwohl wir wissen, daß dieses Gemüse auf den Schwaben wirkt wie Spätzle auf den Fischkopf, packen wir es einmal im Jahr in unsere Gemüsekisten. Richtig zubereitet kann es auch dem Schwaben schmecken. Anstatt mit Kartoffeln kann man Rübstiel auch mit Spätzle servieren.
Zu Rübstiel packen wir Mangold, Paprika, kleine Mengen Auberginen und Tomaten, nochmals Endivie und Asiasalat.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende.

Michael Braun

Liebe Kunden/innen KW 40 2011

Die Zuckermaissaison ist ab dieser Woche für dieses Jahr vorüber. Ebenso sind von unseren Stangenbohnen und von den Zucchinis nur noch kleine Mengen zu erwarten. Auch bei den Tomaten machen sich jetzt die kühleren Tage und die zu erwartenden kalten Nächte bemerkbar. Kurz gesagt, es wird Herbst.

Auf unseren Feldern haben wir diese Woche den ersten Körnermais gedroschen. Die Erträge sind trotz der langen Trockenheit im Frühjahr sehr gut. Der Mais hat sich über den feuchten Sommer gefreut und in diesen Wochen aufgeholt, was er im Frühjahr verpasst hat. Nach dem Maisdrusch werden die Maisfelder gemulcht, hierbei werden die Maisstoppeln und das Maisstroh mit einer Maschine zerhackt und klein gemacht damit sie bei der darauffolgenden Bodenbearbeitung nicht stören. Ein weiterer positiver Nebeneffekt des Zerkleinern der Maisstoppeln ist, daß durch eine schnellere Strohrotte Getreidepilzkrankheiten zerstört werden und auch der Maiszünsler kann auf dem zerkleinerten Maisstroh schlechter überwintern.

Nächste Woche packen wir in die Gemüsekiste: Auberginen, Endivie, Paprika, Asiasalat, Schnittlauch, Fenchel und Tomaten.

Nicht nur die Pflanzen, sondern  auch unser Weidegeflügel hat sich in den letzen warmen Herbstsommerwochen sehr wohl auf den Weideflächen gefühlt. Landgockel, Puten und Gänse wachsen und gedeihen hervorragend. Obwohl erst (oder schon) in 11 Wochen Weihnachten vor der Türe steht, bitten wir Sie, Ihr Weihnachtsgeflügel rechtzeitig zu bestellen. Wie im letzen Jahr bieten wir auch dieses Jahr für unsere Gänse einen Frühbucherrabatt an, wenn wir Ihnen Ihre Gans schon zwei Wochen vor Weihnachten liefern können. Sie müssen die Gans dann allerdings einfrieren, was der Qualität aber überhaut nicht abträglich ist.

Grüße
Liebe Kunden/innen.

Vorne weg zuerst mal was organisatorisches.:
Wegen dem Feiertag am 03.10.2011 werden Sie nächste Woche einen Tag später als sonst üblich beliefert.
Bitte beachten Sie bei Ihrer Brotbestellungen für den Dienstag, daß diese bis spätestes Samstag 11 Uhr bei uns sein muss.

Auf unseren Feldern trocknet, bei der für diese Jahreszeit doch sehr ungewöhnlich warmen Witterung, der Körnermais hervorragend auf dem Feld ab. Sollte das Wetter so weitermachen, müssen wir den Mais nach dem Drusch in diesem Jahr nicht einmal trocken. So etwas kommt in 20 Jahren nur einmal vor. Körnermais wird in normalen Jahren mit einem nicht so warmen und trockenen Wetter wie in diesem Jahr üblicherweise  mit mehr als 20% Feuchtigkeit gedroschen. Unseren Körnermais lagern wir auf dem Hof ein und verwenden ihn als Futter für unser Geflügel. Allerdings hat das warme Wetter auch seine Kehrseite. Die eigentlich jetzt notwendige Bodenbearbeitung zur Vorbereitung der Herbstbestellung für das Wintergetreide mussten wir unterbrechen, weil der Boden viel zu trocken und hart ist.

Unser Gemüse im Freiland, Paprika, Auberginen, Zuckermais und Zucchini, reift zur Zeit hervorragend ab. Diese Kulturen leiden noch nicht besonders unter dem Wassermangel. Nur der im September gesäte Spinat schwächelt ein wenig und sollte es die nächsten 2 Wochen nicht regen müssen wir diese Kultur voraussichtlich umbrechen.

Auch in unseren Gewächshäusern macht sich der Herbst bemerkbar. Die Tomaten reifen trotz den warmen Tagen, aufgrund der kalten Nächte, viel langsamer ab und haben auch nicht mehr das tiefe rot des Sommers. Noch ca. 2 Wochen haben wir eigene Tomaten. Auch bei den Paprika steht in den nächsten Wochen die letzte Ernte an. Die Stangenbohnen ernten wir nächste Woche zum letzten Mal, dann werden sie abgeräumt um anschließend sofort Feldsalat pflanzen zu können.

Nächste Woche packen wir in die Gemüsekiste: Zuckermais (voraussichtlich zum letzten Mal in diesem Jahr) Paprika, Tomaten, Endivie, Blutampfer und Kräuter)


Ich wünsche Ihnen ein schönes langes Wochenende.



Liebe Kunden/innen KW 38_2011

Am kommenden Samstag den 24.09.2011 ab 11 Uhr laden wir Sie ganz herzlich zu unserem 3. Hofinfotag in diesem Jahr ein. Wie schon an den 2 vorherigen Infotagen in diesem Jahr steht auch hier wieder die Information für Sie  über den aktuellen Stand in unserem Landwirtschaftlichen Betrieb im Vordergrund. Bei Gewächshausführungen und bei Felderrundfahrten werden Sie sehen was zur Zeit in den Gewächshäusern und auf unseren Feldern wächst. Natürlichzeigen wir Ihnen auch die Weiden unseres Freilandgeflügels. Hier können Sie die Gänse, Puten und die Landgockel auf den Wiesen weiden sehen.
Entsprechend der Jahreszeit haben wir für Sie auch kulinarisch vorgesorgt. Ob Schupfnudeln mit Sauerkraut, Kürbissuppe und  Zuckermais stehen auf dem Speiseplan am Samstag zum Nachtisch gibt es Kaffee, Tee und Kuchen.

Damit es auch Ihren Kindern nicht langweilig wird haben wir für diesen Hofinfotag extra schon im Frühjahr vorgesorgt indem wir Kürbisse zum aushöhlen angebaut haben.

Die Ernährungsberaterin Diana Kühnle aus Kleinglattbach berät  sie am Samstag in allen Fragen zu einer gesunden und ausgewogenen Ernährung.

Hier noch eine kurze Wegbeschreibung.: B10 Abfahrt Vaihingen Enz Mitte, Richtung Aurich, direkt vor der Ortseinfahrt Aurich rechts abbiegen nach 500m links abbiegen dann nach weiteren 700 m haben Sie Ihren Zielort erreicht.
Von Süden kommend fahren sie durch Aurich durch Richtung Vaihingen an der Enz, dann biegen Sie an der Ortsausfahrt links ab.

In der Kalenderwoche 42,  das ist vom 17.10.2011 bis zum 21.10.2011 bieten wir Ihnen wieder unsere beliebten 5 kg Rindfleischpakete an. Bitte bestellen sie rechtzeitig, damit wir entsprechend vorplanen können.

Nächste Woche packen wir Wegerich in die Gemüsekisten. Den Wegereich verwenden Sie am besten als Salat. Er schmeckt meiner Meinung nach hervorragend, wenn man ihn klein schneidet und ihn danach eine kurze Zeit in Essig und Öl ziehen lässt. Dazu gibt es Winterkresse. Auch das ist ein selbst uns noch unbekanntes Gemüse. Wer Brunnenkresse kennt, kann sich schon jetzt eine ungefähre Vorstellung über den Geschmack  machen.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende.

Michael Braun


Liebe Kunden/innen KW 36 2011

30% der genusstauglichen Lebensmittel werden auf dem Weg vom Acker bis zum und nach dem Tisch verworfen. So jedenfalls konnte man es in der FAS und in anderen Tageszeitungen sowie diversen Fernsehsendungen in den letzten Tagen lesen und sehen. Auch bei uns fallen zum Ende einer Woche eine ganze Menge unverkaufter Reste an, die wir zum großen Teil entsorgen müssen. Es bewegt sich bei uns in einer Größenordnung zwischen 1 bis 5%. Bitte beachten Sie in diesem Zusammenhang, daß je früher Sie bestellen, je besser können wir unsere Mengen kalkulieren für die Ernte und für die Bestellungen bei unseren Kollegen. Das gilt insbesondere für unsere Geflügelfleischprodukte. Das MDH ist bei diesen Produkten sehr kurz und wir schlachten aus arbeitswirtschaftlichen und hygienischen Gründen nur einmal in der Woche.


Nicht nur an den Temperaturen sondern auch an den sich schon leicht verfärbenden Baumwipfel, merkt man, daß der Sommer fast vorüber ist.
Auf unseren Feldern beginnen wir mit der Vorbereitung der Herbstaussaaten für die Ernte 2012. Da wir vor der Aussaat und auch danach keine Herbizide (Spritzmittel gegen Unkräuter) einsetzen, müssen wir zur Unkrautbekämpfung den Boden sehr intensiv bearbeiten, um  die Unkräuter mechanisch, durch ausreißen und abtrocknen, zu bekämpfen. Zuerst wird der Winterroggen ausgesät, darauf folgen Dinkel und Winterweizen. Auf einer kleineren Fläche säen wir auch Winterspinat. Dieser wird Ende September  gesät und wenn man Glück hat  und es keinen zu starken Frost gibt, kann man ihn pünktlich zu Ostern 2012 ernten.
In unseren Gewächshäusern stehen noch Tomaten, Paprika, Kräuter und Endivie. Ende nächster Woche beginnen wir mit der Ernte unserer Stangenbohnen.

Nächste Woche ernten wir für Sie: Mangold, Kräuter, Tomaten, rote Beete, Paprika, Kürbisse und Auberginen.

Ich wünsche Ihnen ein schönes letztes Sommerferienwochenende.


Liebe Kunden/innen KW 35 2011

Mit dem Ende der Sommerferien, scheint auch das Ende des Sommers zu nahen.
Obwohl es tagsüber noch sehr warm ist verlangsamen die doch kühlen Nächte das Wachstum unserer Gemüsekulturen nun doch erheblich.

In unseren Gewächshäusern haben wir diese Woche einige Neuigkeiten für Sie gepflanzt. Spitzwegerich, Blutampfer, Hirschhornwegerich und Winterkresse. Bei all diesen Pflanzen wird das Blatt geerntet und als Salat zubereitet. Wir sind selbst gespannt ob und wie es schmeckt. In einem anderen Gewächshaus haben wir, dieses Jahr zum letzen mal, Ruccola, Kerbel, Dill und Asiasalate gepflanzt.  Unsere Stangenbohnen im Gewächshaus sind gerade in der Vollblüte, hier können wir in zwei bis drei Wochen mit der Ernte beginnen.

Im Freiland keimt der  vor zwei Wochen gesäte Spinat und Rübstiel. Im Gegensatz zum letzten Jahr bringen unsere Freilandauberginen einen ganz ordentlichen Ertrag deshalb kommen auch diese Früchte in der nächsten Woche nochmals in die Kiste


Nächste Woche Packen wir in die Gemüsekiste: Paprika grün/rot und noch einmal Auberginen. Dazu kommen Zuckermais, Tomaten, Möhren und Schnittlauch. Obwohl auch unsere Buschbohnen wunderschön sind, packen wir sie nicht in die Kiste, Sie können aber Buschbohnen über unseren e-shop oder auch telefonisch bestellen. In der Obstkiste sind nächste Wochen nochmals Canari Honigmelonen und Zwetschgen. Canari Honigmelonen sind zur Zeit supergünstig und nur halb so teuer wie Galia- oder Charentais-Melonen. Zwetschgen sind zur Zeit absolute Saisonware und es wäre schade dies nicht zu nützen.

Sie können sich jetzt schon den 24.09. vormerken. An diesem Samstag ist unser diesjähriger 3. Hofinfotag.

Ich wüsche Ihnen ein schönes sonniges Ferienwochenende

Michael Braun

Liebe Kunden/innen. KW 34 2011

Die Hitzewelle am Anfang dieser Woche hat unseren Pflanzen und noch viel mehr unserm Federvieh sehr zu schaffen gemacht.
 
Die Stangenbohnen im Gewächshaus bekamen auf ihren Blättern richtige Brandflecken und die Tomaten reifen nun schneller ab als wir sie verkaufen können.

Um die Hitze für unsere Tiere erträglich zu machen, haben wir unsere Maisfelder zu Weiden umfunktioniert. In den bis zu 3 Meter hohen Maisbeständen fühlen sie sich auch bei 35°C noch sichtlich wohl.

In unseren Gewächshäusern nimmt  nun auch der Paprika endlich etwas Farbe an. Langsam wird aus der Grünen Farbe gelb und rot. Mit dem Farbumschlag  wird der Paprika süßer und wohlschmeckender.

Auf unseren Gemüsefeldern haben wir diese Woche die Kürbisse geerntet. Es waren Hokkaidos rot und grün, gelber Zentner und Rondinis. Nach der Ernte lagern wir die Kürbisse bis zum ersten Frost auf dem freien Feld mit einem Regenschutz. Hier können sie abatmen und abtrocknen. Im Gegensatz zu fast allen anderen Gemüsearten wollen es  Kürbisse  warm und trocken. Wenn Sie Kürbisse im eigenen Garten haben, lagern Sie sie am besten auf dem Fensterbrett über der Heizung und niemals im Keller oder im Kühlschrank.

Ab nächster Woche bieten wir Ihnen sehr günstig Einkochtomaten im 3 kg Gebinde an. Sie kosten 1€/kg.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Sommerwochenende.

Michael Braun


Liebe Kunden/innen. KW 33 2011

Nächste Woche ist die 3. Sommerferienwoche. Für uns ist das jedes Jahr eine unserer schlechtesten Umsatzwochen, da viele unserer Kunden nun in Ihrem wohlverdienten Urlaub sind. Deshalb haben Sie auch diese Woche anstatt 2 Zuckermais 3 Stück bekommen. Einen ohne Berechnung. Nächste Woche werden wir voraussichtlich ähnlich verfahren. Ab der KW 35, also ab übernächster Woche, haben wir aus dem gleichen Grund auch voraussichtlich auch einen Tomatenüberschuss. Wir werden Ihnen diese Tomaten dann als Einkochtomaten wie jedes Jahr sehr günstig anbieten.

In unseren Gewächshäusern  haben wir diese Woche die Gurken abgeräumt und anschließend Herbstendivie gepflanzt.
Auf unseren Feldern keimt die in der letzen Woche gesäte Gründüngung (Lupine, Erbsen, Wicken. Ackerbohnen, Ölrettich) sehr gut. In zwei Wochen wird der Boden wieder von einem grünen Teppich bedeckt sein. Ölrettich und Lupine beseitigen Bodenverdichtungen, Erbsen und Wicken sorgen zusammen mit dem Ölrettich für eine schnelle Bodenbedeckung, der Ölrettich konserviert zudem wasserlösliche Nährstoffe im Boden, und Ackerbohnen, Wicken, Erbsen und Lupinen holen durch die an den Wurzeln anhaftenden Knöllchenbakterien den Stickstoff aus der Luft und speichern ihn für die nachfolgenden Kulturen im Jahr 2012.

Nächste Woche ernten wir Radieschen, Tomaten, Zucchini, Mangold, Rote Beete, Kürbisse und Kräuter. Buschbohnen gibt es voraussichtlich wieder ab übernächster Woche.

Am Sonntag sind wir auf dem Naturparkmarktmarkt in Diefenbach.

Da auch viele unserer Mitarbeiter/innen Urlaub machen kann es sein, daß Sie uns nicht immer gleich persönlich am Telefon erreichen. Wenn Sie uns eine Nachricht hinterlassen werden wir Sie so schnell wie möglich zurückrufen.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Sommerwochenende
Michael Braun


Liebe Kunden/innen KW 32 2011

Sofern das Wetter bis zum Wochenende schön bleibt, können wir diese Woche die Getreideernte abschließen. Auf unseren Wiesen mähen wir zur Zeit den 2. Schnitt. Wir hoffen auf ein paar trockene Tage, damit wir dann am Samstag das von der Sonne getrocknete Gras als Heu zu Ballen pressen können.

Nächste Woche ernten wir zum letzen mal Gurken. Leider konnten wir hier den starken Mehltaubefall, hervorgerufen durch die feuchtkalte Witterung, nicht mehr stoppen. Nach dem Abräumen dieser Kultur wird sofort Herbstendivie gepflanzt.

Nachdem wir die ersten beiden Sätze Buschbohnen abgeerntet haben, gibt es jetzt eine kleine Bohnenpause von ca. 2 Wochen bis die nächsten Buschbohnen erntereif sind. In einem unserer Gewächshäuser haben vor drei Wochen Stangenbohnen gepflanzt. Ab Anfang September können wir Ihnen voraussichtlich auch diese Delikatesse anbieten.

Diese Woche ernten wir den ersten Zuckermais, er ist jetzt goldgelb und Zuckersüß. Er schmeckt gekocht so gut wie in der Pfanne, auf dem Grill oder im Backofen gebraten.

Nicht nur die Schüler haben Ferien, auch viele unserer Mitarbeiter machen jetzt Ihren Urlaub. Im Büro arbeitet deshalb nur die Halbe Besatzung, wenn Sie uns mal telefonisch nicht erreichen, sprechen Sie bitte auf den Anrufbeantworter, wir rufen zurück. Auch beim Packen und beim Ausfahren arbeiten jetzt viele Ferienarbeiter/innen. Beachten Sie bitte, daß es deshalb vorkommen kann, daß sich Ihre gewohnten Anlieferungszeiten etwas nach hinten verschieben.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Sommerwochenende.

Michael Braun

Liebe Kunden/innen. KW 31 2011

Unsere Getreidefelder haben wir weitgehend abgeerntet. Noch 2 ha Sommerweizen (Sommerweizen wird im Frühjahr ausgesät und Winterweizen im Herbst) müssen gedroschen werden und dann ist bei uns die diesjährige Getreideernte eingebracht. Mit den Erträgen sind wir sehr zufrieden. Trotz der Trockenheit im Frühjahr haben sich die Getreidebestände widererwartend noch sehr gut entwickelt und erholt. Es hätte aber auch keine Woche später Regen dürfen.

In diesem Zusammenhang  denke ich auch immer wieder an die Trockenheit und an  den daraus resultierenden Hunger in Afrika. Zu der Dankbarkeit wie gut es uns geht gestellt sich eine Wut über das Nichtstun der Verantwortlichen in unserer Regierung. 30 Millionen Euro stellt Entwicklungshilfeminister Niebel zur Verfügung, mit unseren Anteilen an EU und UNO Hilfen werden es 100 Millionen sein. Das ist ein tausendstel dessen, wofür wir für Griechenland bürgen und dort verhungert niemand. Das hilft nicht, hilft genau so wenig wie die voraussichtlich vielen Spendengalas, die wenn das Drama anhält, hier  helfen werden. Das sind Tropfen auf einen heißen Stein, die den Stein nicht aushöhlen, sondern verdampfen bevor sie auftreffen. Hier helfen wir eher unserem schlechten Gewissen und der puplicity der Gottschalks, Niebels und Jauchs, als den betroffenen Menschen. Nur so zum Vergleich und um darüber Nachzudenken, der Luftangriff gegen Libyen kostet die Alliierten 100 Millionen Dollar am Tag. Am Tag! Und wenn jetzt einer kommt und meint man dürfte nicht Äpfel mit Birnen vergleichen, dem sage ich er soll mal darüber nachdenken, daß Libyen Öl hat und Somalia nicht, und das unsere Renten- und Lebensversicherungen in griechischen Staatsanleihen angelegt sind und nicht in somalischen Staatanleihen.

Auf unserem Hof sind wir zur Zeit mit der Bodenbearbeitung nach der Getreideernte beschäftigt. Die Felder werden zuerst gegrubbert ( ein Grubber ist ein Bodenbearbeitungsgerät mit schweren Zinken, die den Boden aufbrechen), damit das Ausfallgetreide (das ist das Getreide welches der Mähdrescher während des Drusches auf dem Acker verliert, ca 1 bis 2% der Erntemenge) keimen kann. In einem zweiten Bearbeitungsschritt wird geeggt um das gekeimte Ausfallgetreide zu beseitigen, darauf folgt die Einsaat der Gründüngung oder die Einsaat der Hauptfrucht wie Winterroggen oder Winterweizen für das kommende Jahr.

Die ersten Maiskolben unseres Zuckermaises werden schon leicht goldgelb. Leider reicht es voraussichtlich noch nicht sie in der nächsten Woche anzubieten. Aber ab übernächste Woche können wir bis voraussichtlich Mitte Oktober Zuckermais ernten.

In unseren Gewächshäusern machen uns die Gurken einwenig Sorge, die feuchtwarme Witterung hat ihnen sehr zugesetzt. Ein Teil  der Gurken ist schon heftig mit Mehltau befallen. Dafür sehen Tomaten und Paprika hervorragend aus.

Nächste Woche ernten wir: Paprika grün, Tomaten Cherry-Tomaten, kleine Mengen Auberginen, Gurken, Rondinis, Mangold, Zuccini, Buschbohnen und Rote Beete.

Viel Grüße

Michael Braun


Liebe Kunden/innen KW 30 2011

Zuerst Mal  wünsche ich allen Ihren Kindern schöne sonnige Ferien und hoffe, daß dieses Jahr die Sommerferien nicht so verregnet sind wie im letzten Jahr. Aber der heutige Tag als erster Ferientag ist ja schon ein gutes Anzeichen und lässt uns hoffen, daß es nun etwas sonniger und schöner wird.

Dieser Wunsch ist allerdings nicht ganz uneigennützig, denn etwas mehr Sonne und Wärme können wir auch gebrauchen. Unsere Gurken leiden zur Zeit sehr stark unter der feucht kalten Witterung, an vielen Stellen hat sich hier der Mehltau schon ausgebreitet. Auch die Tomaten und die Paprika würden sich über ein wenig mehr Sonnenstrahlen freuen.

Auf unseren Feldern wachsen Kürbisse, Zuckermais, Buschbohnen, Paprika und Auberginen sehr gut. Der erste Satz Buschbohnen ist abgeerntet und wurde diese Woche umgebrochen. Auf dieser Fläche werden wir nächste Woche den ersten Satz Herbstspinat aussäen.

Das Getreide ist reif und trocken, allerdings zieht sich die Ernte durch die  häufigen Niederschläge in die Länge. Wenn es nächste Woche wie angekündigt warm und trocken bleibt, werden wir die Getreideernte voraussichtlich Ende nächster Woche abschließen.

Nächste Woche packen wir in die Gemüsekiste Rondinis. Das sind die ersten Kürbisse in diesem Jahr. Sie sind sehr klein und haben einen Durchmesser von 6 bis 8 cm. Am einfachsten kochen Sie diese Kürbisse ungeschält und ungeteilt etwa eine halbe Stunde. Dann halbieren Sie sie, entfernen das Kernhaus und geben in diese Vertiefung ein wenig Butter und Salz. Nun können Sie den Kürbis aus der Schale mit dem Löffel essen.

Viele Grüße

Michael Braun

Liebe Kundinnen, Liebe Kunden. KW 29 2011

Letzten Samstagabend konnten wir noch vor dem Regen zwei ha Weizen ernten. Der Ertrag war besser als wir erwarteten. Bedingt durch die extreme Frühjahrstrockenheit entsprach der Ertrag natürlich nicht unseren Vorstellungen, aber er war  besser als wir dachten. Obwohl das Getreide schon recht reif und trocken auf dem Halm steht, schadet der bisherige Regen noch nicht. Sollte es allerdings weiterhin regnen, besteht die Gefahr, daß das Getreide auf dem Halm anfängt zu keimen. Für Brotgetreide kann man dann dieses Getreide nicht mehr verwenden. Als Futtergetreide kann man es aber dann trotzdem noch verwenden.
Unseren Gemüsekulturen auf  den Feldern tut der Regen natürlich sehr gut und man kann den Pflanzen zur Zeit beim wachsen regelrecht zusehen.
Allerdings hat das feuchtwarme Wetter auch seine Nachteile dahingehend, daß es das Wachstum von Pilzen und Fäulnisbakterien sehr begünstigt. Deshalb mussten wir auch diese Woche die Ernte an den zuerst gesäten Buschbohnen abbrechen obwohl der Ertrag sehr gut war. Die eine Woche später gesäten Buschbohnen hatten dann aber zum Glück überhaupt keine Krankheitsanzeichen.
Diese Woche war Sauerampfer in der Gemüsekiste, passend zur Jahreszeit  können Sie daraus einen erfrischenden Sauerampfer-Gazpacho zubereiten. Bitte stören Sie sich beim Sauerampfer nicht an den mehr oder weniger vielen runden Löchern. Diese Löcher werden nicht durch Hagel verursacht, sondern vom Sauerampferkäfer. Es ist nahezu unmöglich ohne den Einsatz von Pestiziden lochfreien Sauerampfer zu produzieren. Dann doch lieber mit Löchern.
Nächste Woche ist nochmals grüner Paprika in der Gemüsekiste. Bestimmt fragen Sie sich, warum wir den Grünen und nicht den wohlschmeckenden roten Paprika einpacken. Das hat folgenden Grund: Die Paprikapflanzen hängen zur Zeit sehr sehr voll mit  grünen Paprika. Würde man alle diese Früchte nun an der Pflanze rot abreifen lassen, würde das die Pflanze zu sehr stressen und auch der Gesamtertrag würde darunter leiden. Deshalb ist es bei den Paprika im Gewächshaus immer sinnvoll eine oder auch noch besser zwei sogenannte Entlastungsernten durchzuführen.
Bitte beachten Sie bei Ihren Bestellungen, daß sich die Zusammenstellung unserer Sortimente Witterungsbedingt kurzfristig ändern können.

Grüße
Michael Braun

Liebe Kundinnen, Liebe Kunden. KW 28 2011

Es scheint so, daß das Jahr die Regenmengen, die es im Frühjahr einsparte, jetzt auf uns herabregnen lässt. Unsere Feldkulturen fühlen sich dabei sichtlich wohl.

Diese Woche haben wir Buschbohnen, Zucchini und Mangold im Freiland gesät. Wenn alles funktioniert werden diese Kulturen im September Oktober zur Ernte anstehen. Die Zucchini im Gewächshaus werden in den nächsten Tagen abgeräumt, da die im Mai gesäten Freilandzucchini nun genügend Ertrag bringen. Den Zucchini im Gewächshaus folgen Stangenbohnen.

Auf unseren Feldern ist das Getreide weitgehend reif. Noch zwei bis drei Tage Sonnenschein ohne Regen und wir können mit der Getreideernte beginnen. 

Nächste Woche ernten wir: Tomaten, Buschbohnen, Paprika grün, Sauerampfer, Salat, Rote Beete, Zuccini und Kräuter.


Grüße
Michael Braun



Liebe Kunden/innen. KW 27 2011

Schon jetzt will ich Sie auf unseren 3. Hofinfotag am 20.09.2011 in diesem Jahr hinweisen. Ich finde, und bekomme auch in der Hinsicht die Rückmeldungen von Ihnen, daß sich unser Konzept der Hofinfotage bewährt.

Auf unserem Hof bereiten wir uns zur Zeit auf die Getreideernte vor. Sie wird dieses Jahr, bedingt durch die Trockenheit im Frühjahr etwa 2 Wochen früher sein als üblich. In unserer Region wurde bereits letzte Woche die Wintergerste gedroschen und diese Woche wird der Raps vom Felde gemäht. Ich denke, daß die Erträge ca. 20 bis 30% unter den sonst üblichen durchschnittlichen  Erträgen liegen. Aber es ist auf jeden Fall mehr als wie wir im Frühjahr noch erwarteten.

Auf unseren Gemüsefeldern sind nun alle Pflege- und Jätearbeiten weitgehend erledigt, wenn es nun noch genügend regnet erwarten wir hier gute Ernten. Diese Woche säten wir noch zwei Risikosätze Buschbohnen und Zuccini. Obwohl es für diese Gemüsearten schon sehr spät im Jahr ist hoffen  wir noch auf eine gute Entwicklung dieser Aussaaten. Nächste Woche gibt es auch die ersten kleineren Mengen an Buschbohnen.

In unseren Gewächshäusern haben jetzt die Gurken Hochkonjunktur, währen die Tomaten beginnen sich rot zu färben. Wir werden Ihnen wohl nächste Woche die ersten eigenen Cherrytomaten anbieten können. Bei den Paprikas tobt noch die Schlacht zwischen den Läusen und den Schlupfwespen. Obwohl der Läusebefall enorm stark war, setzen sich die Schlupfwespen langsam durch und werden diese Auseinandersetzung gewinnen. Sie werden nächste Woche  unterstützt durch eine Marienkäfertruppe die gerade dabei ist Ihr Puppenstadium zu beenden. In den Gurken tauchten diese Woche die ersten Spinnmilben auf. Hier werden wir mit Raubmilben gegensteuern.

Sie sehen, auf dem Mikrokosmos Biohof ist immer etwas los.

Nächste Woche ist in der Gemüsekisten geplant.: Landgurken, Rote Beete Bund, Zuccini, Radieschen, Salat, Cherrytomaten und kleine Mengen an Buschbohnen.

Ich wünsche Ihnen viel Sonne und uns wie fast immer ein wenig mehr Regen.

Grüße
Michael Braun




Liebe Kunden/innen. KW 26 2011

Am kommenden Samstag den 02.07.2011 laden wir Sie zu unserem 2. Hofinfotag ab 11 Uhr in diesem Jahr ein.
Wir informieren Sie bei Felderrundfahrten und bei Gewächshausführungen über unseren Betrieb. Für Ihre Kinder haben wir eine Kinderbetreuung. Mit einer Nudelpfanne, roten und weisen Geflügelbratwürsten und selbst gebackenem Kuchen sorgen wir für Ihr leibliches Wohl.

Nach der Hitze zum Wochenanfang sind wir froh, daß es sich nun etwas abgekühlt hat, denn unter diesen übermäßigen Temperaturen leiden nicht nur Mensch und Tier, sondern auch die Pflanzen haben einen enormen Hitzestress. Bedingt durch die Trockenheit im Frühjahr erwarten wir dieses Jahr eine um 2 Wochen verfrühte Getreideernte. Weizen und Mais haben sich durch die Regenfälle der vergangenen  Wochen sehr gut erholt.

Letzte Woche las ich die ersten Meldungen einer Studie aus Brasilien, daß das weltweit meistverkaufte Herbizid Glyphosat auch bekannt unter dem Markennamen Round up doch nicht so unschädlich ist wie immer behauptet. Daß die Studie aus Brasilien kommt sollte einen nicht wundern. Monsanto verkauft dort seine Round up ready genmanipulierten Sojasorten im Kombipack mit Round up. Round up ist ein Totalherbizid. Es wirkt auf fast alle Pflanzen tödlich, nicht aber auf die Genmanipulierten Sorten der Firma Monsanto. Davon träumt fast jeder Landwirt und Gärtner: von einer Nutzpflanze die ein Totalherbizid schadlos überlebt. So kann auch noch der allerdümmste Bauer werden, und diese Technik ebnet den Konzernen den Weg zum Einstieg in die Großflächige Landwirtschaft und vertreibt und verdrängt dadurch die Kleinbauern. Da in Brasilien der weitaus größte Anteil des Sojas in dieser Hinsicht genmanipuliert ist, ist dort der Einsatz von Round up natürlich besonders hoch. Aber, was viele nicht wissen, auch in Deutschland wird Round up verwendet. Zur Abreifesteuerung wird Getreide 7 bis 14 Tage vor der Ernte mit Roud up behandelt. Durch diese Behandlung stirbt das ganze Feld gleichmäßig ab und lässt sich leichter mit dem Mähdrescher ernten. Die Wartezeit von der Anwendung bis zur Ernte beträgt hier nur 7 Tag. Außerdem versuchen die Chemiekonzerne in Deutschland das Clearfield Produktionssystem zu etablieren. Hierbei werden Sorten durch traditionelle Züchtungsmethoden gegen ein bestimmtes Herbizid resistent gemacht, ähnlich wie die genmanipulierten Round up redy Sorten gegen Round up resistent sind. Diese Produktions- und Verkaufssysteme sind ein Grund dafür, daß die Chemiekonzerne  in den letzten 2 Jahrzehnten fast alle kleinen und mittelständischen Saatzuchtbetriebe aufgekauft haben. Ich denke, es ist zu befürchten, daß durch diese Anbaumethode der Herbizideinsatz noch zunimmt und daß immer weniger Saatgut verfügbar sein wird, das für den ökologischen Anbau geeignet ist.

Nächste Woche ist in unserer Gemüsekiste Möhren, Mangold, Zucchini, Blumenkohl, Landgurken, Basilikum und Schnittlauch.

Wir wünschen Ihnen ein schönes sonniges Wochenende.


Mit freundlichen Grüßen Michael Braun

Liebe Kunden/innen KW 25 2011

Am Samstag, den 02.07.2011 laden wir Sie zu unserem 2. Hofinformationstag in diesem Jahr ein. Wir wollen Ihnen an diesem Tag wieder einen Einblick in unsere Arbeit geben. Wir zeigen Ihnen unsere Gewächshäuser (Tomaten, Gurken, Paprika Zucchini, Salate und Kräuter), unser Freilandgemüse (Buschbohnen, Paprika, Auberginen, Mangold, Rote Bete Kürbisse, Zuccini und Zuckermais), die Getreidefelder, die Weidegänse und unsere Landgockel. Natürlich haben wir auch  wie immer einen kleinen Imbiss für Sie vorbereitet. Sollten Sie erst am Nachmittag kommen, oder auch etwas länger bleiben wollen bieten wir ihnen ab 15 Uhr Kaffee und Kuchen an. Für Ihre Kinder haben wir eine professionelle Kinderbetreuung.

Am Tag darauf, also am 03.07.2011 um 10 Uhr findet auf unserem Hof der  diesjährige Erntebittgottesdienst statt. Auch hierzu sind Sie ganz herzlich eingeladen. Nach den langerwarteten Regenfällen in den letzten zwei Wochen, besteht allerdings ein viel größerer Anlass hierfür zu Danken als noch um eine gute Ernte zu bitten. Wenn Sie unsere Wochenbriefe der letzten Wochen aufmerksam gelesen haben, haben Sie wohl auch festgestellt, daß wir wegen den ausbleibenden Niederschlägen in diesem Frühjahr oft sehr verzweifelt waren. Nicht ohne Grund, es war der niederschlagärmste Frühling seit langen Jahren, und hätte es weiterhin nicht geregnet, hätte dies für viele Betriebe, auch für uns, ernorme finanzielle Auswirkungen gehabt. Aber jetzt, da es wirklich ausreichend geregnet hat, und der Erntebittgottesdienst vor der Türe steht, fällt mir auf, wie kleinmütig auch ich geworden bin. Anstatt Gottvertrauen zu haben verzweifelte ich, wohl wissend, daß einem in solchen Situationen nichts anderes als Gottvertrauen bleibt.

Auf unseren Feldern wächst es jetzt natürlich, nach den ausgiebigen Regenfällen sehr gut. Selbst der im März ausgesäte Klee fängt jetzt an zu keimen. Auch für Zuckermais, Kürbisse und Buschbohnen war der Regen eine Wohltat.  Die Freilandzucchini werden wir ab dieser Woche ernten und in zwei Wochen gibt es den ersten eigenen Mangold vom Freiland.
Unsere Weidgänse haben nun ein so üppiges Gefieder, daß sie ab dieser Woche ganztägig auf der Weide gehalten werden können.
In unseren Gewächshäusern macht nur noch der Paprika Probleme. Hier kämpfen die Läuse mit den Schlupfwespen um die Vorherrschaft. Diese Woche haben wir noch einmal einige Tausend Schlupfwespen ausgebracht. Die Schlupfwespen, kleine 2 mm große Wespen legen Ihre Eier in die Läuse ab, die so parasitierten Läuse sterben dann ab.

Gerade ist Pfirsich- und Nektarinensaison. Herrliche Früchte wenn sie reif und saftig sind, aber auch gleichermaßen furchtbare Früchte weil sie reif und saftig einem unter der Hand wegschimmeln. Obwohl wir die Früchte sehr sorgfältig nachsortieren und auch für eine ununterbrochene Kühlkette sorgen, kann es  immer mal wieder vorkommen daß auch bei Ihnen in der Kiste eine dieser Früchte schimmelt, da im ökologischen Landbau die Nachbehandlung dieser Früchte gegen Lagerschimmel verboten ist. Reklamieren Sie bitte schlechte Ware sofort, Sie bekommen Diese dann gutgeschrieben.

Meine letzte Newsletter hat ein Kunde dankenswerter Weise an OB Maisch aus Vaihingen weitergeleitet. Als Dienstherr der Verwaltung war OB Maisch natürlich nicht erfreut über meine Behördenschelte und bat mich höflich per e-mail hier einiges richtig zu stellen.
Wahr ist, daß es auf unserem Betreib einige nicht genehmigte Bauten gab, wahr ist aber auch, daß diese Bauten in allen Lageplänen eingezeichnet waren, seit 35 Jahren bestehen und uns nicht bekannt war, daß diese Bauten nicht genehmigt sind.
Wahr ist, daß das letzte Bauvorhaben etwas größer wurde als genehmigt, wahr ist aber auch, daß dies im unteren einstelligen Bereich war und erst durch das jetzige Bauvorhaben uns aufgefallen ist.
Wahr ist, daß einige Planunterlagen später eingereicht worden sind, wahr ist aber auch, daß manche Behörden erst  Monate nach Eingabe der BGV weitere Stellungsnahmen anfordern.
Zum Beispiel haben wir diese Woche  die Baugenehmigung erhalten aber noch nicht die Baufreigabe, weil noch der Nachweis zur Niederschlagswasserentsorgung fehlt. Wir und unser Architekt waren der Ansicht diese Angelegenheit wäre geklärt, da wir schon jetzt das Niederschlagswasser des bestehenden Gebäudes in einem 40 000 Liter fassenden unterirdischen Behälter sammeln und zur Bewässerung nutzen. Bei einem 500 qm Dachfläche können wir selbst ein Starkregenereignis mit ungewöhnlichen 80 Liter/m² abpuffern und bei mehren tausend qm³ Wasserverbrauch im Jahr ist die Entsorgung des Niederschlagswassers auf jeden Fall gewährleistet. Selbst wenn man hier aneinander vorbeigeredet hätte, stellt sich mir die Frage, warum wird man erst 4 Monate nach der Einreichung der Planunterlagen und erst nach der Übergabe der Baugenehmigung, über eine noch fehlende Stellungsnahme informiert.
Wahr ist, daß ich sehr pauschal Kritik geübt habe und auf eigene Versäumnisse nicht hingewiesen habe, wahr ist aber auch,  daß ich keine der an dem Projekt beteiligen Personen kritisiert habe, sondern Diese sogar für ihre Freundlichkeit und für Ihren Sachverstand gelobt habe.
Wünschenswert wäre eine bessere Koordination der beteiligten Behörden  und eine raschere Anforderung noch benötigter Unterlagen.

Wenn uns ein Kunde  wegen Organisations- oder Warenmängel kritisiert, fragen wir nicht nach der Verantwortung des Kunden (zu spät bestellt oder Ware falsch gelagert), sondern wir stellen uns die Frage was können wir tun damit aus diesem unzufriedenen Kunden wieder ein zufriedener Kunde wird.

Nächste Woche ist in der Gemüsekiste: Möhren, zarter Frühlingswirsing, neuer Lauch, frische Landgurken, Tomaten und roter Paprika, Radieschen und Bataviasalat.


Mir freundlichen Grüßen Michael Braun



Liebe Kunden/innen

Abgesehen von Paprika und Tomaten ist nun fast unser gesamtes Gemüsesortiment aus eigener und aus regionaler Erzeugung. Die Möhren sind Biolandbetrieb Merz aus der Pfalz, die Erbsen vom Demeterbetrieb Waldbauer aus Hochdorf, der Salat von der Biolandgärtnerei Landes aus Heilbronn, Landgurken, dicke Bohnen, Zuccini und Kräuter sind von unserem Betrieb.

Wir sind froh, daß sich die Aufregung um EHEC ein wenig gelegt hat und daß Sie weiterhin uns Ihr Vertrauen schenken und wir versprechen Ihnen  auch  alles zu tun damit dieses Vertrauen auch gerechtfertigt wird.

Auf unseren Feldern sind wir zur Zeit mit Hack- und Jätearbeiten bei Zuckermais, Kürbis, Bohnen, Paprika und Auberginen beschäftigt.

Auf unserem Hof wollten wir eigentlich im Frühjahr mit umfangreichen Umbau- und Neubaumaßnamen beginnen. Doch seit fast einem Jahr warten wir nun auf die Baugenehmigung. Bauen im Bestand, bauen im Außenbereich und bauen für Lebensmittel, hier kommen drei Bereiche zusammen, die die zuständigen Behörden etwas überfordern. Es sind beteiligt: das Landwirtschaftsamt, das Gewerbeaufsichtsamt, die Wasserwirtschaftsbehörde, das Veterinäramt, die untere Naturschutzbehörde, das Stadtplanungsamt und das Baurechtsamt mit der Zuständigkeit für Brandschutz. Jede Behörde für sich und einzeln betrachtet ist harmlos,  die Personen freundlich und die Stellungsnahmen nachvollziebar,  aber zusammen sind sie eine Plage, weil sich die Stellungsnahmen zum Teil widersprechen.  Das Problem ist, daß sich die Behörden untereinander nicht vernetzen und nicht miteinander reden. Fast scheint es mir, sie haben Angst sich überflüssig zu machen, wenn sie sich mit den anderen absprechen. Dazu kommen noch Herbstferien, Weihnachtsferien, Winterferien, Osterferien und Pfingstferien. Wir hoffen nun, daß wir wenigstens nach den Pfingstferien die Baugenehmigung erhalten.
Schon 1,5 Jahre vor EHEC haben wir für unseren Betrieb ein neues Hygienekonzept entworfen das wir nun mit dem Neu- und Umbau endlich verwirklichen wollen.
In unseren Gewächshäusern ist bei der Zucchiniernte Hochsaison, während die Paprika mit einer Läuseinvasion zu kämpfen haben.
Bei den Tomaten haben wir in einem Haus einige Probleme mit Stengelgrundfäule, eine Krankheit die uns alle zwei bis drei Jahre überrascht. Gurken und Kräuter dagegen sind wohlauf und erfreuen sich bester Gesundheit.

Am 02. 07. 2011 laden wir Sie zu unserem 2. Hofinfotag in diesem Jahr ein.

Da es noch immer viel zu trocken ist, hoffen wir  daß die lokalen Starkregenereignisse nicht an uns vorüberziehen.

Trotzdem wünsche ich natürlich Ihnen, sofern sie welche haben, schöne sonnige Pfingstferien.


Liebe Kunden/innen.

Ökologischer Landbau, die Tierhaltung und die  Gülle.  Eine unserer Kundinnen fragte per e-mail, warum wir nicht im ökologischen Landbau auf die Tierhaltung verzichten, denn keine Tierhaltung, keine Gülle, kein EHEC. Wenn es so einfach wäre: hier meine Antwort.

Obwohl wir auf unserem Hof auch Freilandgeflügel halten ist mir und uns klar, daß ein flächendeckender ökologischer Landbau ohne einen weitgehenden Verzicht auf Fleisch nicht möglich ist.  Im Vergleich zum konventionellen Landbau hat der ökologische Landbau eine geringere Produktivität pro Flächeneinheit. Mit unseren bisherigen Produktionsverfahren im ökologischen Landbau und den daraus resultierenden Erträgen ist es unmöglich Mensch und Tier in der bisherigen Anzahl gleichermaßen satt zu bekommen. Trotzdem denke ich ist eine Tierhaltung in diesen Bereichen gerechtfertigt, wo Lebensmittel erzeugt werden, die nicht für den Menschlichen verzehr geeignet sind. Damit meine ich hier Gras und Feldfutter wie es zum Beispiel im Schwarzwald und im Algäu wächst. In diesen Regionen, den sogenannten Grünlandregionen, ist eine Landwirtschaft ohne Tierhaltung, hier insbesondere die Wiederkäuer, wie Rind, Schaf und Ziege, nicht möglich, denn nur die Wiederkäuer sind in der Lage dieses Lebensmittel Gras in Nahrung, die für den menschlichen Verzehr geeignet ist, umzuwandeln: In Fleisch, Milch und Milchprodukte. Zu bedenken ist auch, daß in Ackerbauregionen, (also in Gebieten in denen nicht nur Gras wächst) ökologischer Landbau ohne Feldfutterbau sehr schwierig ist, denn das Feldfutter, wie Klee und Luzerne, in der Fruchtfolge stellt den nachfolgenden Kulturen die benötigen Nährstoffe zur Verfügung. Auch werden mit dem Feldfutteranbau  Wurzelunkräuter wie Distel und Ampfer erfolgreich bekämpft. Und auch hier gilt wie in den Grünlandregionen, daß sich dieses Feldfutter über Wiederkäuer am besten und sinnvollsten verwerten lässt.
Und hier haben wir jetzt das unangenehme Problem, daß eben gerade die Wiederkäuer Träger und Ausscheider der EHEC Bakterien sind. Allerdings, und auch das haben meine Nachforschungen zu EHEC ergeben, tritt dieses Problem vor allem in Tierbeständen auf, die nicht wiederkäuergerecht gefüttert werden. Da Gras eine sehr geringe Energie- und Nährstoffdichte hat und der Magen der Wiederkäuer sich nicht beliebig vergrößern lässt, versuchte  man durch die Zugabe von Mais, Getreide und Sojaschrot  die Energie- und Nährstoffdichte des Futters zu erhöhen, um die Leistungsfähigkeit der Tiere zu verbessern. Sie können sich den ersten Magen einer Kuh vorstellen wie eine kleine Biogasanlage. In diesem ersten Magen wird Gras und  Heu so vergärt und aufgeschlossen, daß diese Futtermittel dann in den darauffolgenden Mägen dem Tier als hochwertiges Nahrungsmittel zu Verfügung stehen. 
Erhöht man nun sehr stark die Energie- und Nährstoffdichte des Futters, können sich Fehlgärungen entwickeln, die die Verbreitung von EHEC begünstigen. Hier steht die Forschung noch am Anfang und auch hier hat der ökologische Landbau noch viel dazuzulernen.

Wir in unserem Betrieb haben schon im letzen Jahr über die bei uns eingesetzten Düngemittel diskutiert und haben entschieden ab 2011 im Gemüsebau nur noch vegane Dünger einzusetzen, denn es ist unlogisch sich im ökologischen Landbau für die argerechte Tierhaltung einzusetzen und gleichzeitig Nebenprodukte der Fleischindustrie, wie Schweineborsten und Federmehl,  als Dünger zu verwenden.  Seit Anfang des Jahres verwenden wir als Dünger im Gemüsebau Malzkeime, ein Nebenprodukt der Bierherstellung. Den Mist aus unserer Geflügelhaltung bringen wir auf unseren Getreideflächen aus.

Nachbemerkung:
Wenn man über Gülle redet muss man auch über Kläranlagen reden, die nichts anderes sind, als große Güllebehälter in denen die menschlichen Ausscheidungen gesammelt verarbeitet und entsorgt werden. Angesichts der Endlichkeit unsere Vorräte auf der Erde an Kali, Phosphor und Magnsium, ist es mittelfristig notwendig die organischen Abfälle unserer Gesellschaft wieder so aufzubereiten, daß man Diese für die Pflanzen unbedingt notwendigen Nährstoffe wieder bedenkenlos als Dünger verwenden kann. Bis dies jedoch soweit ist, werden noch Jahrzehnte ins Land gehen.

Grüße
Michael Braun


Liebe Kunden/innen, Stellungsnahme zu EHEC KW 21 2011

Am kommenden Samstag, den 28.05.2011 laden wir Sie zu unserem in diesem Jahr Ersten von drei geplanten Hofinformationstagen ein. Im Vordergrund steht hier die Information über unseren Gemüsebau, Feldfruchtanbau und über unsere Freilandgeflügelhaltung. Auf Felderrundfahrten und auf Gewächshausführungen geben wir Ihnen einen Einblick in unsere Arbeit. Ihre Kinder werden während dessen von zwei ausgebildeten Erzieherinnen bestens betreut. Auf unserem Speiseplan stehen an diesem Samstag selbst gemachte Maultaschen, wahlweise vegetarisch oder mit Fleisch, Geflügelbratwürste und am Nachmittag Kaffe mit Erdbeer- und Rhabarberkuchen.


EHEC, ein Wort in aller Munde das viele Menschen erheblich verunsichert.  Als ich die ersten Meldungen über die Infektionen und die dadurch verursachten Erkrankungen las, fragte ich mich zuerst, ob es systemimmanente
 Faktoren im ökologischen Gemüsebau gibt, die eine Kontamination des Gemüses mit dem EHEC-Erreger begünstigen. Eine Kontamination kann beim Anbau, beim Waschen und beim Verpacken stattfinden. Da es beim  Waschen und  beim Verpacken keinen Unterschied zwischen dem ökologischen Anbau und dem konventionellen Anbau gibt, beschränkte ich mich hier beim Betrachten der Risikofaktoren auf den Anbau des Gemüses. Hier insbesondere auf die Düngung, da es in diesem Bereich, meines Erachtens, die größten Unterschiede gibt.

Im ökologischen Gemüsebau werden im Gegensatz zum konventionellen Gemüseanbau keine mineralischen Stickstoffdünger sondern ausschließlich nur  organische Stickstoffdüngemittel verwendet. Hier kann zwischen veganen Düngemittel und Düngemittel tierischer Herkunft unterscheiden werden. Im Zusammenhang mit EHCE sind hier ausschließlich die Düngemittel tierischer Herkunft entscheidend. Das sind zum einen Gülle, Mist und Jauche und zum anderen die Nebenerzeugnisse aus der Fleischindustrie.

Es ist absolut unüblich, daß Gülle, Mist und Jauche zu Gemüsekulturen als Dünger verabreicht wird und widerspricht auch jeder guten fachlichen Praxis. In der Regel werden diese Dünger zu den Kulturen  des Vorjahres z.B. Getreide gegeben. Aber es ist nicht verboten diese Düngemittel auch direkt in Gemüsekulturen einzusetzen.

Bei den Nebenerzeugnissen der Fleischindustrie handelt es sich hauptsächlich um Horn-, Feder- und Borstenmehle. Diese Produkte werden schon seit Jahren im ökologischen Landbau verwendet und noch nie gab es Probleme mit der Hygiene dieser Produkte da sie beim Herstellungsprozess sterilisiert werden. Aber auch hier mag es durchaus möglich sein, daß eine Charge eben nicht genügend sterilisiert wurde.

Ohne diese beiden Gefahren in Abrede stellen zu wollen muss man aber bei der gegenwärtigen Diskussion folgendes bedenken, wenn es wirklich stimmt, daß die Infektion hauptsächlich durch Tomaten- und Gurkenverzehr verursacht wird sind diese oben genannten Düngemittel als Infektionsquelle kaum möglich, denn Gurken und Tomaten werden in der Regel über Tropfschläuche bewässert. Im Gegensatz zu einer Düsenbewässerung von oben kommt es bei einer Tropfbewässerung kaum zu einem Erdkontakt des Gemüses was für eine Kontamination mit ECHE notwendig wäre und zudem wachsen die Früchte von Gurke und Tomate, im Gegensatz zu Salaten zum Beispiel relativ weit oben von der Erde entfernt. Wenn diese Düngemittel für die Kontamination des Gemüses mit EHEC verantwortlich sein sollten wären zuerst Salate und Kräuter damit kontaminiert worden.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, daß es im ökologischen Landbau Risiken gibt, die eine Kontamination mit EHEC ermöglichen. Daß aber unsere Wirtschaftsweise Kontaminationen begünstigen kann ich noch nicht erkennen. Trotzdem müssen wir in unseren Verbänden daran arbeiten die vorhandenen Restrisiken abzuwägen, sie auszuschließen und wenn dies nicht vollständig möglich ist sie zu minimieren.

Wir auf unserem Betrieb diskutieren über Düngemittel tierischer Herkunft schon länger, da wir uns den Risiken die von diesen Düngemittel ausgehen bewusst wurden und setzen seit Anfang dieses Jahres nur noch vegane Düngemittel im Gemüsebau ein. (Malzkeimlinge) Den Dünger (Mist)1 unserer Geflügelhaltung verwenden wir bei Getreide und Mais.

Wichtig für unsere Fleischkunden: Das Mindesthaltbarkeitsdatum auf den Verpackungen bezieht sich auf eine Temperatur von 4°C.  Wenn Ihr Kühlschrank nicht durchgehend diese Temperatur halten kann, verkürzt sich die Haltbarkeit erheblich. Hier ist es dann besser, das Fleisch kurzfristig einzufrieren.

Nächste Woche gibt es endlich die von vielen unseren Kunden erwarteten neuen Kartoffeln. Dafür gehen jetzt langsam die einheimischen regionalen Äpfel zu Ende. Die nächsten Wochen kommen unsere Bioäpfel aus Südtirol. Es ist auch für mich immer wieder erstaunlich wie lange diese Früchte im Lager halten. Sollten Sie doch am ein oder auch anderen Apfel einen Schönheitsfleck bemerken, bedenken Sie bitte, daß dieser Apfel nachdem er nun schon 8 Monate im Lager lag, davor ein halbes Jahr Wind und Wetter getrotzt hat.

Für nächste Woche können Sie noch 5 kg Rindfleischpakete bestellen.

In den Gewächshäusern  sind wir mit der Pflege unserer Kulturen beschäftigt.
Für unser Freilandgemüse haben wir uns über ein sehr kräftiges Starkregenereignis am Sonntagabend gefreut und sind hier zur Zeit mit Jätearbeiten ausgelastet.

Nächste Woche ist in der Gemüsekiste: Möhren, Broccolie, Schlangengurken aus der Region, Weißer Rettich, Schnittlauch, Zucchini, Petersilie und Thymian.


Liebe Kunden/innen.

Heute haben wir im Freiland Paprika, Peperoni und Auberginen gepflanzt.
Nun hoffen wir, daß endlich die angekündigten Starkregenereignisse auch über unserem Biohof stattfinden.

Auf den Feldern leidet das Getreide, der Futtermais und die Grünfutterflächen extrem unter dem trockenen Wetter. Zum Glück sind unsere Kürbisse, Zuckermais, Mangold und die rote Beete einigermaßen gut gekeimt. Wenn es in nächster Zeit regnet können wir mit diesen Kulturen doch den ein oder anderen Verlust ausgleichen.

In den Gewächshäusern sind wir zur Zeit mit dem Anbinden von Tomaten und Gurken beschäftigt.

Am Samstag den 28.05.2011 laden wir Sie zu unserem ersten, von in diesem Jahr drei geplanten, Hofinformationstage ein. Wir zeigen Ihnen unsere Gewächshäuser, unsere Gemüse- und Getreidefelder und die Feilandgeflügelhaltung. Auch für Ihre Kinder bieten wir wie immer eine Kinderbetreuung an. Vor oder auch nach den Felderrundfahrten können Sie sich an unserem umfangreichen Büfett stärken.

Grüße

Michael Braun


Liebe Kunden/innen.  19_11

Etwas mehr hätte es schon sein dürfen, aber es hat heute nacht wenigstens so viel geregnet, daß ich hoffe es genügt um die letzen Kürbissamen, Zuckermaissamen und Bohnensamen, die seit zwei Wochen im trockenen Boden liegen, noch keimen zu lassen. Für ein weiteres gutes und zügiges Wachstum unserer Feilandkulturen brauchen wir aber noch sehr viel mehr Regen. Noch selten war es so trocken im Frühjahr, aber eine alte Bauernweisheit besagt, „in einem trockenen Jahr ist noch kein Bauer kaputtgegangen, wohl aber in einem zu nassen“.
In unseren Gewächshäusern pflanzen wir  diese Woche Schlangengurken und Paprika. Die nächsten Wochen werden wir damit beschäftigt sein Tomaten, Gurken und Paprika anzubinden, auszubrechen und aufzuleiten.
Im Freiland pflanzen wir nächste Woche Auberginen und Freilandpaprika.

Nachdem unsere im Frühjahr gepflanzten und gesäten Kulturen weitgehend geerntet sind, kommt in den nächsten drei Wochen unsere Ware hauptsächlich von unseren Kollegen Achim und Katja Bauer und von der Gärtnerei Landes. Beide Betriebe sind langjährige Biolandgärtnereien und haben von Ihrer Lage eine Infrastruktur die eine großflächige Freilandbewässerung ermöglicht, was bei uns nicht der Fall ist. Von unserem Betrieb kommen noch immer die Kräuter, bald wieder Salat und dann die Gurken und die Zuccini gefolgt von Tomaten Paprika, Zuckermais, Mangold, Rote Beete, Buschbohnen, Dicke Bohnen, Spinat und Kürbisse.

Nächste Woche ist in unserer Gemüsekiste: Spitzkohl neue Ernte, Chinakohl neue Ernte, Löwenzahnsalat, Bundzwiebel, Estragon und Salat.

Ich wünsche Ihnen ein schönes erholsames Wochenende.

Grüße

Michael Braun


Liebe Kunden/innen._18_2011

In und um unsere Gewächshäuser herrscht gerade Hochbetrieb.
Die Frühjahrskulturen sind oder werden gerade geerntet und vor den Gewächshäusern warten schon die nächsten Jungpflanzen auf die frisch vorbereitete feuchte Erde. Diese Woche pflanzen wir Tomaten und Kräuter, nächste Woche Gurken und die Woche darauf den Paprika und die Auberginen.

Auf unseren Feldern draußen im Freiland bewegt sich gerade nicht sehr viel. Es ist zu trocken, viel zu trocken und der Wetterbericht lässt uns auch nicht auf eine Verbesserung dieser Sachlage hoffen. Unser gesätes Gemüse ist zum Glück auch trotz der Trockenheit gut gekeimt, nur die dicken Bohnen, die  wir ende Februar gepflanzt haben sehen ein wenig magersüchtig aus. Vielleicht gibt es wenigstens noch dünne Bohnen.

Nächste Woche packen wir in die Gemüsekiste Lauch, Dill, Ruccola, Petersilie, Salat, Fenchel und Schlangengurken. Übernächste Woche können Sie sich voraussichtlich auf die ersten Erdbeeren freuen.

Grüße

Michael Braun

Liebe Kunden/innen_17_2011

„Dieses“ prickeln im Bauch kennen nur Landwirte und Gärtner.  Dieses unangenehme prickeln wenn es Tag um Tag und dann Woche um Woche nicht regnen will. Die parallele zum verliebt sein, ist daß auch hier die Hoffnung zuletzt stirbt.

Dringend bräuchten wir jetzt Regen, für unser Getreide, für das Feldfutter und für unser Feldgemüse. Noch ist es nicht dramatisch, aber wenn es so bleibt wie es ist und so wird wie angekündigt, ist es untertrieben gesagt nicht gut. Warten wir es ab.

Auf  den Feldern haben wir diese Woche wieder Kürbisse Zuckermais, Rote Beete, Zuccini  Buschbohnen und Mangold gesät.
In unseren Gewächshäusern ernten wir Mangold, Salat, Radies, Kohlrabi, Schnittlauch, Petersilie, Kerbel, Ruccola. Nächste Woche werden wir zwei Gewächshäuser mit Tomaten bepflanzen.

Unsere Gemüsekiste sieht nächste Woche ganz ähnlich aus wie diese Woche. Also es gibt nochmals Kohlrabi, Mangold und Radies, dazu kommt Dill.

Ich wünsche Ihnen ein schönes sonniges Wochenende mir wünsche ich warmen Regen.

Grüße

Michael Braun

Liebe Kunden/innen_16_2011

Die Sonne lässt zur Zeit die Feldfrüchte in einem Atemberaubenden Tempo wachsen. Selten hatten wir in den letzen Jahren ein Frühjahr, das so optimal wie in diesem Jahr, in  dem zu der Wärme auch noch eine bislang ausreichende Wasserversorgung vorhanden ist.

Diese Woche pflanzten wir in unseren Gewächshäusern Zuccini und Petersilie.
Im Freiland säten wir Mangold, rote Beete, Spinat, Zuckermais und Kürbis. Eigentlich ist es für Zuckermais und Kürbis noch etwas zu früh, doch die langfristige Wettervorhersage stellt weiterhin sehr warmes Wetter in Aussicht. So hoffen wir, daß das Saatgut trotz der frühen Aussaat schnell keimt und daß es auch von dem Spätfrost der Eisheiligen Mitte Mai verschont bleibt.
Aus unseren Gewächshäusern ernten wir nächste Woche, Radieschen, Petersilie, Kerbel, Dill, Salat, Kohlrabi und Mangold.

Neben der Arbeit auf dem Feld und in den Gewächshäusern sind wir auf unserem Hof mit umfangreichen Umbaumaßnahmen und einem weiteren geplanten Neubau beschäftigt. Wir bauen neue Umkleiden für unsere Mitarbeiter/innen. Drei neue Kühlhäuser um die unterschiedlichen Produktgruppen separat lagern zu können, einen neuen Käse- und Fleischpackraum ein neues Auslieferungskühlhaus, eine groszügige Überdachung des Auslieferungsbereiches und wir vergrößern unser Trockenlager. Sie glauben nicht, wie viele Behörden sich mit einer doch relativen kleinen Baumaßnahme beschäftigen, das fängt an mit dem Wasserwirtschaftsamt, dazu kommt das Gewerbeaufsichtsamt, dann geht es weiter mit dem Landwirtschaftsamt. Das ist aber noch nicht alles, jetzt geht es noch zur unteren Naturschutzbehörde und zum Veterinäramt  (Lebensmittelkontrolle). Den Höhepunkt bildet der Brandschutzgutachter. Problematisch sind hier weniger die Stellungsnahmen der hier beteiligten „Träger öffentlicher Belange“ sondern vielmehr, daß die Stellungsnahmen sehr zeitverzögert abgegeben werden und daß sich die oft in einer Behörde befindlichen Ämter nicht untereinander absprechen.
Aber wir hoffen trotzdem, daß wir bis zum Herbst in diesem Jahr einen großen Teil der Um- und Neubaumaßnahmen abgeschlossen haben.

Wir wünschen Ihnen ein schönes Osterwochenende und hoffen, daß Sie auch alle Eier finden, die Sie versteckt haben.

Grüße

Michael Braun

Beachten Sie bitte, daß wir Sie nach Ostern einen Tag später als üblich beliefern.


Liebe Kunden/innen_14_2011

Übernächste Woche ist Ostern. Bitte beachten Sie, daß es wegen der Feiertage (Karfreitag und Ostermontag) zu Lieferterminverschiebungen kommt.
In der Woche vor Ostern werden wir die Lieferungen vom Montag auf den Samstag davor verschieben. Alle anderen Touren werden einen Tag früher als üblich ausgeliefert. Bitte beachten Sie bei Ihren Zusatzbestellungen den früheren Bestellvorlauf.
In der Woche nach Ostern werden wir alle Touren einen Tag später ausfahren.

Auf den Feldern und auch in den Gewächshäusern macht sich das  vorsommerliche Wetter bemerkbar. Auf den Feldern wird nächste Woche schon der Raps gelb blühen, und auch der Roggen streckt sich schon kräftig in die Höhe. Die Felder sind jetzt sehr schön abgetrockent und haben trotzdem unter der sichtbaren trockenen Oberfläche noch genügend Restfeuchte um die Samen zum keimen zu bringen. Diese Woche säen wir Spinat, Rote Beete und Mangold ins Freiland.

Aus unseren Gewächshäusern ernten wir zur Zeit Spinat, Ruccola, Schnittlauch. Nächste Woche gibt es dann auch schon den ersten Spinat und kleinere Mengen Kerbel und wenn das Wetter so warm bleibt wie zur Zeit  können wir übernächste Woche die ersten Radieschen ernten. Im Freiland ernten wir Sauerapfer.

In die Gemüsekiste packen wir nächste Woche: nochmals Spinat, Ruccola, Schnittlauch, Salat und Sauerampfer. Sauerampfer für eine leckere Sauerampfersuppe.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Braun


Liebe Kunden/innen_13_11

Heute in der Tageszeitung der Leitartikel: Wirtschaft warnt vor Wohlstandseinbruch bei einem Ausstieg aus der Atomkraft. Die Wirtschaft, wer immer das auch zu sein scheint und wessen Interessen dahinter sich verbergen, hat wahrscheinlich sogar recht. Bis wir das undichte Zwischenlager Asse wieder ausgegraben haben, bis endlich ein Endlager gefunden und eingerichtet ist, bis neue Stromtrassen und Speicherkraftwerke gebaut worden sind und bis das letzte Kernkraftwerk abgebrochen ist, das passiert nicht bis übermorgen und das ist nicht umsonst. Aber wenn wir dann das Glück haben uns Pudelwohl fühlen zu können, sehen wir Wohlstand vielleicht aus einem ganz anderen Blickwinkel wie heute.

Auf unseren Feldern haben wir diese Woche Ackerbohnen und Erbsen gesät. Zum Teil als Eiweißfutter für unsere Tiere und zum anderen Teil als Gründüngung für das Herbstgemüse welches im August gepflanzt wird.
Unsere Gewächshäuser sind mittlerweile bis auf Eines alle wieder belegt. Das gepflanzte und gesäte Gemüse wächst hervorragend. Diese und nächste Woche säen wir die letzten Frühjahrsradieschen  ins Gewächshaus. Nächste Woche ernten wir aus den Gewächshäusern Spinat und Schnittlauch. Dazu kommen Möhren, Stangensellerie, Fenchel, Ruccola und Landgurken.

Michael Braun



Liebe Kunden/innen_12_11

Die Gemüsewelle, noch wird sie flacher.

Letzte Woche beschwerte sich eine Kundin, weil wir so wenig regionales Gemüse anbieten. Sie hat recht, das stimmt, wenn dann noch draußen die Sonne scheint und der Frühling beginnt könnte man  meinen, aber jetzt wächst doch alles. Ja es wächst alles, aber leider ist fast noch nichts erntereif, so ist das im Frühling. Aus Deutschland gibt es zur Zeit noch Rotkohl, Weißkohl, ganz vereinzelt noch Möhren (die aber in schlechter Qualität) und etwas Petersilienwurzel und Sellerie. Dazu kommt noch etwas Ware aus den Gewächshäusern, das sind Feldsalat (diese Woche zum letzten Mal) Petersilie, Ruccola, und in zwei Wochen Spinat. Das ist gerade nicht sehr abwechslungsreich.

Das Angebot und die Verfügbarkeit von deutschem Obst und Gemüse kann man übers Jahr gesehen mit einer Welle vergleichen. Sie beginnt im April, wenn die ersten Gemüsearten aus den Gewächshäusern erntefertig sind, dann kommen Anfang Mai die ersten Freilandsätze aus den Frühanbaugebieten, wie z.B. der Pfalz, dazu. Mitte bis Ende Mai kommt das Gemüse von unseren Feldern auf unser Angebot. Dazu kommen Ende Mai die Beeren und das Obst von unseren Kollegen aus der Nachbarschaft, wie Rhabarber, Erdbeeren, Johannisbeeren und Himbeeren. Bis Dezember und Januar ist dann eine fast 100%ige Verfügbarkeit aus Deutschland für Gemüse vorhanden. Unsere eigene Gemüseerzeugung deckt in dieser Zeit  bis zu 70 %  unseres Angebotes ab. Wir auf unserem Betrieb konzentrieren uns auf Gewächshausprodukte, und auf Sägemüse im Freiland, wie Spinat, Mangold, Zuckermais, Buschbohnen, Zucchini, Kürbis, Rote Beete und Petersilienwurzel.  Übers Jahr bauen wir zwischen 30 und 40 verschieden Gemüsesorten an.
Für die anderen Produkte haben wir Anbauabsprachen mit Kollegen. Dabei handelt es sich um die Feldkulturen die, um sie rationell zu erzeugen,  einen hohen finanziellen Aufwand erfordern, wie z.B. Möhren, Rotkraut, Weiskohl, Wirsing, Pastinaken. Alle Kollegen mit denen wir solche Anbauabsprachen machen, sind natürlich Mitglieder in den Bioverbänden, wie Bioland, Demeter oder  auch Naturland.

Von Februar bis April wird dann die Welle flacher und flacher und erreicht Ende April ihren Tiefpunkt. Das ist dann die Zeit in der die ersten Gewächshauskulturen noch nicht erntefähig sind und die Lagerware  wie Kohl, und Wurzelgemüse zuende geht.

Wir sind aber bestrebt durch unsere Anbauplanung und durch unsere Kooperationen immer auch in dieser Zeit wenigstens einen kleinen Anteil eigener und regionaler Ware anzubieten. Zur Zeit ist es Bärlauch, Ruccola, Petersilie, Rotkraut, Weiskohl, schwarze Rettich, Sellerie, Petersilienwurzel und Feldsalat. Auch die Äpfel sind immer noch von unseren regionalen Kollegen. Übernächste Woche haben wir dann eigenen Schnittlauch und darauf folgt auch schon der erste Spinat aus dem Gewächshaus in diesem Jahr.
 
Um die Obst und Gemüsesortimente wenigstens einigermaßen abwechslungsreich für Sie, unsere Kunden, zu gestalten greifen wir jetzt auch verstärkt auf ausländische Bioware zurück. In den Auslagen der Kaufhäuser und Naturkostläden werden Sie ein ähnliches Bild feststellen.

Aber auch bei der ausländischen Ware gehen wir nicht wahllos zur Sache. Sämtliche Ware aus dem Ausland beziehen wir von nur einem Großhändler. Es ist die Firma Ecofit aus Stuttgart. Die Firma Ecofit ist Vertragspartner von Bioland und selbstverständlich auch kontrollpflichtig wie unser Betrieb.

Unsere Grundsätze bei der Zusammenstellung unseres Agebotes lauteten:
1.    Ausschließlich zertifizierte Bioware
2.    Vorrang hat Verbandsware vor "nur EU Zertifizierter" Ware
3.    So viel wie möglich vom eigenen Betrieb.
4.    können Kollegen ein Produkt besser und günstiger erzeugen als wir, machen wir mit diesen Kollegen Anbauabsprachen. Z.B. bei Möhren der Betrieb Burger, bei Äpfel der Betrieb Betzler.
5.    So viel wie möglich Ware aus der Region. Region bedeutet für uns der Süddeutsche Raum
6.    So viel wie möglich Ware aus Deutschland.
7.    Erst dann denken wir über Ware aus dem Ausland nach.

Bei den Abwägungen welches Gemüse wir in unseren Sortimenten einplanen und unseren Kunden anbieten spielt natürlich auch die Qualität der Ware eine Rolle. So konnten wir bis vor drei Wochen noch Möhren von der Familie Burger anbieten. Leider war es danach nicht möglich deutsche Biomöhren in einer Qualität zu finden die uns gerecht wurde und die wir auch unsern Kunden, Ihnen, schuldig  sind. Deshalb bieten wir nun seit kurzer Zeit Bio-Möhren aus Italien an.
Ende Mai gibt es dann hoffentlich wieder die ersten Frühmöhren vom Biolandbetrieb Merz aus der Pfalz und Mitte Juli beginnt der Biolandbetrieb Burger mit der Möhrenernte.

Auch der Käse lebt von der Vielfalt, deshalb haben wir auch ausländischen Käse im Angebot. Daneben versuchen wir verstärkt mit regionalen Milcherzeugern zusammenzuarbeiten . Hier kann ich den Betrieb Blessing aus Wiernsheim nennen von dem wir Milch, Milchprodukte und Käse im Angebot haben, oder auch den Betrieb Golderer der uns mit Ziegen- uns Schafmilchprodukte beliefert.
Wir sind auch in diesem Bereich noch auf der Suche nach weiteren Kooperationspartnern.

Bedenken Sie bitte auch, daß unser Wohlstand, speziell in unserer Region, sehr stark vom Export abhängig ist. So gesehen sollten wir uns auch nicht zu sehr gegen ausländische Ware sperren sofern sie regional nicht verfügbar ist und die Qualität stimmt. Ich hoffe ich konnte Ihnen erklären, warum zur Zeit so viel ausländische Ware in unserem Angebot ist.

Nächste Woche packen wir in unsere Sortimente: Möhren, zuccini, Mangold, Lauch,Tomaten, Salat, Ruccola, Bärlauch und Petersilie.


Mit freundlichen Grüßen
Michael Braun
Liebe Kunden/innen_11_11

Wenn es mehrere Möglichkeiten gibt, eine Aufgabe zu erledigen, und eine davon in einer Katastrophe endet oder sonstwie unerwünschte Konsequenzen nach sich zieht, dann wird es jemand genau so machen.“ Das ist Murphys Gesetz.

Jeder der sich verantwortungsvoll mit Risikoanalysen beschäftigt kennt dieses Gesetz und weis auch darum. Weis, daß es sich bisher immer bewahrheitet hat. Es ist nun mal eben nicht so, daß man heute nach der Katastrophe in Japan um eine Erfahrung reicher ist, nein man war vorher einfach zu dumm oder zu ignorant um die Kernaussage die in Murphys Gesetz steckt zu erkennen. Gier frisst eben Hirn und Macht sowieso. Ja auch Windkraftwerke fallen um, Photovoltaikanlagen brennen und Biogasanlagen explodieren, aber diese Vorfälle gefährden nicht ein ganzes Land und das seiner Nachbarn.

Nicht die Wahrscheinlichkeit, daß etwas passieren kann was wir für Unwahrscheinlich halten löst die Katastrophe aus, sondern daß wir ignorieren, daß das Unwahrscheinliche irgendwann zur Realität wird.

Auf unseren Feldern wird es jetzt wieder etwas ruhiger. Das Getreide und der Klee sind gesät und auch die Felder die für die Maisaussaat vorgesehen sind wurden schon dafür vorbereitet. Der Mais wird allerdings erst in vier bis fünf Wochen ausgesät wenn sich der Boden entsprechend erwärmt hat. Da wir unser Maissaatgut nicht beizen ( mit Insektiziden umhüllen ) muss er Boden bei der Aussaat sehr warm sein damit der Mais zügig keimt. Ist es zu kalt liegen die Körner zu lange ungekeimt im Boden und werden dann von Käfern und Würmern zerfressen.

Nächste Woche werden wir voraussichtlich den letzten Feldsalat in diesem Frühjahr ernten, wenn es so Warm bleibt wie am Dienstag und Mittwoch, kann es allerdings sein, daß der Feldsalat schon zum Wochenende schosst. Das bedeutet, er geht von der vegetativen Phase in die generative Phase, er will Samen bilden und sich vermehren. In dem letzte Woche durch Feldsalat freigewordenem Gewächshaus säen wir diese Woche Radieschen. Voraussichtlich können wir in zwei Wochen Spinat und Schnittlauch ernten.
Nächste Woche packen wir in unser Gemüseabo: Möhren, Sellerie, Schwarzwurzel, Kohlrabi, Avokado, Feldsalat und Eichblattsalat.

Ich wünsche Ihnen ein schönes sonniges Frühlingswochenende
Michael Braun


Liebe Kunden/innen_10_11

Wie im Lied, im Märzen der Bauer das Rösslein anspannt, so spannen wir zur Zeit auf dem Hof  unsere Traktoren vor die Eggen und Sämaschinen.
Im Gegensatz  zum letzten Jahr haben wir dieses Jahr wirklich optimale Bedingungen für die Vorbereitung der Frühjahrsaussaaten und für die Aussaat selbst. Es ist trocken und am Anfang der Woche war sogar der Boden leicht durchgefroren, so daß die Böden noch besser tragfähig waren als sonst üblich.
Diese Woche haben wir das Futtergetreide für unser Geflügel ausgesät und die Gemüsefelder für die Gemüseaussaaten vorbereitet. Zur Vorbereitung eggten wir mit einer sehr breiten Egge die Felder zwei mal ab. Durch diese Maßnahme werden die Felder eingeebnet und der Boden wird sehr feinkrümmlig. Nun bleiben die Felder allerdings noch zwei bis vier Wochen liegen, damit die Unkrautsamen die sich in den obersten Bodenschichten befinden keimen können. Ende März werden dann die Felder nochmals geeggt um dann danach das Gemüse sähen zu können. Wenn dann alles so klappt wie wir uns das Vorstellen haben wir relativ Unkrautfreie Gemüsekulturen. Diese Woche werden wir noch Dicke Bohnen säen. Diejenigen die dieses Gemüse kennen und mögen können sich jetzt schon freuen, diejenigen die es nicht mögen können es schon jetzt auf die Ausschlussliste setzen lassen und diejenigen die es nicht kennen rate ich sich überraschen zu lassen.

Auf dem Hof sind wir mit Gewächshausreparaturen und Umbaumaßnahmen beschäftigt.

Nächste Woche packen wir in die Gemüsekiste: Möhren,  Sauerkraut (wohl zum letzten Mal in diesem Frühjahr), Rote Beete, Radieschen, Petersilie, Bärlauch und Feldsalat(wohl zum vorletzten Mal in diesem Frühjahr).

Ich wünsche Ihnen ein schönes sonniges Wochenende

Michael Braun


Liebe Kunden/innen._09_11

Mit dem Anstieg der Temperaturen steigt auch die Stimmung. Ab sofort beginnt in unseren Gewächshäusern die Gemüsesaison. Diese Woche pflanzen wir Salate, Mangold und Kohlrabi. Nächste Woche werden Kräuter gepflanzt und Radieschen gesät.  Noch immer ernten wir Postelein und Feldsalat aus unseren Gewächshäusern. Eigenen Feldsalat können wir Ihnen voraussichtlich noch zwei Wochen anbieten. Auch dem im November 2010 gepflanzte Spinat tut die Wärme sehr gut und der überwinterte Schnittlauch streckt nun auch das erste zarte Grün aus der Erde. Die überwinterte Petersilie hat die langen Fröste leider nicht so gut überstanden und muss leider umgebrochen werden.
Im Freiland müssen wir mit dem Säen und Pflanzen leider noch etwas warten, noch sind die Böden zu feucht als daß man die Felder, ohne einen Schaden anzurichten, befahren könnte.

Nächste Woche packen wir in unsere Gemüsesortimente: Möhren, Blumenkohl, Stangenselerie, Tomaten, Lauch, Zuccini und Feldsalat.  In unseren Obstsortimenten wird sich in den nächsten Wochen die Zusammensetzung ändern, da langsam die Orangen-, Mandarinen- und Clementinensaison zuende geht.

Ich wünsche Ihnen eine schönes sonniges Vorfrühlingswochenende


Liebe Kunden/innen._08_11

Nachdem ich Ihnen in der letzten Wochen-e-mail über die Herstellung von CMS-Hybridsaatgut geschrieben habe, will ich Ihnen diese Woche noch einige grundsätzliche Dinge über die Verwendung von Saatgut im ökologischen Anbau erklären.

Grundsätzlich verboten sind genmanipuliertes Saatgut, sowie Hybridsaatgut bei dem die Cytoplasmatische männliche Sterilität mit einer Cytoplasten-Protoplastenfusion hergestellt wurde. Selbstverständlich darf auch kein Saatgut eingesetzt werden, das mit irgend welchen Pestiziden behandelt wurde.

Biobetriebe müssen laut EU Bioverordnung, soweit verfügbar, Saatgut verwenden, das von Betrieben stammt die ökologisch bewirtschaftet werden. Das, soweit verfügbar, ist hier natürlich ein Begriff der sehr gedehnt werden kann, da nur sehr wenige Gemüsesorten in Bioqualität verfügbar sind. Noch vor 20 Jahren gab es in Europa viele kleine und mittelständische Saatgutzüchter. Heute befinden sich die allermeisten Saatgutzüchter in der Hand großer Mineralöl- oder auch Chemiekonzerne, da zum Einem die Entwicklung neuer Hybridsorten die meisten dieser kleinen Firmen finanziell überforderte und da zum Anderen das Hybridsaatgut auf lange Sicht den großen Konzernen sehr hohe Gewinne in Aussicht stellt, weil der Nachbau dieses Saatgutes, im Gegensatz zu den alten Samenfesten Sorten, nicht mehr möglich war. Hat man früher das Saatgut Grammweise oder Kg-weise gekauft, wird es heute Kornweise verkauft. Paprika, Auberginen, Gurken kosten bis zu 80 Cent pro Korn. Selbst für Kürbis werden 10 Cent pro Korn verlangt. Aus der Abhängigkeit der Gärtner vom Hybridsaatgut ist eine Gelddruckmaschine für die Konzerne geworden.

Es ist allerdings auch nicht einfach sich aus dieser Abhängigkeit zu befreien, weil es zum Einen wie schon erwähnt nicht genügend  gute Samenfeste Sorten gibt und weil zum Anderen die Hybridsorten Eigenschaften aufweisen an die sich der Kunde und auch der Gärtner gewöhnt hat. Zum Beispiel an eine Tomate, die 3 Wochen rot an der Pflanze hängen kann ohne faul und matschig zu werden, die zudem auch noch nach der Ernte weitere drei Wochen gelagert werden kann und zusätzlich noch resistent gegen Krautfäule ist. Diesen beiden Tatsachen müssen auch wir tief in die Augen sehen, wenn wir unser Saatgut bestellen.

Mit der Bingenheimer Saatzucht AG ist allerdings wieder ein Anfang gemacht worden, sich der Zucht der Samenfesten Sorten zuzuwenden. Ein Netzwerk von engagierten Gärtnern beschäftigt sich dezentral  mit der Zucht von Samenfesten Gemüse- und Blumensorten.

Nächste Woche pflanzen wir Mangold, Kohlrabi, Salate und Kräuter und säen Radieschen.

In die Gemüsekiste packen wir nächste Woche : Möhren, Weißkohl, Mangold, Fenchel, Schlangengurken, Knoblauch und Postelein.

Grüße
Michael Braun


Unter: http://www.das-leben-ist-kein-biohof.de/
können sie mir Ihre Meinung hierzu schreiben und Fragen Stellen

Individuell können sie bestellen unter:
http://www.biohof-braun.de/


Liebe Kunden/innen_07_2011

Zur Vorbereitung für das neue Gemüsejahr gehört auch die Auswahl der richtigen Gemüsesorten. Gemüsesaatgut gibt es in vielfältigen Qualitäten deren Unterschiede für den Laien nicht immer leicht verständlich ist. Abgesehen davon, dass genmanipuliertes Saatgut für Biobetriebe verboten ist, gibt es daneben noch eine ganze Menge anderer Verfahren bei welchen die Abgrenzung zu genmanipuliertem Saatgut nicht immer ganz einfach ist. Das hängt in erster Linie damit zusammen, dass auch Biobetriebe fast nur noch sogenanntes Hybridsaatgut einsetzen.

Noch vor 20 Jahren gab es fast ausschließlich Samenfeste Gemüsesorten. Diese Samenfeste Sorten wurden durch jahrelange Selektion der Pflanzen auf bestimmte gewünschte Qualitäten entwickelt. Vereinfacht gesagt ging der Züchter durch seinen Zuchtgarten und markierte die schönsten und dicksten Pflanzen für die Samengewinnung.
Somit hatte auch jeder Gärtner und Landwirt die Möglichkeit aus diesen Pflanzen eigenes Saatgut zu erzeugen. Dieses Saatgut hatte dann ungefähr die gleichen Qualitäten wie das zuvor vom Züchter gekaufte.

Beim Hybridsaatgut wird es nun ein wenig komplizierter. Hier verwenden die Züchter in der Regel immer zwei Linien die durch Inzucht reinerbig gemacht wurden. Das heißt, dass auf beiden Chromosomensätzen eine identische Erbinformation vorliegt. Kreuzt man nun diese zwei Inzuchtlinien miteinander erhält man als Ergebnis das sogenannte F1 Saatgut. Der große Vorteil des F1 Saatgutes ist, dass die Pflanzen die daraus entstehen absolut gleiche Eigenschaften haben. Der große Nachteil ist, dass man mit dem Samen den nun wiederum diese F1 Pflanzen produzieren keinen Nachbau betreiben kann, weil sich die nachfolgenden Generationen in vielen Qualitätsmerkmalen nicht mehr einheitlich sind. Man kann das auch ganz einfach mit den rotblühenden  und weißblühenden Erbsen erklären. (Mendel lässt grüßen). Kreuzt man zwei solche Erbsensorten erhält man als F1 Generation eine Pflanze die einheitlich rosa blüht, vermehrt man allerdings diese F1 Generation weiter erhält man in der F2 Generation weißblühende rosablühende und rotblühende Pflanzen.
Ein weitaus allerdings größeres Problem ist die bei der Erzeugung von Hybridsaatgut zwingend notwendige männliche Sterilität. Denn will ich zwei Pflanzen miteinander kreuzen, muss ich zumindest bei einer dieser Pflanzen verhindern, dass sie sich mit ihren Pollen selbst befruchtet. Das ist der Knackpunkt, und noch ist nicht alles bekannt, wie die Saatgutkonzerne diese männliche Sterilität herstellen.  Ein Möglichkeit diese männliche Sterilität herzustellen ist die sogenannte „Cytoplasmatische männliche Sterilität“ kurz CMS genannt. Man weiss hier, dass es bei Rettich eine Sterilität gibt, die nicht im Zellkern verankert ist sondern in den Mitochondrien der Rettichzellen. Wenn man nun eine solche Rettichzelle nimmt und daraus den Zellkern entfernt hat man einen Rettichcytoplasten. Im zweiten Schritt nimmt man zum Beispiel eine Brokkolizelle und entfernt bei Dieser die Zellwand, so erhält man einen Brokkoli-Protoplasten. Im dritten Schritt wird nun  die zellkernlose Rettichzelle mit der mit der Zellwandlosen Brokkolizelle verschmolzen und erhält somit eine männlich sterile Brokkolizelle.
Die Pflanzen die aus solchen männlich sterilen Brokkolizellen entstehen entwickeln keine Pollen und können somit ohne der Gefahr der Selbstbefruchtung ausschließlich von der zweiten Brokkolilinie befruchtet werden. Ein Problem dieser CMS Hybriden ist auch, dass sich diese männliche Sterilität weitervererbt und die nachkommen der CMS Hybriden nicht nur sehr stark streuen, sondern auch kaum noch selbst fertil sind. Speziell in Entwicklungsländern, dort wo manche Kleinbauern auf den Nachbau von eigenem Saatgut angewiesen sind, kann sich eine solche Entwicklungen verheerend auswirken. Im Ökolandbau sind übrigens CMS Hybriden verboten. Allerdings konnte mir ein Saatgutvertreter diese Woche auch nicht sagen, wie seine Firma die notwendige männliche Sterilität bei den anderen Hybridsorten herstellt.
Hier gibt es noch viel in Erfahrung zu bringen, ich werden Sie darüber informieren.

Wir auf dem Biohof-Braun verwenden ca. für die Hälfte unseres Saatgutbedarfes Hybridsaatgut. Zum Einen, weil diese Sorten zugegebenermaßen die einheitlicheren und besseren Qualitäten liefern und zum Anderen, weil es bei bestimmten Gemüsearten kaum noch gute samenfeste Sorten gibt. Bei Salaten, Postelein, Kräutern, Rote Beete und Kürbissen verwenden wir ausschließlich samenfeste Sorten. Gut ist auch, dass es seit einiger Zeit wieder eine Bewegung gibt die sich für den Erhalt und die Vermehrung von samenfesten Gemüsesorten einsetzt. z.Bsp. die Bingenheimer Saatgut AG.

Nächste Woche ist in der Gemüsekiste.: Feldsalat, Postelein, Kohlrabi, schwarzer Rettich, Lauch und roter Paprika.


Liebe Kunden/innen_06_2011

Da man als Landwirt und Gärtner zugegebener maßen im Winter etwas mehr freie Zeit hat als wie in den anderen Jahreszeiten ist dies auch die Zeit für neue Ideen und die daraus folgenden Produkten. In diesem Winter haben wir uns mit Suppen beschäftigt.

Natürlich schmeckt die selbstgekochte Suppe aus frisch zubereitetem Gemüse immer noch am Besten und ist auch zudem die günstigste und verpackungsfreundlichste Variante. Aber, weil man eben nicht immer die Zeit und die Muse für diese Art der Zubereitung hat, greift man dann doch gern zur Dose oder in die Tiefkühltruhe. Um Ihnen den Griff zur Dose zu erleichtern, haben wir in diesem Winter vier Dosensuppen entwickelt die wir nach und nach um weitere saisonale Rezepte erweitern.
Ab sofort gibt es bei uns:

Hokkaidokürbissuppe mit Tofuwürfel

Ingwer-Möhren Suppe

Rinderfond

Geflügelfond

Der Rinder- und der Geflügelfond eignen sich als Grundlage für Gemüse- und Nudelsuppen oder auch zur Verfeinerung von Saucen.

Sämtliche Zutaten sind zu 100% aus ökologischem Anbau und ohne irgendwelche Zusätze von Stabilisatoren und Verdickungsmittel. Eben Hausgemacht, nur in der Dose.

Draußen auf den Feldern ist immer noch Winterruhe, aber innerlich wetzen wir schon die Messer, d.h. wir bereiten uns auf die Frühjahrsaussaaten vor, die wenn es schön trocken bleibt, schon in zwei Wochen beginnen.

In den Gewächshäusern ernten wir ab dieser Woche wieder Feldsalat und bereiten den Boden für die ersten Pflanzungen ab Anfang März vor.

Nächste Woche packen wir in die Gemüsekiste: wie immer Möhren, dann folgen frisches Sauerkraut, rote Beete, Sellerie, Wirsing, Eissalat und Petersilie.

Die Zusammenstellung der Gemüsekiste wird nun zunehmend wurzeliger und kohliger, das hängt damit zusammen, dass wir so langsam die Talsohle der heimischen Gemüseerzeugung erreichen. Frische deutsche Ware gibt es immer weniger, der Feldsalat aus den Gewächshäusern ist bald abgeerntet, die neu zu erntende Ware wird erst noch gepflanzt, und auch aus den Kühlhäusern ist außer Sellerie und Kohl nicht mehr viel zu erwarten.


Liebe Kunden/innen_05_11

Vor über Jahren machte ich beim Biolandverband bei einem sogenannten Zukunftsszenario mit. Das war eine sehr aufwändige Veranstaltung die 6 Tage dauerte. Wir versuchten damals uns die nähere und die weitere Zukunft vorzustellen und entwickelten daraus die für uns zwei wahrscheinlichsten Möglichkeiten wie sich voraussichtlich die Zukunft in 20 Jahren darstellt und wie sich der Verband entsprechend entwickeln kann. Nach 6 Tagen glaubten wirklich fast alle Teilnehmer, auch ich, man könnte die Zukunft vorhersagen.
Zwei Jahre später kam die Wende und mit der Wende wandelte sich alles in eine Richtung die wir nicht sahen oder vielleicht auch nicht sehen wollten. Das hat uns schon etwas enttäuscht. Heute 20 Jahre später sehe ich das alles etwas gelassener. Ein Jahr kann man ungefähr vorhersehen, das zweite Jahr ist ein hoffen, dass es so wird wie man es sich vorstellt. Für das dritte Jahr kann man dann die Würfel herausholen und auf die 6 hoffen oder auch bangen.  Ich sehe es auch deshalb gelassener, weil ich denke, solange sich die inneren Werte unserer Gesellschaft und das damit einhergehende  Demokratieverständnis nicht ändern, wir der Zukunft gelassen entgegensehen können. In dieser Hoffnung investieren auch wir hier auf unserem Betrieb jedes Jahr in Dinge und Sachen die den Zeithorizont von Drei Jahren weit übertreffen.

So hoffe ich auch für die Menschen in Nordafrika, die zur Zeit für die Demokratisierung  ihrer Heimat demonstrieren, dass auch hier die Wende alles wandelt. Selbst diese Entwicklung hat vor einigen Monaten noch keiner Vorhergesehen.

Auch auf einen Wandel warten wir beim Wetter.  Ein etwas wärmeres und trockeneres Wetter wäre unser Wunsch.

Ab dieser Woche können wir endlich wieder Feldsalat ernten. Fast 6 Wochen war er mit einer kleinen Unterbrechung eingefroren. Sonst beschäftigen wir uns mit der Vorbereitung für einige größere Umbaumaßnahmen die wir uns für dieses Jahr vorgenommen haben.

Nächste Woche ist in der Gemüsekiste.:
Feldsalat, Pastinaken, Schwarzwurzel, Endivie, und Zuccini.

Mit freundlichen Grüßen
Michael Braun


Liebe Kunden/innen_04_11

Manche schätzen, dass bis zu 50 % des erzeugten Gemüses und Obst auf dem Weg vom Erzeuger zum Verbraucher verworfen werden. Weggschmissa uf schwäbisch. Zum einen verlangen natürlich Sie als Verbraucher/in einwandfreie Ware, das fordert zum anderen vom Lieferanten auch einwandfreie Ware zu liefern.
Auch wir versuchen jeden Tag diesen Anforderungen gerecht zu werden. Im späten Frühjahr, im Sommer und bis Winteranfang fällt uns das auch relativ leicht, weil wir zu diesen Jahreszeiten  sehr viel eigene Ware Produzieren und auch mit hervorragender Ware von unseren regionalen Kollegen beliefert werden. Das heißt frische Ernte kurze Wege gute Qualität.

Doch bedenken Sie folgendes.: Alles Gemüse und alles Obst, was Sie zur Zeit essen hat entweder  eine  lange Reise, eine lange Lagerung oder sehr harte Bedingungen hinter sich. Selbst dem Feldsalat und dem Postelein, die wir ab nächster Woche wieder ernten hat der Frost schon mächtig zugesetzt.

Auch Grünkohl, Wirsing, oder auch der Rosenkohl, die im Freiland auf dem Feld überwintern sind ganz schön hart im nehmen. Seit Mai, Juni 2010 stehen Sie auf dem Feld, ertragen Hitze, Regen, Trockenheit, und Frost, dazu kommen noch Pilzinfektionen, Virusataken und Angriffe von Insekten und Würmern. Und trotzdem gibt und gab es jedes Jahr bislang schöne Früchte.

Das  ganze Knollengemüse, Weißkohl, Rotkohl und auch die Apfel, sind jetzt schon auch wieder 4 Monate im Kühllager. Selbst im besten Lager geht diese Zeit nicht spurlos and diesen Früchten vorüber.

Und zum Schluss die Südfrüchte, Salate, und das Fruchtgemüse wie Tomaten, Zuccini und Auberginen. Zwischen 1000km und 2000km werden sie durch Europa gefahren und bis sie dann bei Ihnen zuhause ankommen sind diese Früchte schon drei bis vier mal umgeladen worden.

Nun ich will ihnen wirklich nicht den Spaß an unserem Gemüse und Obst nehmen, aber Sie sollen ganz einfach wissen, dass es zur Zeit und auch noch die nächsten 2 bis 3 Monaten trotz aufwendiger Kontrolle durch uns es manchmal passieren kann, dass auch mal bei Ihnen in der Kiste ein Produkt liegt das evtl. ihren Anforderungen an die Qualität nicht entspricht. Hier genügt ein kurzer Anruf, eine mail oder auch eine Mitteilung an den Fahrer, dann erhalten Sie sofort eine Gutschrift. Abgesehen davon ist eine solche Rückmeldung für uns wichtig um unsere Qualitätskontrolle zu verbessern.

Draußen auf dem Feld und in den Gewächshäusern ruht die Arbeit. Bei den nächsten leichten Frösten werden wir die noch nicht bearbeiteten Felder pflügen und für die Frühjahrsaussaaten vorbereiten.

Nächste Woche packen wir in die Gemüsekisten: Möhren, Weißkohl, Blumenkohl, Broccolie, und Radiccio, Sie merken Ihr Speiseplan wird zur Zeit etwas Kohllastig.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Braun



Liebe Kunden/innen_03_11

Diese Woche werden wir die  ersten Gewächshäuser für die Frühjahrsaussaat in den Gewächshäusern vorbereiten. Nach der Feldsalaternte lassen wir den Boden zwei Wochen abtrocknen, dann wird das Gewächshaus mit der Schlepper gefräst. Anschließend wird das Gewächshaus wieder geschlossen und die Lüftung wird ausgeschaltet, so dass selbst bei Sonnenschein die Lüftungsklappen nicht öffnen. Dadurch erwärmt sich der Boden bis zur Pflanzung oder bis zur Aussaat bis Ende Februar.

Noch ein paar Sätze zum Dioxinskandal.
Die Größe einer Tierhaltung steht nicht unbedingt im Zusammenhang damit wie verantwortungsvoll mit den Tieren und deren Fütterung umgegangen wird. Aber wahr ist auch, je größer ein Betrieb ist, je mehr Futter er zukaufen muss, je mehr beeinflusst der Preis für das Futter in absoluten Zahlen auch das Betriebsergebnis. Bei einem Preisunterschied von 20€ je Tonne liegen  eben zwischen einem Betrieb der 100 Tonnen Futter verbraucht und einem Betrieb der 10000 Tonnen Futter verbraucht die Mehr- oder Minderkosten bei 2000€ oder bei 200 000€.  Diese Zahlen machen manche anfällig billig einzukaufen. Diese Billigmacherei zieht sich wie ein roter Faden vom Futtermittelhändler über den Landwirt bis zum Verbraucher.
Aber auch hier ist es wie mit der Henne und dem Ei und der daraus resultierenden Frage: wer war zuerst da. Der Landwirt der billig produziert oder der Verbraucher der billig einkaufen will?

Deshalb müssen  in  einem Wirtschaftssystem wie dem unseren, das auf Gewinnmaximierung ausgerichtet ist,  alle Bereiche die unter die Daseinsvorsorge fallen, wie Gesundheit und Lebensmittel, stärker zum Schutz der Verbraucher reglementiert werden.
So wehrt sich zum Beispiel die Futtermittelindustrie seit Jahren gegen eine exakte offene Deklaration der Futtermittel. Offene Deklaration bedeutet, dass der Landwirt die exakte Futtermittelzusammensetzung des Futters vom Lieferanten mitgeteilt bekommt. Die Futtermittelindustrie argumentiert, dass mit der offenen Deklaration ihr geistiges Eigentum verletzt wird, da sie ihre Rezepturen veröffentlichen müsste. Obwohl ich weis, dass auch eine offenen Deklaration der Futtermittelmischungen keinen Skandal verhindert, meine ich dass die  Gesundheit der Tiere und des Verbrauchers hier Vorrang vor dem Interesse der Futtermittelindustrie haben müssen.

 Irgendwie scheint es mir aber bisher umgekehrt zu sein.

Nächste Woche packen wir in unsere Gemüsekiste: Sellerie, Postelein
Grünkohl und Schwarzer Rettich. Ich bitte alle die den Grünkohl aus ihrer Gemüsekiste ausgeschlossen haben. Probieren Sie diesen wunderbaren  Kohl, der dem Frost wie kein anderer trotz.
Liebe Kunden/innen.

Diese Woche werden wir die  ersten Gewächshäuser für die Frühjahrsaussaat in den Gewächshäusern vorbereiten. Nach der Feldsalaternte lassen wir den Boden zwei Wochen abtrocknen, dann wird das Gewächshaus mit der Schlepper gefräst. Anschließend wird das Gewächshaus wieder geschlossen und die Lüftung wird ausgeschaltet, so dass selbst bei Sonnenschein die Lüftungsklappen nicht öffnen. Dadurch erwärmt sich der Boden bis zur Pflanzung oder bis zur Aussaat bis Ende Februar.

Noch ein paar Sätze zum Dioxinskandal.
Die Größe einer Tierhaltung steht nicht unbedingt im Zusammenhang damit wie verantwortungsvoll mit den Tieren und deren Fütterung umgegangen wird. Aber wahr ist auch, je größer ein Betrieb ist, je mehr Futter er zukaufen muss, je mehr beeinflusst der Preis für das Futter in absoluten Zahlen auch das Betriebsergebnis. Bei einem Preisunterschied von 20€ je Tonne liegen  eben zwischen einem Betrieb der 100 Tonnen Futter verbraucht und einem Betrieb der 10000 Tonnen Futter verbraucht die Mehr- oder Minderkosten bei 2000€ oder bei 200 000€.  Diese Zahlen machen manche anfällig billig einzukaufen. Diese Billigmacherei zieht sich wie ein roter Faden vom Futtermittelhändler über den Landwirt bis zum Verbraucher.
Aber auch hier ist es wie mit der Henne und dem Ei und der daraus resultierenden Frage: wer war zuerst da. Der Landwirt der billig produziert oder der Verbraucher der billig einkaufen will?

Deshalb müssen  in  einem Wirtschaftssystem wie dem unseren, das auf Gewinnmaximierung ausgerichtet ist,  alle Bereiche die unter die Daseinsvorsorge fallen, wie Gesundheit und Lebensmittel, stärker zum Schutz der Verbraucher reglementiert werden.
So wehrt sich zum Beispiel die Futtermittelindustrie seit Jahren gegen eine exakte offene Deklaration der Futtermittel. Offene Deklaration bedeutet, dass der Landwirt die exakte Futtermittelzusammensetzung des Futters vom Lieferanten mitgeteilt bekommt. Die Futtermittelindustrie argumentiert, dass mit der offenen Deklaration ihr geistiges Eigentum verletzt wird, da sie ihre Rezepturen veröffentlichen müsste. Obwohl ich weis, dass auch eine offenen Deklaration der Futtermittelmischungen keinen Skandal verhindert, dass die  Gesundheit der Tiere und des Verbrauchers hier Vorrang vor dem Interesse der Futtermittelindustrie haben müssen.

 Irgendwie scheint es mir aber bisher umgekehrt zu sein.

Nächste Woche packen wir in unsere Gemüsekiste: Sellerie, Postelein
Grünkohl und Schwarzer Rettich. Ich bitte alle die den Grünkohl aus ihrer Gemüsekiste ausgeschlossen haben. Probieren Sie diesen wunderbaren  Kohl, der dem Frost wie kein anderer trotz.

Michael Braun



Liebe Kunden/innen_2_11

Diese Woche erhalten Sie eine Stellungsnahme zur aktuellen Diskussion über den Dioxinskandal von unseren Eierlieferanten Martina Mast und Martin Häring.

Hier auch als PDF zum herunterladen und ausdrucken.

Bei  uns auf dem Hof ist es diese Woche ruhig. Trotz  der langen und kalten Frostperiode über Weihnachten und den Jahreswechsel konnten wir diese Woche Feldsalat ernten. Die nächsten zwei Wochen gibt es kein Feldsalat, aber wenn es so warm bleibt wie heute am Donnerstag kann sich die Ernte auch noch um eine Woche verkürzen.

Grüße
Michael Braun


Hier die Stellungsnahme von Martina Mast und Martin Häring vom Jagsthof zum Dioxinskandal
                                                                                           Westhausen, 09.01.2011
 
1.    Änderung im Hühnerfutter
2.    Bio-Betriebe vom aktuellen Dioxinskandal nicht         betroffen

Sehr geehrte Eierkundschaft,

1.    seit drei Jahren füttern wir als einer der wenigen Bio-Betriebe in Deutschland unsere Hühner mit 100% Bio-Futter. Leider haben wir jetzt diese Pionierarbeit unterbrechen müssen und mischen dem Hühnerfutter – wie die meisten anderen Bio-Hühnerhalter – wieder 5 % konventionellen Maiskleber bei. Denn in den letzten Monaten sind die unverzichtbaren Eiweißkomponenten, nämlich Ölkuchen aus der Speiseölherstellung von Soja, Sonnenblumen, Sesam und Lein äußerst knapp geworden; d.h. sie sind zeitweise gar nicht oder nicht in der notwendigen Qualität zu erhalten. Dies führt zu stark wechselnden Futterqualitäten, was für  Hühner sehr stressig und gesundheitlich riskant ist. Wir wollen dies unseren Hühnern nicht mehr länger zumuten und sind zu dem Entschluss gekommen, dass diese    5 % konventioneller Anteil  und dafür gleichmäßige Qualität im Futter das kleinere Übel darstellt.                                                                                                                        Für Sie hat das den Vorteil, dass eine Preiserhöhung wegen gestiegener Futterkosten vorläufig vermieden werden kann.



2.    Von dem aktuellen Dioxinskandal sind Bio-Betriebe nicht betroffen. Über mehrere Handelsstufen und offensichtlich mit viel krimineller Energie wurden in Norddeutschland technische Fette Futterfetten beigemischt und an konventionelle Mischfutterwerke verkauft. Vorher wurden diesen technischen Fetten dioxinhaltige Substanzen aus noch unbekannter Quelle beigemengt, vermutlich, um Entsorgungskosten zu sparen .                                                                                       In der Bio-Tierhaltung sind solche Vorgänge nicht vorstellbar, es dürfen nur reine Pflanzenöle aus biologischem Anbau verwendet werden.





Von solchen Machenschaften abgesehen muss man leider zur Kenntnis nehmen, dass es keine absolute Dioxinfreiheit mehr gibt. Bei Hühnern hat sich der Boden als Hauptbelastungsquelle herausgestellt. Wir gehen aber aus folgenden Gründen  davon aus, dass die Dioxinbelastung in unseren Jagsthof-Eiern weiterhin sehr gering bleibt:

·    Der Jagsthof liegt in einer ländlichen Gegend im Ostalbkreis, so dass nur eine geringe    Dioxinbelastung der Böden zu erwarten ist
·    Schon um Anreicherung von Nährstoffen und Krankheitskeimen im Boden zu vermeiden, legen wir großen Wert darauf, dass die Hühner sich im ganzen Auslauf verteilen und der ganze Auslauf grün bleibt. Deshalb haben wir ein aufwendiges System von Auslauftunnels, mobilen Schutzdächern und Schattennetzen aufgebaut, das den Hühnern auf der ganzen Wiese Schutz vor Habicht und Sonne bietet. Ein abgefressenes Stück Wiese kann mit dem mobilen Steckzaun ausgezäunt werden  und alle zwei Jahre bekommen die Hühner eine ganz frische Wiese zugeteilt, die mit einer speziellen Mischung von für Hühner interessanten Klee- und Kräuterarten eingesät wurde.
·    Wir haben einen großzügigen überdachten Auslauf, weswegen wir die Hühner bei nassem Boden (der für sie besonders anziehend ist) nicht auf die Wiese lassen müssen.

Die Hühner nehmen bei uns also sehr wenig Erde auf, weil sie immer einen attraktiven Pflanzenbewuchs zur Verfügung haben und  bei schlechtem Wetter nicht raus dürfen. Deshalb sehen wir keinen Grund,  der einen erhöhten Dioxingehalt in unseren Eiern befürchten ließe,  zumal in den letzten Jahren  unsere Eier mehrfach, auch von amtlicher Seite untersucht wurden, jeweils ohne Beanstandung.
 

Viele Grüße von
Martin Häring und  Martina Mast

Jagsthof, 73463 Westhausen, Tel. 07363/5401, Fax. 07363/921030, www.Jagsthof.de



Liebe Kunden/innen_02_11

Der aktuelle Dioxinskandal betrifft zum Glück nur den konventionellen Landbau. Biobetriebe sind bisher nicht betroffen. Trotzdem hier einige Erklärungen zur Fütterung von Biogeflügel und zu den Maßnahmen zur Risikovorsorge in unserem Betrieb.

Dioxinskandale der letzten Jahre  haben gezeigt, dass sehr wohl auch der biologische Landbau davon betroffen sein kann. Vor zwei Jahren war Biomais aus der Ukraine, der für deutsches Biofutter vorgesehen war davon betroffen und vor ca. 4 Jahren Biogetreide aus den neuen Bundesländern. Bei beiden Vorgängen wurde das Biogetreide bzw. der Biomais allerdings nicht bei der Erzeugung mit Dioxin kontaminiert sondern immer jeweils im Lager oder durch die Transportbehälter. Hier wurden das Lager bzw. die Transportbehälter nicht ausreichend gereinigt. 
Das zeigt, dass wenn man auch im biologischen Landbau  nicht äußerst vorsichtig bei der Beschaffung von Futtermittel ist, nicht unbedingt auch vor solchen Kontaminationen sicher ist.

Sie werden sich jetzt bestimmt fragen, warum in ökologisch wirtschaftenden Betrieben überhaupt Futter zugekauft wird und warum das Futtergetreide nicht im eigenen Betrieb erzeugt wird. Speziell bei der Geflügelmast und bei der Legehennenhaltung kann man in der Regel kann man mit Getreide, Mais und Ackerbohnen keine Futtermittelmischungen herstellen die den Ansprüchen der Legehennenhaltung bzw. der Geflügelmast genügen. Das Verhältnis zwischen Eiweiß und Energie würde bei solchen Futtermischungen nicht den Bedürfnissen dieser Tiere entsprechen. Auch fehlen in den sonst üblichen Getreidearten einige Aminosäuren die für eine ausgeglichene Ernährung der Tiere notwendig sind. Deshalb kaufen alle Biobetriebe ein sogenanntes Ergänzungsfutter zu. Dieses Futter besteht hauptsächlich aus  Ölfrüchten wie Rapskuchen, Leinkuchen, Sesamkuchen. Dazu kommen Mineralfutter, Kalk und Maiskleber. Alle Komponenten dieses Ergänzungsfutters sind aus ökologischem Anbau. Zur Zeit allerdings der Maiskleber aus konventionellem Anbau. Sobald dieser wieder in ökologischer Qualität verfügbar ist wird er sofort anstatt des konventionellen erzeugten Maisklebers verwendet. Dieses Ergänzungsfutter wird mit einem Anteil von bis zu 25% der hofeigenen Getreidemischung beigemengt.
Wir auf unserem Berieb verwenden  für unser Mastgeflügel auch dieses Ergänzungsfutter. Biolandbetriebe dürfen zusätzlich und grundsätzlich nur von Bioland zugelassenen Futtermittelhersteller ein solches Ergänzungsfutter zukaufen. Diese Futtermittelhersteller werden von Bioland kontrolliert.

Da grundsätzlich jeder Zukauf von außen das Risiko einer Verunreinigung  darstellt, haben wir sowohl für unseren Landwirtschaftlichen Betrieb als auch für unser Gemüseabo (unseren Lieferservice) folgende Grundsätze.

Wir erzeugen so viel wie möglich auf unserem eigenen Betrieb.

Wir kaufen nur von Verbands-Zertifizierten Erzeugern Händlern und Hersteller.

Wir wechseln nicht kurzfristig unsere Geschäftsbeziehungen sondern versuchen langjährige Verbindungen aufzubauen.

Wir besuchen mindestens einmal pro Jahr die Betriebe, die mit uns zusammenarbeiten, persönlich.

Gemüse und Obst welches wir nicht direkt von Erzeugern zukaufen beziehen wir ausschließlich von der Fa. Ecofit. Die Fa. Ecofit lässt regelmäßig Rückstandsuntersuchungen machen.

Unsere Eier beziehen wir von Marina Mast und Martin Häring. Beide sind ehemalige Kommilitonen von mir. Schon seit über 20 Jahren beschäftigen sich Martina und Martin mit der Legehennenhaltung. Man kann sie in dieser Hinsicht wirklich als die Pioniere der biologischen Hühnerhaltung bezeichnen. Martina und Martin bauen das Futter für Ihre Legehennen selbst an, aber auch sie müssen wie oben beschrieben Ergänzungsfutter einsetzen.

Bisher war unsere Strategie in dieser Hinsicht erfolgreich. Weder Martina Mast und Martin Häring noch eine anderer Betrieb von welchem wir Ware zukaufen waren in der Vergangenheit von Skandalen betroffen.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Braun


Liebe Kunden/innen._01_11

Ab nächster Woche werden wir Sie wieder mit unseren frischen Lebensmittel beliefern.
Bitte beachten Sie folgendes: Wenn Sie im 2wöchendlichem Tournus beliefert werden und Sie in der KW 51 (Weihnachtswoche) 2010 zum letzten mal beliefert wurden, bekommen Sie die erste Lieferung erst wieder in der 3 KW 2011. Wenn Sie schon nächste Woche beliefert werden wollen, lassen Sie uns dies bitte wissen.
In unseren Gewächshäusern tat sich die letzten zwei Wochen nicht viel. Jetzt nach dem Tauwetter hoffen wir, dass sich der Feldsalat sehr schnell erholt. Nächste Woche können wir nur kleine Mengen ernten.


Rezept zur Gans

Es gibt bestimmt 1001 Rezepte wie die Gans am Besten zu zubereiten ist. Wenn Sie aber ein paar wenige Dinge beachten, dann gelingt Ihnen der Gänsebraten ohne Bauchweh...hier lesen Sie mehr

Liebe Kunden/innen_51_10
Die letzten Kisten sind gepackt, der letzte Fahrer ist zurück und hoffentlich haben wir bei niemanden die Gans vergessen.

Wir machen Weihnachtsferien und werden Sie wieder ab dem 10.01.2011 beliefern. Telefonisch sind wir ab dem 7.01.2011 erreichbar. Unser e-shop ist durchgehend geöffnet.

Wir wünschen Ihnen, ihren Familien und ihren Freunden ein schönes Weihnachtsfest und ein gutes hinübergehen  in das Jahr 2011.

Grüße
Michael Braun

Liebe Kunden/innen._50_10

Nächste Woche bekommen Sie von uns Ihre letzte Lieferung in diesem Jahr. Bitte beachten Sie, dass Sie wegen Weihnachten einen Tag früher als üblich beliefert werden. Die Liefertouren  von Montag fahren wir schon am Samstag.

In unseren Gewächshäusern ist es diese Woche sehr ruhig. Feldsalat und Postelein sind steinhart gefroren. Am Montag konnten wir aber noch eine größere Menge ernten, so dass wir diese Woche fast genug hatten. Nächste Woche kann es allerdings, wenn sich das Wetter nicht ändert knapp werden mit dem Feldsalat.

Auf unseren Feldern machen wir diese Woche die Bodenbearbeitung für das nächste Gemüsejahr. Der Senf, der im Spätsommer als Gründüngung gesät wurde ist durch die starken Fröste weitgehend abgefroren und der Boden ist für eine Bodenbearbeitung jetzt ideal durchgefroren. Die obersten 5 cm sind hart,  dadurch wird der Boden trotz der vielen Niederschläge der letzten Wochen, tragfähig für den Traktor. Nun kann man den Boden bearbeiten ohne ihn durch Bodenverdichtungen zu schädigen.  Wir bearbeiten die Felder in dieser Situation so flach wie möglich um die durch die Gründüngung gewachsene Bodenstruktur nicht zu schädigen.

Nächste Woche sind Kürbis, Sellerie, Wurzelpetersilie und Rotkohl in der Gemüsekiste.

Als Weihnachtsgeschenk, verrate ich Ihnen mein Kürbissuppenrezept.
Als Grundlage natürlich einen Hokkaidokürbis, dazu eine mehlige Kartoffel und eine Süßkartoffel, die machen die Suppe sämig ohne ihren Geschmack in Vordergrund zu stellen. Dazu kommen noch eine Wurzelpetersilie, eine kleine Pastinake, ein ganz kleines Stückchen Ingwer, diese Gemüsearten geben die Würze. Und ganz zum Schluss darf der Apfel auf keinen Fall fehlen, er gibt die Säure.
Alles nicht zu klein schneiden und kochen bis es schön weich ist. Jetzt kommt das Geheimnis, auf keinen Fall den Zauberstab verwenden, sondern alles durch ein Haarsieb streichen, am Besten gelingt das mit einem Schöpflöffel. Man kann auch zweistufig vorgehen und das Gemüse zuerst durch die  flotte Lotte drehen und anschließend das Mus durch das Haarsieb pressen.

Jetzt haben Sie eine wunderbare wirklich cremige Masse ohne störende Fasern. Hinzu kommen jetzt 200g Creme Fraiche und soviel Wasser, dass die Suppe beim Kochen nicht blubbt.

Ganz zum Schluss, kurz vorm Servieren, geben sie einen kleinen Schuss Rotwein dazu. Wenn dann der größte Teil des Alkohols abgekocht ist haben sie die perfekte Kürbissuppe.


Michael Braun


Liebe Kunden/innen_unser Jahresrundbrief_2010

Kein Jahr ist wie das vorherige, oder wie irgend ein anderes Jahr zuvor. Dieses Jahr, das nun auch bald unser vorheriges ist, war ein gutes Jahr. Und dies bemerke ich jetzt um so mehr, wenn ich zurückblicke und bedenke mit welcher Ungewissheit wir dieses Jahr begannen. Noch vor einigen Monaten hatte uns die Wirtschaftskrise fest im Griff biss sie dann Mitte des Jahres urplötzlich von uns abließ, und heute muss schon Mancher die Bedeutung dieses Wortes wieder im Lexikon nachschlagen. Ich bin mir allerdings sicher, diese Krise ist noch lange nicht vorbei. Noch immer öffnet sich die Schere zwischen Arm und Reich, nicht nur zwischen der 1.Welt und der 3. Welt, sondern auch in unserem Land. So lange der Zustand anhält, daß sich zu viel Geld sich in den Händen weniger befindet, für dessen Zinsen und Zinseszinsen zu viele arbeiten müssen, wird uns die Krise begleiten.
An dieser Stelle muss ich ein ganz großes Danke los werden, ein Danke an Sie, unsere Kunden, dass Sie uns auch in bestimmt für Sie schwierigen Zeiten die Treue gehalten haben.

Im Ackerbau und im Gemüsebau mussten wir dieses Jahr kämpfen. Das Jahr war nicht immer ganz einfach. Im Frühjahr die langen kalten Tage und Nächte bis weit in den März hinein. Da bangten wir manche Nacht, ob Dill, Kerbel und Salat den Frost übersteht. Dann war es sehr lange sehr Nass. Eine alte Bauernweisheit lautet:
In einem trockenen Jahr geht kein Bauer kaputt, aber sehr wohl in einem nassen Jahr. Für die Unkrautbekämpfung im biologischen Landbau ist es wichtig, vor der Aussaat der Hauptkulturen die Felder nach dem Keimen der Unkräuter mehrere mal abzueggen. Durch diese Maßnahme kann man den Unkrautdruck enorm reduzieren. Diese Maßnahme konnten wir in diesem Frühjahr nicht durchführen. Deshalb mussten wir auch so manche Kultur die wir im Frühjahr ausgesät haben auch wieder umbrechen da das Unkraut schneller war als die Kulturpflanze.. Dafür hatten wir die Gewächshauskulturen, wie Tomaten und Gurken hervorragend im Griff. Kein Pilzbefall, keine Schädlinge und eine lange Kulturdauer. Auch unsere Herbstkulturen (Kürbisse, Freilandpaprika Spinat) entwickelten sich dann trotz des verregneten Spätsommers hervorragend. Für unsere Getreideernte sah es am Anfang des Sommers noch sehr gut aus, doch dann kam der Regen und dieser Regen wollte einfach nicht wieder gehen. Normalerweise sind wir mit der Getreideernte oft schon Ende Juli fertig. Dieses Jahr dauerte sie aber bis fast Ende August, da es nur an sehr wenigen Tage möglich war ausreichend trockenes Getreide zu ernten.

Unser Freilandgeflügel entwickelte sich in diesem Jahr prächtig. Wir hatten  in diesem Jahr zum Schutz der Tiere vor schlechtem Wetter und vor Greifvögel einen Teil der Weiden mit Mais bepflanzt. Diese Maßnahme hat sich hervorragend bewährt. Im nächsten Jahr werden wir  einen weiteren Teil unserer Flächen mit schnellwachsenden Energiewäldern belegen um den Tieren einen noch besseren Schutz zu bieten. In diesem Bereich müssen wir sehr viel ausprobieren. Es ist nun mal so, dass nur sehr wenige Betriebe Mastgeflügel im Freiland halten, daher ist auch noch sehr wenig Wissen vorhanden, und der Erfahrungsaustausch auf wenige Teilnehmer beschränkt. Auch die Forschung und die Wissenschaft tut sich schwer mit diesem Thema.

Im nächsten Jahr wollen wir endlich unsere Packhalle erweitern. Seit zwei Jahren beschäftigen  wir uns mit diesem Thema, heute sind wir froh nicht früher gebaut zu haben, denn lange Planungsphasen, so habe ich festgestellt, haben den Vorteil, dass das Ergebnis den Vorstellungen die man von einem solchen Projekt hat, sehr nahe kommt.

Statt unserem Hoffest, das wir bisher alle zwei bis drei Jahre Sonntags machten, veranstalteten wir in diesem Jahr zwei Hofinformationstage am Samstag. Wir werden im nächsten Jahr drei Termine für Sie anbieten.

Ein tiefer Einschnitt war Mitte des Jahres der Tod von Erich Braun. Zusammen mit seiner Frau Elisabeth hat der unseren Hof gegründet und vor fast 40 Jahren auf den ökologischen Landbau umgestellt. Wir sind dankbar so mutig und so unbekümmert diesen Weg gegangen ist. Er ist und bleibt ein Vorbild für uns.

In der Weihnachtswoche bekommen Sie Ihre Lieferung einen Tag früher als üblich. Die Montagstouren werden am Samstag zuvor ausgefahren. Sollten sie in dieser Woche auch Geflügelfleisch bekommen, beachten sie bitte, dass sie das Geflügelfleisch nicht länger als drei Tage im Kühlschrank aufbewahren. Die haushaltsüblichen Kühlschränke sind in der Regel zu warm für eine längere Haltbarkeit. Dann ist es besser das Fleisch kurzzeitig einzufrieren.

Nach Weihnachten machen wir zwei Wochen Betriebsferien. Ab dem 10 Januar 2010 werden wir Sie wieder beliefern. Alle Kunden die Ihre Abos 14-tägig erhalten und in der Weihnachtswoche zum letzten Mal in diesem Jahr beliefert werden, bekommen Ihre Lieferungen aber erst ab dem 17.012011. Wenn  wir schon ab dem 10.01.2011 liefern sollen, lassen Sie uns das bitte wissen.

Statt eines Weihnachtsgeschenkes spenden wir wie jedes Jahr einen entsprechenden Betrag an terre des homes.

Bei aller Ungewissheit freuen wir uns nun auf das Neue Jahr, denn genau diese Ungewissheit mit ihren täglichen Überraschungen macht unser Leben spannend und schön.

Wir wünschen Ihnen, Ihren Familien, und Ihren Freunden, ein schönes und im wahrsten Sinne friedliches Weihnachtsfest und viel Gesundheit und Wohlbefinden im neuen  Jahr.

Michael Braun


Hier der Exkursionsbericht von Malte Stelzner und Jan Swiatkowski vom Stuttgarter Heidehofgymnasium  hier PDF herunterladen


Liebe Kunden/innen 48_2010

Jetzt sieht es auch bei uns aus wie in Oberbayern. Und ähnlich kalt ist es auch. Die Kälte hat unsere Feldsalaternte diese Woche erheblich behindert, deshalb ist in einem Teil Ihrer Lieferungen statt Feldsalat oder Postelein Endivie enthalten.
Auch nächste Woche werden wir voraussichtlich nur eine kleine Menge Feldsalat und Postelein ernten können, deshalb werden wir in unsere Gemüsekisten Zuckerhut einpacken. Zuckerhut ist einer der wenigen Salate,  die man zwischen 8 und 12 Wochen im Kühlhaus einlagern kann. Leider ist sein Name nur der äußeren Erscheinung geschuldet. Er ist zugegeben ein wenig bitter, und kann seine Verwandtschaft zu Endivie, Radicchio, oder Chicoree nicht leugnen. Früher legte man diese Salate in warmes Wasser um sie zu entbittern, das sollten Sie auf keinen Fall nachahmen, denn genau diese Bitterstoffe (Intybin) helfen uns, um gesund über die kalten Tage zu kommen. Sollte Ihnen der Zuckerhutsalat wirklich zu bitter sein, können Sie auch die Bitterstoffe durch ein entsprechendes Salatdressing überdecken. Z.B. mit Sahne, Creme fraiche oder Orangensaft.

In unseren Gewächshäusern pflanzen wir nächste Woche, sofern es die Temperaturen zulassen, Spinat für die Ernte März 2011.

Bitte machen Sie Ihre Geflügelfleischbestellungen zu Weihnachten frühzeitig damit wir die Schlachttermine sorgfältig planen können. Beachten Sie auch unser Weinangebot.

In der Weihnachtswoche beliefern wir Sie einen Tag früher als üblich, die Montagstouren werden am Samstag zuvor ausgeliefert.

Nach Weihnachten machen wir zwei Wochen Betriebsferien. Ab dem 10 Januar 2010 werden wir Sie wieder beliefern. Alle Kunden die Ihre Abos 14 tägig erhalten und in der Weihnachtswoche zum letzten mal in diesem Jahr beliefert werden, bekommen Ihre Lieferungen aber erst ab dem 17.012011. Wenn  wir schon ab dem 10.01.2011 liefern sollen, lassen Sie uns das bitte wissen

Wir wünschen Ihnen einen schönen 2.Advent.

Michael Braun

Liebe Kunden/innen 47_2010

Heute morgen sahen wir im Licht unserer Hofbeleuchtung die ersten Schneeflocken in diesem Winter. Zum Glück waren es nur ganz wenige.
Bei aller Schönheit die der Schnee auf die Landschaft zaubert, unsere Fahrer/innen vermissen ihn in keiner Weise. Nur Renate aus Oberbayern sehnt sich nach dem Schnee, dafür haben wir Verständnis, denn Oberbayern im Winter ohne Schnee ist wie…Stuttgart ohne Bahnhof (sagt meine Frau) oder wie ein Tag ohne Sonne (sage ich)

Diese Woche pflanzen wir den letzten Feldssalat in diesem Jahr. Dieser Satz ist geplant für die Ernte im März 2010. Mit der Feldsalatsaison sind wir in diesem Herbst sehr zufrieden. Weder Phoma (ein Schwärzepilz), noch echter Mehltau und falscher Mehltau sind bisher aufgetreten. Wie bei allen Pilzkrankheiten gilt auch bei Feldsalat das Motto Lüften Lüften Lüften. Bis die ersten Fröste kommen, lassen wir alle Lüftungsklappen Tag und Nacht auf. Die Luftfeuchtigkeit  sollte im Gewächshaus so gering wie möglich sein. Wir gie?en auch grundsätzlich nur in den frühen Morgenstunden, damit der Feldsalat über den Tag genug Zeit hat um ausreichend abzutrocknen. Es ist außerdem wichtig den Feldsalat nicht zu trocken stehen zu lassen. Ein zu trocken stehender   Feldsalat ist nach meiner Erfahrung sehr gestresst und somit anfälliger gegen Pilzkrankheiten.  Auch nach einer längeren Frostperiode muss der Feldsalat anschießend sofort ausreichend bewässert werden. Durch den Frost friert der Boden etwas nach oben und die feinen Wurzeln des Feldsalates reisen dabei ab. Durch ein gründliches Bewässern setzt sich der Boden wieder und der Wurzeln des Feldsalates haben wieder Anschluß an das Bodenwasser. Pflanzenstärkungsmittel verwenden wir bisher nicht im Feldsalatanbau. Alle Versuche die uns vorliegen zeigen keinen gesicherten Mehrertrag. Bei sehr schlechten Witterungsverhältnissen verwenden wir zur Vorbeugung gegen Mehltau eine Mischung aus Backpulver und Fenchelöl. Diese Mischung wird dann vorbeugend auf den Feldsalat gespritzt. Das Backpulver verändert den PH-Wert so, dass sich die Pilze nicht mehr vermehren können und das Fenchelöl bewirkt eine bessere Blattanhaftung.

Bitte beachten Sie, dass wir in der nächsten Woche unsere Gänse mit Frühbucherrabatt ausliefern. Sie können noch bis zum Montag bestellen.
Natürlich liefern wir auch noch in der Weihnachtswoche Gänse und weiteres Geflügelfleisch aus. Bitte bestellen Sie rechtzeitig damit wir sorgfältig planen können. Neben Gänsen, Landgockel und Puten liefern wir in der Weihnachtswoche auch noch Enten und Miniputen aus.

Nächste Woche ist in der Gemüsekiste Postelein, Hokkaido, Lauch, Sauerkraut und Rote Beete.

Ich wünsche Ihnen ein schönes( und ein mir nicht zu kaltes) Wochenende (sonst gibt’s nämlich keinen Postelein).




Liebe Kunden/innen 46_2010

Die Tage werden nun sehr kurz,  und draußen wird  die Arbeit etwas eintönig. Feldsalatpflanzen wechselt sich ab mit Feldsalat ernten, dazwischen werden dann die Gemüse- und Obstkisten gepackt. Im Freiland warten wir auf  etwas trockeneres Wetter für die dort nun anstehende Bodenbearbeitung.

Neben der Arbeit auf den Feldern, in den Gewächshäusern und beim Gemüsekisten packen, gibt es auch noch andere, weniger erfreuliche, Tätigkeiten, wie zum Beispiel die Lohnabrechnungen zum Monatsende.

Wer Lohnabrechnungen macht, verfolgt auch immer die Diskussionen zur Gesundheitsreform und oft kann man hier nur den Kopf schütteln über die Ergebnisse die dabei herauskommen. Es sind Diskussionen wie von einem anderen Stern, vom Stern der Privatversicherten. Ich vermute, kein Entscheidungsträger zu diesem Thema, seien es Politiker, Beamte, Krankenkassenfunktionäre oder Ärzte, ist gesetzlich krankenversichert, bzw. hat sich je ernsthaft mit einer wirklichen Lohnabrechnung befasst.

Eine schwere Erkrankung einer Mitarbeiterin lässt mich über dieses Thema nachdenken.

Obwohl Krankheit immer ein individuelles, ob ein selbst- oder unverschuldetes, Schicksal ist, sollte dieses Schicksal auch immer in der gesamtgesellschaftlichen Verantwortung stehen, wie z.B.  auch die Altenpflege, die Kinderbetreuung und die Bildung. Durch die Gesundheitsreform wird nun aber diese gesamtgesellschaftliche Aufgabe Schritt  für Schritt privatisiert. Das ist ein schleichender Prozess, der jetzt mit kaum merklichen 20€ Zusatzbeiträge anfängt. Über all dies wird als Deckmantel  die Senkung der Lohnzusatzkosten gelegt. Diese lassen sich aber auf einfachere Weise sehr viel stärker senken.

Zum Einen muss man die Anzahl der Beitragszahler erhöhen und hier insbesondere die Beitragszahler mit einem hohen Einkommen, und z. B. auch Politiker und Beamte in die Verantwortung nehmen. Ich halte es für nicht vertretbar scheinheilig und unverantwortlich, dass unser Staat seine Angestellten und Beamten privat versichert und gleichzeitig sich über die finanzielle Schieflage der gesetzlichen Krankenversicherungen beschwert. Selbst wenn diese Maßnahme jetzt nicht gleich die Krankenkassen entlasten würde, hätte sie den Vorteil, dass die Entscheidungsträger ihre Entscheidungen auch selbst mittragen müssten und nicht wie bisher, sie andere tragen lassen.
Auch durch die Abschaffung, oder durch eine deutliche Erhöhung, der Beitragsbemessungsgrenze zur gesetzlichen Krankenversicherung hätte man sehr schnell ein erheblich höheres Beitragsaufkommen, das einen Beitrag zur Senkung der Lohnnebenkosten leisten könnte.

Zum Anderen genügt eine einzige Krankenkasse. Wir haben einen Gesundheitsfond mit einem einheitlichen Beitragssatz, haben aber immer noch über 150 Krankenkassen. Selbst der viel beschworene vermeintliche Wettbewerb unter den Krankenkassen rechtfertigt diese Anzahl nicht. Die Unterschiede in den Leistungen sind marginal aber schon „ein Bluter“ unter den Mitgliedern einer Krankenkasse kann eine kleinere Krankenkasse in den Ruin treiben. Diese Gedanken kommen einem eben, wenn man selbst, wie ich für unseren kleinen Betrieb, am Monatsende an 7 Krankenkassen Beitragsnachweise versenden muss, und jede Krankenkasse den gleichen Betragssatz hat. Auch bin ich der Meinung, dass es um Krankheit keinen Wettbewerb im klassischen Sinn geben darf, denn wer Krank ist gibt auch noch sein letztes Hemd. Und es wird immer Menschen geben, die dieses letzte Hemd nehmen.

Sie sehen, das Leben ist nicht nur ein Biohof. Unter:
http://www.das-leben-ist-kein-biohof.de/
können sie mir Ihre Meinung hierzu schreiben.

Letzte Woche habe ich Ihnen Steckrüben versprochen. Leider mussten wir umplanen. Nächste Woche sind aber Steckrüben in der Kiste, sofern sie sie mögen. Dazu kommt Zuckerhut, Petersilienwurzel, Navetrüben und Feldsalat, Feldsalat allerdings nur in die Gemüsekisten ab 13€.

Individuell können sie bestellen unter:
http://www.biohof-braun.de/

Sie können auch noch bis Ende nächster Woche unsere Gänse mit Frühbucherrabatt bestellen. Diese werden in der KW 48 ausgeliefert.
Für die KW 49 haben wir noch einige wenige Rindfleischpakete anzubieten.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende.

Michael Braun


Liebe Kunden/innen_45_2010

Heute haben wir unsere Gewächshäuser, so weit es eben irgendwie geht, sturmsicher gemacht, da die Unwetterzentrale für Freitag Sturm angekündigt hat.
So eine Sturmwarnung macht mich schon immer etwas nervös, ich  hoffe aber, dass er nicht zu stark wird und uns unsere Gewächshäuser um die Ohren fliegen.
Immerhin haben sie Lothar ausgehalten, das beruhigt mich dann wieder.
Aus Deutschland gibt es nun fast keinen Salat mehr. Das was nicht erfroren ist, ist nun abgeerntet und verkauft. Wir haben in unseren Gewächshäusern aber noch wunderschönen Endivien stehen. Dieser kommt natürlich nächste Woche in die Kiste. November ist nun mal Endivienzeit. Im Kühlhaus steht dann auch schon der Nachfolgesalat: Zuckerhut. Zuckerhutsalat kann man ohne Probleme 6 bis 8 Wochen im Kühlhaus lagern. Und dann gibt es natürlich, sollte es nicht zu starke Fröste geben den ganzen Winter Feldsalat und  Postelein.
Nächste Woche verwöhnen wir Sie außerdem mit Steckrüben. Die Älteren kennen Sie bestimmt aus den Zeiten in denen diese Rübe Machen über die harten kalten Winter nach dem Krieg geholfen hat. In den Wirtschaftswunderzeiten und auch danach geriet diese Rübe allerdings in die Vergessenheit, ich denke man wollte sich an diese Rübe einfach nicht mehr erinnern, ganz bewusst. Heute wird sie wieder vermehrt angebaut. Ich finde sie schmeckt eine wenig nach Futterrübe, aber als Kinder haben wir Futterrüben immer gerne geknabbert. Lassen Sie sich überraschen.

Noch bis Ende November können Sie unsere Gänse mit Frühbucherrabatt bestellen. Sie werden in der KW 48 (die erste Woche im Dezember) ausgeliefert und kosten anstatt 16,95€/kg nur 15€/kg.

Ich wünsche Ihnen ein hoffentlich nicht zu stürmisches Wochenende.

Grüße

Michael Braun


Liebe Kunden/innen_44_2010

Das ist ein November, Tage wie im Frühling. Und so ist natürlich auch die Stimmung. Es ist einfach schöner bei etwas wärmeren Temperaturen zu arbeiten, als wenn einem der Frost die Finger, beim Feldsalat schneiden, fast erfrieren lässt. Diese Woche begannen wir mit der Feldsalaternte, gleichzeitig pflanzen wir Feldsalat. Die Gewächshäuser die wir in den nächsten drei Wochen abernten belegen wir sofort wieder mit Feldsalat  und Spinat. Diese Sätze werden allerdings erst 2011 geerntet.

Wie ich letzte Woche schon erwähnt habe bieten wir Ihnen in diesem Jahr unsere Weihnachtsgänse zum Frühbucherrabatt an. Wenn Sie Ihre Gans schon in der KW 48 nehmen kostet das Kg stat 16.95€ nur 15€.
Ihr Vorteil,  die Gans ist günstiger und Sie haben auch ganz sicher die Gans zu Weihnachten. Unser Vorteil, unsere Arbeit vor Weihnachten wird spürbar entzerrt.

Nächst Woche können Sie sich schon jetzt in Ihrer Gemüsekiste auf Endivie aus dem Gewächshaus, auf Muskatkürbis, auf Lauch und auf Rotkohl freuen.

Unser Fahrer Jens Ziegler alias DR.J von der Band „Good Men gone bad“ spielt am Samstag 13.11.
21h  Cafe Exil,Westliche Karl-Friedrich Str.257,75172 Pforzheim-Brötzingen.
Schauen und hören Sie es sich an. mehr dazu hier.........

Wir wünschen Ihnen ein schönes sonniges frühlingshaftes Wochenende.

Michael Braun


Liebe Kunden/innen._43_2010

Zuerst einige organisatorische Mitteilungen.

1.    Nächste Woche werden Sie wegen dem Feiertag am Montag einen Tag später als üblich beliefert.
2.    Dieses Jahr bieten wir Ihnen unsere Gänse im Frühbezug zum Sonderpreis an.  Wenn Sie die Weihnachtsgänse schon in der KW 47, 48 , 49 kaufen kostet das kg statt 16.95€ nur 15,00€. Sie müssen die Gans dann allerdings bis Weihnachten einfrieren. Zum Auftauen müssen Sie mindestens wieder mit 12 Stunden rechnen. Wir hoffen, dass viele Kunden von diesem Angebot gebrauch machen, da wir dadurch die Arbeitsspitze in der Weihnachtswoche etwas entzerren können. Die Gans wird Ihnen vakuumiert, gefrierfertig verpackt geliefert. Das einfrieren schadet übrigens der Qualität des Fleisches in keiner Weise.
3.    Die letzten Rindfleischpakete vor Weihnachten können Sie für die KW 49 bestellen.
4.    Ab sofort läuft auch wieder unsere Einkellerungsaktion für Kartoffeln. Der 12,5 kg Kartoffelsack kosten nur 12,75 €.

Die Arbeiten im Freiland sind auf unserem Betrieb für dieses Jahr weitgehend abgeschlossen. Wenn es nicht zu starke Fröste in den nächsten Wochen gibt, können wir vielleicht vor Weihnachten noch einmal Spinat ernten. In den Gewächshäusern pflanzen wir fast täglich Feldsalat.
Ab nächster Woche gibt es den ersten geernteten Feldsalat. In der Gemüsekiste überraschen wir sie nächste Woche mit Endivie, Erdkohlrabi und Rondini. Der Rondini ist eine Mischung aus Zuccini und Kürbis. Allerdings hat er eine sehr harte Schale, die man kaum schneiden und auch nicht essen kann. Rondini kochen Sie am besten komplett. Dann können Sie den Rondini leicht mit dem Messer halbieren und das Fruchtfleisch aus der Schale essen. Mit etwas Salz und Butter schmeckt es noch besser.


Komentieren können Sie unter unserem Blog: http://www.das-leben-ist-kein-biohof.de/

Wir wünschen Ihnen ein schönes langes Wochenende und denken Sie an die Zeitumstellung.

Grüße
Michael Braun

Liebe Kunden/innen._42_2010

Ab dieser Woche können Sie unsere Wochenrundbriefe und unsere Rezeptvorschläge im Internet kommentieren. Wir haben hierzu einen Blog eingerichtet. Sie erreichen den Blog unter: www.daslebenistkeinbiohof.de
Wenn Sie  denken,  die Antwort auf eine Frage zum biologischen
Landbau, zu unseren Rezeptvorschlägen oder auch zu anderen Themen, ist auch für andere Kunden interessant, können Sie diese Frage im Blog stellen. Sie können dort aber nicht nur Fragen stellen, sondern Sie können auch auf die Fragen anderer Kunden antworten.
Sie können uns im Blog auch kritisieren und Verbesserungsvorschläge machen.
Wenn Sie richtig zufrieden sind vertragen wir auch ein ehrliches Lob.

Draußen auf den Feldern ist nun fast alles abgeerntet. Die frostgefährdeten Gemüsearten wie Paprika werden wir diese Woche noch ernten. Herbstlauch uns Sellerie können noch etwas wachsen und vertragen auch leichte Fröste.
Unsere Gewächshäuser füllen sich so langsam mit Feldsalat. Übernächste woche werden wir voraussichtlich den ersten Feldsalat in diesem Herbst ernten.

Ab sofort können Sie Gänse zu Martini bestellen.
Für die nächsten vier Wochen können wir Ihnen auch wieder wie jedes Jahr günstig unsere Einkellerungskartoffeln im 12.5 kg Sack anbieten.

Nächste Woche packen wir Blumenkohl, Rote-Beete, Paprika und Chinakohl in die Kiste. Dazu gibt es noch Paprika und die wirklich letzten eigenen tomaten in diesem Jahr.

Wir wünschen Ihnen ein schönes sonniges Wochenende.

Michael Braun


Liebe Kunden/innen. (Das Leben ist kein Biohof) _41_2010

Da das Leben nicht nur ein Biohof ist, beobachten auch wir aus Vaihingen an der Enz die Proteste gegen Stuttgart 21 ganz genau.
Vor über 20 Jahren hat es in Vaihingen eine große Protestbewegung gegen die Neubaustrecke Mannheim-Stuttgart  und den Bahnhofneubau in Vaihingen gegeben. Auch ich war seinerzeit ein Gegner dieses Projektes.
Heute, mehr als 2 Jahrzehnte später, freuen sich alle Vaihinger über diese Bahnstrecke und über den Bahnhof. Auch dank des Verhandlungsgeschick des damaligen Vaihinger OB wurde der größte Teil der Neubaustrecke, die über die Vaihinger Markung läuft, in Tunnels versteckt.   In 15 Minuten ist man heute mit der Bahn in Stuttgart und weil auch  ICEs in Vaihingen halten hat man von Vaihingen aus eine gute Verbindung in viele Städte.  Vaihingen hat durch diesen Bahnhofsneubau und durch die Neubaustrecke zweifellos an Attraktivität  gewonnen. So gesehen stehe ich den Demonstrationen gegen Stuttgart 21 skeptisch gegenüber, während meine Frau, trotz der positiven Entwicklung in Vaihingen, aktiv die Protestbewegung bei den Demonstrationen in Stuttgart begleitet. Sie sagt, wenn sich zwei um einen Kuchen streiten, darf der Stärkere während man sich darüber unterhält wer nun wie viel vom Kuchen bekommt, nicht vom Kuchen essen. Denn wenn vor dem Ergebnis der Verhandlung  der Kuchen gegessen ist macht eine Unterhaltung über die Verteilung keinen Sinn. Da hat sie aber so was von Recht, denn obwohl ich, wie schon erwähnt,  kein Gegner von Stuttgart 21 bin, hat auch mich in den letzten Wochen die Arroganz der Mächtigen erschreckt. Soviel aus Vaihingen zu Stuttgart 21, jetzt geht’s aber wieder auf den Biohof:


Eine alte Gärtnerweisheit lautet: „em Gwäxhaus darf koi gschpannte Luft sei“, das heißt Übersetzt: lüften lüften lüften. Obwohl die Temperaturen nachts sich schon nahe dem Gefrierpunkt bewegen, sind die Lüftungsklappen in unseren Gewächshäusern bei Feldsalat, Postelein und Endivie Tag und Nacht offen um den Pilzkrankheiten, wie dem Echten und dem Falschen Mehltau, vorzubeugen. Bei Paprika und Tomaten hingegen stellen wir den Temperaturregler der Lüftung so ein, dass wir noch ein wenig der Wärme des Tages in die Nacht hinüberretten können um die Abreife der Früchte dieser Pflanzen etwas zu beschleunigen, denn jetzt zum Ende der Kulturen schadet auch ein Pilzbefall den Pflanzen bzw. dem Ertrag dieser Pflanzen nicht mehr. Nächste Woche werden wir voraussichtlich die letzten Tomaten in diesem Jahr ernten. Wenn es nicht zu kalt wird kann vielleicht in der darauffolgenden Woche noch etwas nachreifen. Dann ist aber für dieses Jahr wirklich Schluss mit unseren eigenen Tomaten. Gewächshauspaprika gibt es wahrscheinlich noch zwei Wochen.
Ansonsten bepflanzen wir nun jede Woche ein Haus mit Feldsalat.
Im Freiland nutzen wir das zur Zeit trockene Wetter für die Aussaat des Wintergetreides.
Nächste Woche ist in unseren Gemüsekisten der Kürbis Butternut, Endivie, Gewächshauspaprika, dazu ein wenig Peperoni und Tymian für die Kürbissuppe, und Lauch.
Die genau Zusammensetzung Ihrer Gemüse-, Obst- und Käsekiste können Sie im e-shop ab Donnerstag für die Folgewoche einsehen. Wählen Sie sich hierzu im Kundenzugang mit Ihrem Nachnamen als Namen und mit Ihrer Kundennummer als Passwort ein.

Wir wünschen Ihnen ein erholsames Wochenende

Michael Braun


Liebe Kunden/innen_40_2010

Jetzt ist die Zeit, in der wir jeden Tag aufmerksam die lang- und kurzfristigen Wetterprognosen beobachten, denn im letzten Jahr ist  überraschender Weise Mitte Oktober in einer kalten Frostnacht unserer Freilandpeperoni erfroren. Jetzt werden manche von Ihnen denken, da haben  wir aber Glück gehabt und mussten uns nicht mit noch mehr Peperoni in der Gemüsekiste quälen.
Doch  auch dieses Jahr sehen unsere Freilandpeperoni und unser Freilandpaprika hervorragend aus und versprechen noch einen guten Spätherbstertrag. Die Peperonis benötigen allerdings noch eine Woche Sonne um vollständig zu erröten.
Im Freiland werden wir nächste Woche die letzten Kürbisse ernten. Der Sellerie kann noch etwas wachsen und wird wohl erst Ende Oktober geerntet.
In unseren Gewächshäusern wird nächste Woche das erste Tomatenhaus geräumt und danach sofort mit Feldsalat und Postelein bepflanzt.
Auf unseren Feldern beginnen wir mit der Vorbereitung für die Wintergetreideaussaat wie Winterweizen, Dinkel und Roggen.

Wir wünschen Ihnen ein schönes sonniges Herbstwochenende

Michael Braun

Liebe Kunden/innen_39_2010

Am Samstag den 02.10.2010 laden wir Sie ganz herzlich zu unserem 2. Hofinformationstag in diesem Jahr ein. Bei neuem Wein mit Zwiebel- und Kartoffelkuchen wollen wir mit Ihnen und können Sie mit uns reden.
Natürlich gibt es auch Gewächshausführungen. Hier zeigen wir Ihnen was der Herbst von den Sommerkulturen (Tomaten und Paprika) übriggelassen hat und den nun ersten gepflanzten Feldsalat.
Bei den Felderrundfahrten informieren wir Sie über unsere Freilandgeflügelhaltung.

Für Ihre Kinder haben wir eine Kinderbetreuung organisiert. Für diese Aktion haben wir extra im Frühjahr die Kürbissorte „gelber Zentner“ gepflanzt und dies vor zwei Wochen geerntet. Aus diesen großen Kürbissen dürfen Ihre Kinder noch größere Kürbisgeister schnitzen und diese auch nach Hause mitnehmen.

Diese Woche haben wir in unseren Gewächshäusern den ersten Feldsalat gepflanzt. Von jetzt bis ende September pflanzen wir jede Woche 40 000 pflanzen. Gepflanzt wird von Hand ca. 100 Pflanzen pro m². Die Kulturdauer beträgt zwischen 6 und 12 Wochen. Die Pflanzungen ab Anfang November werden erst im neuen Jahr geerntet.

Nächste Woche packen wir in die Gemüsekiste noch einmal Spinat, Rondini, Freilandpaprika, Tomaten, Endivie, Ruccola und Dill.

Wir wünschen Ihnen und uns ein schönes sonniges Wochenende.

Michael Braun



Liebe Kunden/innen_38_2010

Am Samstag den 02.10.2010 laden wir Sie zu unserem 2 Hofinformationstag in diesem Jahr auf unseren Hof ein.
Im Mittelpunkt dieser Veranstaltung steht diesmal das persönliche Gespräch, da in den Gewächshäusern und auf den Feldern sich der Herbst bemerkbar macht Aber natürlich machen wir auch wieder Gewächshausführungen und Felderrundfahrten.
In unseren Gewächshäusern sehen sie Tomaten, Paprika im Endstadium,  und Endivie, Kräuter.
Das Freilandgemüse ist zu diesem Zeitpunkt weitgehend schon geerntet. Nur unseren Kräuteracker zeigt sich noch in voller Pracht. Hier können und dürfen Sie von allen Kräutern probieren.
Auf unseren Felderrundfahrten zeigen wir Ihnen die Freilandhaltung unseres Geflügels.
Entsprechend der Jahreszeit ist auch unser kulinarisches Angebot. Zwiebelkuchen und Neuer Wein ergänzen sich mit Zwetschgenkuchen und Kaffee. Daneben gibt es natürlich auch Feines vom Landgockel.
Für ihre Kinder haben wir eine Kinderbetreuung organisiert. Esther und Sandra, zwei ausgebildete Erzieherinnen, schnitzen zusammen mit ihren Kindern Kürbisgeister.
Nächste Woche sehen und schmecken Sie in Ihrer Kiste, Asiasalat, Pflücksalat, feiner Freilandspinat, Tomaten und Hokkaido. Unser Paprika benötigt eine Errötungspause. In der Obstkiste machen wir eine Traubenpause dafür gibt es vom Biolandbetrieb Ortlieb Zwetschgen satt.

Wir wünschen Ihnen ein sonniges Wochenende.

Michael Braun


Liebe Kunden/innen_37_2010

Diese Woche, am Mittwoch, hatten wir eine unangekündigte Bio-Kontrolle in unserem Lieferservice. Bei dieser Kontrolle wurde die Herkunft unserer Produkte überprüft und ob diese Produkte auch auf  den Kundenlieferscheinen richtig ausgezeichnet sind. Abgesehen davon, dass wir an diesem Tag die Länderherkunft der Kiwis auf unseren Kundenlieferscheinen falsch ausgezeichnet haben, war alles in Ordnung. Die Kiwis waren an diesem Tag aus Neu Seeland satt, wie angegeben, aus Chile, aber die Qualität hinsichtlich der ökologischen Erzeugung der Kiwis wurde nicht beanstandet.

Grundsätzlich muss jeder Betrieb der Biologische Produkte erzeugt, verarbeitet oder auch verkauft nach der EU-Bioverordnung kontrolliert werden. Ausgenommen hiervon ist lediglich der Einzelhandel. Unser Lieferservice unterliegt deshalb der Kontrolle, weil wir nach der Meinung der Kontrollstellen Waren umpacken.

Auf unserem Betrieb werden die Gärtnerei, die Landwirtschaft mit der Geflügelhaltung, der Lieferservice und die Schlachterei jeweils separat kontrolliert. Die Kontrollstelle die unsere Betriebe kontrolliert ist die ABCert AG mit Sitz in Esslingen.  Diese Kontrollstelle wird wiederum vom Regierungspräsidium Karlsruhe, welches für die Bio-Kontrollstellen in Baden-Württemberg zuständig ist, überprüft und zertifiziert.

Bei den angekündigten Kontrollen in der Gärtnerei und in der Landwirtschaft werden zuerst die Anbauflächen und die Tierhaltung in Augenschein genommen. Dann wird die Lagerhaltung kontrolliert. Die anschließende und wichtigere Kontrolle findet aber bei der Buchprüfung statt. Hier wird überprüft, inwieweit die dokumentierten Maßnahmen mit den Einkaufsbelegen übereinstimmen. Beim zugekauften Dünger werden z.B. folgende Fragen gestellt. Welcher Dünger und welche Menge wurde zugekauft. Ist der Dünger nach der EU Bioverordnung und nach den Biolandrichtlinien zugelassen, wie viel  Dünger wurden auf den jeweiligen Flächen ausgebracht, wurde die zugelassene Höchstmenge eingehalten. Hierzu müssen dem Kontrolleur auch alle Belege wie Lieferscheine und Rechnungen vorgelegt werden. Bei den Jungpflanzen und beim Saatgut wird überprüft ob diese Waren von Biolandbetrieben stammen und ob das Saatgut  ökologisch erzeugt wurde. Ähnlich findet die Kontrolle auch in der Tierhaltung und beim Futterzukauf statt. Daneben finden auch Plausibilitäts-Überprüfungen statt, bei welchen kontrolliert wird, ob zum Beispiel die verkaufte Menge Getreide in einem angemessenen Verhältnis zum angebauten Getreide steht.

Bei der Kontrolle von unserem Lieferservice wird zuerst die Herkunft der Ware anhand von Rechnungen und Lieferscheinen kontrolliert. Dann müssen wir die Masterzertifikate von allen Betrieben vorlegen von welchen wir Ware zukaufen. Diese Zertifikate, die jeweils nur ein Jahr Gültigkeit besitzen, bestätigen, dass auch diese Betriebe nach der EU-Bio-Verordnung kontrolliert wurden. Anschließend finden Warenflusskontrollen statt. Hier wird überprüft, ob die Verkaufte Menge mit der zugekauften Menge eines Produktes übereinstimmt. Zum Beispiel fragt der Kontrolleur, wie viele Eier wir in der Kalenderwoche  35 2009 verkauft haben, anschließend wird dann anhand von Lieferscheinen und Rechnungen geprüft wie viele Eier in der angegebenen Zeit zugekauft wurden, von welchem Betrieb sie stammen und ob von diesem Betrieb auch das oben genannte Materzertifikat vorliegt. Diese Überprüfung findet bei drei bis vier Produkten zu unterschiedlichen Zeiträumen statt.

Nächste Woche kommt in die Gemüsekiste noch einmal Mangold weil, der so schön zart und so gut gewachsen ist. Die Tomaten brauchen noch etwas Wärme um wieder richtig rot zu werden und müssen deshalb eine Woche pausieren. Dafür gibt es dann noch Kohlrabi, Endivie, roter Paprika und deutsche Tafeltrauben aus Brackenheim.
 
Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende.

Michael Braun



Liebe Kunden/innen_36_2010

Am Samstag letzter Woche konnten wir zum Glück noch vor dem Regen, der diese Woche das Wetter bestimmte, unsere Gründdüngung säen. Ab Anfang September säen wir Senf. Senf hat den großen Vorteil, dass er sehr schnell wächst und daher in der Lage ist große Mengen von wasserlöslichen Mineralien aufzunehmen, die ansonsten über den Winter ausgewaschen würden.

Nächste Woche ernten wir Batavia rot, Mangold, Zuckermais, Peperoni Petersiele und Sellerie für unsere Abokisten. Den Inhalt Ihrer persönlichen Abokiste können Sie in der Regel immer ab Donnerstag Abend im Internet im e-shop betrachten. Wählen Sie sich  hierzu im Kundenzugang mit Ihrem Namen als Namen und mit Ihrer Kundennummer als Passwort ein.

In unseren Gewächshäusern haben wir diese Woche nun entgültig die Gurken abgeräumt und sind gerade dabei die frei gewordene Fläche mit Endivie zu bepflanzen. Die Endivie ist, wenn im Oktober nicht zu starke Fröste auftreten, Ende Oktober erntefertig.

Bestellen können sie unter www.biohof-braun.de

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende und allen Schülern und Lehrern wünsche ich ein erfolgreiches und fröhliches neues Schuljahr.

Michael Braun



Liebe Kunden_35_2010


Die Tage werden kürzer, die Nächte zwangsläufig länger, der Morgen sehr viel kälter und das Leben etwas langsamer. Man spürt es wird Herbst. Trotzdem hoffen wir auf einen schönen warmen Spätsommer, der unsere Herbstkulturen bestimmt noch gut tut.
Auf unseren Felder warten Rote Beete, Mangold, Zuckermais und Sellerie auf die warmen Tage. Speziell unseren Kürbissen würden zwei warme Wochen zur vollständigen Abreife sehr gut tun. Wir haben dieses Jahr neben unserer Hauptsorte Hokkaido noch weitere Speisekürbissorten gepflanzt. Wir sind gespannt wie Ihnen  dann diese Kürbisse schmecken.
Neben den Speisekürbissen haben wir dieses Jahr auch mehrere Sorten Zierkürbisse angepflanzt. Die Vielfalt der entstandenen Formen beeindruckt selbst mich wenn ich über dieses Feld gehe.  Ab Ende September können Sie die Zierkürbisse bei uns bestellen. 

Wir wünschen Ihnen eine schönes Spätsommerwochenende und allen Schülern und Lehrern eine schöne letzte erholsame Ferienwoche.


Liebe Kunden/innen_34_2010

Nicht nur der August neigt sich dem Ende zu auch die Gurken  müssen sich bald diesem Schicksal ergeben. Man glaubt es kaum, aber mittlerweile haben sie eine Länge von 5 m erreicht. Nach dem sie oben am Spanndraht in 2,5m Höhe angekommen waren, ging es nach einem Umschwung über den Draht der Schwerkraft folgend wieder  in die andere Richtung, Richtung Erde. Die Masse ihrer eigenen Früchte hinderte sie an ihrem Drang nach OBEN.

Im Freiland entwachsen Spinat und Mangold gerade dem Keimblattstadium, in etwa 6 Wochen können wir dann diese Pflanzen ernten. Auf den Abgeernteten Getreidefelder erfolgt die zweite Bodenbearbeitung als Maßnahme gegen die Wurzelunkräuter. Nächste Woche pflanzen wir in den Gewächshäusern  Kräuter, und übernächste Woche Endivie.



Liebe Kunden/innen._33_2010


Wenn ich ganz ehrlich bin freue ich mich jedes Jahr, wenn es während der Sommerferien etwas kühl und wolkenverhangen ist. Denn immer wenn Sie in Urlaub fahren, fliegen oder wandern, geben unsere Tomaten ihr Bestes, wenn dann noch die Sonne scheint und es richtig heiß wird, ist dieses Beste des Guten zu viel. Eine solche Situation schein sich jetzt am Wochenende anzubahnen. Von Ihnen sind viel zu viele weg und von den Tomaten sind viel zu viele da. Weil das überhaupt nicht zusammenpasst, bieten wir Ihnen nächste Woche Einkochtomaten zum Sonderpreis an, sozusagen als Belohnung für alle die in den Ferien zuhause geblieben sind.

Auf unserem Hof ist es gerade ruhig. Die Arbeiten beschränken sich auf  Routinearbeiten  und Renovierungen. Sobald die Böden wieder etwas abgetrocknet sind beginnen wir mit der Vorbereitung der Herbstaussaaten.

Michael Braun




Liebe Kunden/innen._32_2010

Wie ich letzte Woche schon im Rundbrief erwähnt habe, bekam unser e-shop einen neuen sehr leitungsfähigen Server. Bitte beachten Sie, dass wenn Sie als Browser Mozilla Firefox verwenden, Sie unter Einstellungen, Datenschutz, den Menuepunkt "Cookies akzeptieren" nicht deaktivieren dürfen, sonst funktioniert der e-shop nicht.
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Diese Woche haben wir, in den beiden noch warmen und sonnigen Tagen am Anfang dieser Woche, unsere Getreideernte abgeschlossen. Trotz der Hitzeperiode im Juli sind wir mit dem Ertrag zufrieden. Am Mittwoch dieser Woche konnten wir noch das Stroh, welches wir als Einstreu für unser Geflügel verwenden, pressen und einholen.
In den nächsten Tagen beginnen wir mit der Bodenbearbeitung. Das Ziel dieser Maßnahme ist, das Ausfallgetreide zum keimen zu bringen und die Wurzelunkräuter, wie die Distel und den Ampfer, zu bekämpfen.

Im Feiland säten wir diese Woche Mangold und Spinat und in den Gewächshäusern Radieschen.

Diese Woche sind auch die Rauchschwalben ausgeflogen. Bis auch sie, wie ihre Eltern, Meister der Lüfte werden, müssen sie noch etwas üben.

Da Familie Jungclaussen die nächsten zwei Wochen in Urlaub ist, ist auch unsere Hofmetzgerei über diese Zeit geschlossen.

Wir wünschen Ihnen ein hoffentlich nicht verregnetes Wochenende.

Michael Braun



Liebe Kunden/innen_31_2010


Am Freitag von 10 Uhr bis  12 Uhr wird unser Shop-Server durch einen größeren und leistungsfähigeren ersetzt. In dieser Zeit ist leider kein Shopzugang möglich.

Wussten Sie schon, dass es im Schwabenland nicht regnet? Also bei uns regeärt es, in Nachbardorf reggert es schon kräftiger, noch ein Dorf weiter nordwestlich reggerret es, wenn es dann regnet. Aber egal wie man es ausspricht, wären wir froh, wenn es endlich aufhört zu regnen. Für die Getreideernte nutzten wir die wenigen sonnigen Stunden der vergangenen Tage. Das Getreide mussten wir aber trotzdem nachtrocken, da es zur Zeit wirklich unmöglich ist trockenes lagerfähiges Getreide zu ernten. Diese ungemütliche Situation wirkt sich natürlich jetzt schon auf die Getreidepreise aus. Diese sind in den letzten Wochen schon um bis zu 30% gestiegen. Hier kann man nur hoffen, dass jetzt nicht zu viele Spekulanten auf diesen Zug aufspringen.

Im Freiland haben wir letzte Woche die ersten Freilandpaprikas geerntet. Nächste Woche packen wir in einen Teil unsere Gemüsekisten  Freilandauberginen und Rondinis. Rondinis sind kleine Kürbisse, die man ähnlich wie Zuccini oder auch wie Kürbisse zubereiten kann.

In unseren Gewächshäusern haben wir Salat, Mangold, Kohlrabi und Chinakohl gepflanzt.  Die Gurken lassen nun langsam im Ertrag nach, die feuchtkühle Witterung setzt dieser Kultur nun schwer zu. Pilzkrankheiten breiten sich unter diesen Bedingungen sehr schnell aus.
Tomaten und Paprika erfreuen sich dagegen bei Bester Gesundheit.

Diese Woche wurden die ersten Frühäpfel geerntet. Sie sind zugegeben noch etwas sauer, wie eben Frühäpfel so sind. Aber das bessert sich von Woche zu Woche.

Wir wünschen Ihnen ein schönes sonniges Wochenende

Michael Braun


Liebe Kunden/innen_30_2010

Ein kleiner Teil der Getreideernte haben wir vor dem großen Regen schon gedroschen. Für den anderen Teil warten wir jetzt auf einige schöne heiße Tage. Sollte es noch länger regnen besteht die Gefahr, dass die Getreidekörner in der Ähre  keimen. Für unser Futtergetreide ist das kein größeres Problem, zum Backen kann man dieses Getreide dann allerdings nicht mehr verwenden.

Diese Woche haben wir in einigen Kisten eine neue Kürbissorte eingepackt. Er nennt sich Rondo und ist zu verwenden wie Zuccini.

In den Gewächshäusern pflanzen wir nächste Woche Mangold, Chinakohl, Kohlrabi und Salat.

Allen die verreisen wünschen wir schöne Ferien, den daheim gebliebenen wünschen wir sonnige Freibadtage.

 

Liebe Kunden/innen_KW28 2010

Die Gewitter der letzten Wochen nötigten uns einen ganz gehörigen Respekt ab. Denn, obwohl in der Regel immer angekündigt, kommen sie sehr schnell und bringen neben viel Regen, Blitz und Donner auch immer sehr viel Wind mit.
Unsere Gewächshäuser sehen durch diese Windböen mittlerweile an den Giebeln sehr zerzaust aus. Doch Gott sei dank hielt sich der Schaden der letzen Wochen bei uns in Grenzen. Im Gegenteil war es sogar bei uns so, dass durch die zum Teil heftigen Regenfälle, die Schäden, die durch die starke Hitze entstanden sind, zum Teil wieder ausgeglichen werden konnten. Es ist auch interessant zu beobachten wie kleinräumig regional unterschiedlich die Niederschläge verteilt waren. So hat es nur 15 km nördlich von unserem Betrieb in den letzten 6 Wochen überhaupt nicht geregnet, während es 15 km südlich heftigste Überschwemmungen gab.

Zur Zeit beginnt auch schon die Getreideernte. Begonnen wird mit Wintergerste und Raps. Wir werden voraussichtlich übernächste Woche Weizen dreschen. Die starke Hitze der letzen Wochen, hat den Weizen vorschnell abreifen lassen. Die Pflanzen versuchen nämlich bei solch extremen Witterungsverhältnissen ihre generative Phase, also die Samenbildung, schnell abzuschließen um wenigstens, wenn auch eine kleines,  so doch ein keimfähiges Samenkorn zu produzieren. Wir erwarten daher eine etwas unterdurchschnittliche Getreideernte.

Auf den Gemüsefeldern im Feiland sieht es gut aus. In den Gewächshäusern werden die im Frühjahr gepflanzten Kräuter abgeräumt und der Boden für die Pflanzen der Herbsternte vorbereitet.

Am 24.07.1010 laden wir Sie ganz herzlich ab 11 Uhr zu unserem Hofinformationstag ein. Bitte senden Sie uns kurz eine e-Mail wenn Sie kommen wollen.


Liebe Kunden/innen_KW 27 2010

Zum Glück streifte uns das Unwetter der vergangenen Woche nur am Rande, so dass bei uns keine Schäden auftraten. Die starken Regenfälle waren nach der Hitzewelle sogar sehr Vorteilhaft für unsere Freilandkulturen. Auch die Heuernte konnte vor dem Regen noch eingebracht werden. Im Feiland sind wir weiterhin mit dem Unkrautjäten beschäftigt, und bereiten die dafür vorgesehenen Gemüsebeete für die Herbstkulturen, wie Spinat und Mangold, vor.

In den Gewächshäusern stehen die Gurken im Vollertrag und bei den  Tomaten kann man die erste Errötungen feststellen. Ruccola und Asiasalat müssen wir dagegen leider Umbrechen. Durch die hohen Temperaturen haben sich die Erflöhe  massenhaft vermehrt. Erdflöhe fressen Tausende kleinste Löcher in die Blätter aller Kohlarten. Leider gibt es gegen diese Schädlinge kein geeignetes Abwehrmittel.

Am Samstag dem 24.07. 2010 laden wir sie zu unserem Hofinformationstag ein.
Es finden Gewächshausführungen und Felderrundfahrten statt.

Wir wünschen Ihnen ein schönes sonniges und hofendlich nicht zu heißes Wochenende.




Liebe Kunden/innen_KW 25 2010

Endlich wird es warm und ich verspreche Ihnen mich die nächsten 3 Wochen nicht über zuviel Sonne zu beschweren.

In den Gewächshäusern ernten wir Gurken und Kräuter. Die Tomaten brauchen noch einige Zeit bis sie rot werden. Im Freiland hacken wir Kürbisse, Auberginen, Mangold und Paprika von Hand und mit der Maschine. Die Handhacke ist doch wie jedes Jahr eine sehr mühsame Angelegenheit. Dieses Jahr konnten wir durch die häufigen Niederschläge nur eine unzureichende Unkrautbekämpfung machen, so dass wir in diesem Jahr sehr viel mit der  Hand an der Hacke unterwegs sind.

Am 24 Juli, das ist ein Samstag, laden wir Sie auf unserem Hof ein. Wir wollen zukünftig keine Hoffeste mehr machen, sondern mehrere über das Jahr verteilte Hofinformationstage. Natürlich gibt es leckere Sachen zum Essen und auch Felderrundfahrten und Gewächshausführungen.

Ich wünsche Ihnen ein schönes erholsames Wochenende

Michael Braun




Liebe Kunden/innen_KW 24_2010

Obwohl das Jahr noch nicht einmal halb zuende ist, bereiten wir uns jetzt schon auf die nächste Gemüseanbausaison vor. Die zum Teil heftigen Regenfälle der letzten Wochen, mit den damit verbundene Bodenerosionen und die langen trockenen Sommer der letzten Jahre, haben uns veranlasst über unsere Bodenbearbeitung nachzudenken.

Auf  einigen Flächen die für den Gemüseanbau im nächsten Jahr vorgesehen  sind, säen wir jetzt schon eine Gründüngung ein. Die Gründüngung besteht aus Ackerbohnen, Erbsen und Sonnenblumen. Diese Arten frieren relativ sicher im Winter ab und die Ackerbohnen und die Erbsen sind Leguminosen und sammeln für uns  kostenlos den Stickstoff aus der Luft. Nach dem Abfieren der Pflanzen werden Diese stark zerkleinert. Danach werden wir den Boden nur noch so flach wie möglich bearbeiten um die durch das Wurzelwerk der Pflanzen entstandene Drainagewirkung nicht zu gefährten.

Die Gurken kommen nun in den Vollertrag. Die Gurkenläuse werden durch die von uns ausgebrachten Schlupfwespen gut bekämpft. Gegen Spinnmilben haben wir diese Woche Raubmilben ausgesetzt.

Auf den Feldern sind wir weiterhin mit der Handhacke der Feilandkulturen beschäftigt.

In unseren Aufzuchtställen warten die Gänseküken darauf, dass sie endlich auf die Weide dürfen. Aber das dürfen sie erst, wenn sie ihren Babyfederkleid abgelegt haben und ihnen richtige Federn gewachsen sind. 

Wir wünschen Ihnen ein schönes Wochenende

Michael Braun


Unsere bisherigen Kundenbriefe finden Sie hier...